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Mark Forster Der Sänger ist "einfach nicht der Typ fürs richtige Timing"

Mark Forster, hier auf einem Event in Berlin, spricht selten über sein Privatleben.
Mark Forster, hier auf einem Event in Berlin, spricht selten über sein Privatleben.
© imago images/APress
In einem Interview spricht Mark Forster, der sich "eher als positives Kerlchen" sieht, unter anderem über falsches Timing und Schicksal.

Über sein privates Leben spricht Mark Forster (38) nur sehr selten, auf seinem neuen Album "Musketiere", das kürzlich erschienen ist, geht es jedoch um die Geschichte einer Beziehung. In einem Interview in der neuen Ausgabe des "Stern" erklärt der Sänger, dass er nicht wirklich an falsches und richtiges Timing glaubt.

"Ich glaube eher daran, dass man rückblickend gern eine gewisse Form von Schicksalhaftigkeit in etwas hineininterpretiert, das in Wahrheit einfach so passiert ist", erklärt Forster. "Ok wow", der erste Song auf dem Album, handle "von einem Morgen nach einer Nacht", an dem klar sei, "dass sich das Leben nun in ein Davor und ein Danach teilen wird". Wenn er nun an derartige Momente in seinem eigenen Leben zurückdenke, in denen sich alles verändere, seien diese "selten zum genau richtigen Moment passiert". Bei ihm sei das oft eher zu spät.

Grundlegende Fragen des Lebens checke er "eigentlich immer mit riesiger Verzögerung". Manchmal auch erst dann, "wenn die Sache schon gelaufen ist". Als beispielsweise seine erste Platte veröffentlicht wurde, sei er bereits 28 Jahre alt gewesen: "Da ist bei den meisten die Karriere ja schon wieder rum. Ich bin einfach nicht der Typ fürs richtige Timing."

"Unterschied zwischen zufrieden sein und Frieden haben"

Für Forster gebe es zudem "einen Unterschied zwischen zufrieden sein und Frieden haben". Sich selbst sehe er "eher als positives Kerlchen", weshalb er auch weniger häufig unzufrieden als zufrieden sei. "Aber einen richtigen, echten, tiefen Frieden - das hatte ich selten", erzählt der Sänger. Ein "Abschied von der Suche, von der Jagd", sei für ihn aber auch etwas melancholisch. Von zurückliegenden Abenteuern verabschiede er sich, "weil's was Besseres gibt als Suchen, nämlich Frieden. Der gibt einem ein viel größeres Gefühl von Freiheit als alles Rumgejage durch die Welt."

"Musketiere" sei "genau das Album, das ich machen wollte", erklärte Forster Mitte August bei Instagram. Er sei sich sicher, dass es für ihn persönlich "eins der Besondersten bleiben wird. Dass ich auch in 20 Jahren noch stolz darauf sein werde." Er hoffe, dass die Platte auch seinen Fans Freude bereite und sie bei den Songs "was fühlen" können.

SpotOnNews

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