"Michael war mein Gott": Vermeintliche Jackson-Missbrauchsopfer zu Gast bei Oprah Winfrey

Nach der Ausstrahlung der Doku "Leaving Neverland" haben Michael Jacksons angebliche Missbrauchsopfer ihren Vorwürfen Nachdruck verliehen.

Nachdem der zweite Teil der umstrittenen Dokumentation "Leaving Neverland" beim Sender HBO am Montag ausgestrahlt wurde, stellten sich Michael Jacksons (1958-2009) vermeintliche Missbrauchsopfer, Wade Robson (36) und James Safechuck (41), in der einstündigen Sendung "After Neverland" den Fragen von Moderatorin Oprah Winfrey (65) und bekräftigten dabei ihre Anschuldigungen. Es ging auch um die widersprüchlichen Aussagen der beiden Männer vor Gericht im Jahr 2005.

Rund 100 Missbrauchsopfer nahmen im Times Center Auditorium in Manhattan Platz und sahen gemeinsam die Dokumentation "Leaving Neverland". Im Anschluss waren die beiden Männer, die in der Doku erklären, dass Michael Jackson sie als Kind missbraucht haben soll, und der Regisseur Dan Reed bei Oprah Winfrey zu Gast.

"Michael war ein Gott für mich"

Winfrey hakte besonders bei einem Thema nach, dass die Dokumentation behandelte. 2005 sagten beide Männer vor Gericht zugunsten Michael Jacksons aus. Der Popstar war damals wegen Missbrauchsvorwürfen angeklagt und freigesprochen worden. "Als der Missbrauch begann, als ich elf Jahre alt war, und selbst als ich 22 war, wusste ich nicht, dass das, was Michael mir sexuell angetan hatte, Missbrauch war", erklärte Robson sein Verhalten. Jackson habe ihm gesagt, dass es Liebe sei. "Michael war ein Gott für mich."

Robson offenbarte in der Sendung auch den Grund, warum er mit seinen Beschuldigungen letztlich doch an die Öffentlichkeit ging: die Geburt seines Sohnes. Als Vater wolle er nicht, dass seinem Sohn Ähnliches passieren könnte. "Wäre er nicht geboren, würde ich sehr wahrscheinlich immer noch schweigen."

Indoktrinierte Panik

Auch Safechuck, der behauptet, dass Jackson ihn ab dem Alter von zehn Jahren sexuell missbraucht haben soll, betonte, dass er zunächst nicht an Missbrauch glaubte. Erst 2013, als Robson in einem Interview von Missbrauch sprach, wusste er, dass sein Hass auf sich selbst einen Grund hat. Jackson habe jahrelang auf ihn eingeredet, dass, sollten sie erwischt werden, deren beider Leben zu Ende sei.

Bis heute sei Jacksons Schatten da und er habe das Gefühl, er habe ihn durch die Dokumentation im Stich gelassen. Am Ende gesteht Safechuk, dass er nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Mutter noch nicht verziehen habe: "Ich möchte, dass sie Hilfe annimmt. Nur wenn sie selbst an sich arbeitet, erkennt sie, was passiert ist." Im Vorfeld der Ausstrahlung der Doku haben Jacksons Nachlassverwalter die Vorwürfe der beiden Männer zurückgewiesen und mit einer Klage gegen HBO reagiert. 100 Millionen Dollar (etwa 88 Millionen Euro) sollen sie Medienberichten zufolge von den Machern fordern.

SpotOnNews
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