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Nicht nur "Batgirl" Auch diese Filme haben es nicht auf die Leinwand geschafft

Die Hälfte eines Filmes von Quentin Tarantino wird niemals jemand sehen...
Die Hälfte eines Filmes von Quentin Tarantino wird niemals jemand sehen...
© Denis Makarenko/Shutterstock
Kreative Differenzen, Feuer und jede Menge Gerüchte: Es gibt einige Filmprojekte, die es bis heute nicht auf die Leinwand geschafft haben.

Was für eine Verschwendung: Der praktisch fertig gedrehte "Batgirl"-Film wird weder im Kino noch über Streamingplattformen zu sehen sein. Dabei soll Warner Bros. bereits 90 Millionen US-Dollar in das Projekt investiert haben. Es ist nicht der erste Film, den dieses Schicksal ereilt.

"Scoop"-Sequel: "Habe Angst, dass das wahr ist"

Ganz aktuell hat Warner Bros. nicht nur "Batgirl" abgesagt, sondern angeblich auch das Sequel zum 2020 erschienenem Animationsfilm "Scoop!". Und offenbar haben die Macher selbst als letztes davon erfahren: Produzent und Drehbuchautor Tony Cervone (55) postete am Mittwoch einen Screenshot der Schlagzeile der Website "Hollywood Reporter" mit den Worten: "Ich habe Angst, dass das wahr ist. [...] Mein Herz ist mehr als gebrochen."

Das Geheimnis von Eichinger und der "Fantastic Four"

Die erste Realverfilmung des Marvel-Superheldenteams "The Fantastic Four" aus dem Jahr 1994 hat bis heute nicht die Dunkelheit der Kinosäle erblickt. Als Produzenten fungierten hier Bernd Eichinger (61) und Roger Corman (96), die Veröffentlichung wurde eine Woche vor dem Kinostart gestoppt. Offizielle Gründe dafür gibt es keine, dafür umso mehr Gerüchte. Vielleicht hat Eichinger den Film mit einem Budget von 1,5 Millionen Dollar nur drehen lassen, um seine Produktionsrechte nicht zu verlieren, die sonst ausgelaufen wären. Andere Gerüchte besagen, dass der Film so schlecht war, dass Marvel Eichinger dafür bezahlte, ihn nicht zu zeigen. Immerhin ist eine Dokumentation aus der Misere entstanden: "Doomed!: The Untold Story of Roger Corman's Fantastic Four".

Der verfluchte Film: "Hippie Hippie Shake"

"Hippie Hippie Shake" war prädestiniert, ein Hit zu werden: Sienna Miller (40) und Cillian Murphy (46) in den Hauptrollen, das London der 60er Jahre und eine wahre Begebenheit als Grundlage. Aber es hat nicht sollen sein. Die Produktion wurde aus diversen Gründen immer wieder verschoben, die Regisseure und Drehbuchautoren wechselten mehrmals. Der dritte Versuch, den Film fertigzustellen, erfolgte im Herbst 2007 - aber 2009 gab auch Regisseurin Beeban Kidron (61) aufgrund "kreativer Differenzen" in der Post-Produktion auf.

Seit einem Fehltritt in der Schwebe: "Being Mortal"

Ein weiterer Film mit hochkarätiger Besetzung war (oder ist) "Being Mortal", an dem unter anderem Bill Murray (71), Seth Rogen (40) und Aziz Ansari (39) arbeiteten. Ob die Romanverfilmung jemals fertiggestellt wird, steht aktuell allerdings in den Sternen, nachdem Murray sich am Set daneben benommen haben soll. "Ich habe etwas getan von dem ich dachte es wäre lustig, aber so kam es nicht an", sagte Murray in einem Interview mit "CNBC" im Mai. "Das Filmstudio wollte das Richtige tun, also wollten sie alles überprüfen, untersuchen und haben die Produktion gestoppt." Seit drei Monaten gibt es nun keine Neuigkeiten mehr zu dem Projekt, das halbfertig war und 2023 in die Kinos kommen sollte.

Der reiche Cineast und die genervten Profis: "Empires of the Deep"

Nachdem "Avatar" ein großer Erfolg gewesen war, pumpte der chinesischer Milliardär Jon Jiang seit 2010 angeblich 130 Millionen Dollar in einen 3D-Fantasyfilm namens "Empires of the Deep". Für die angesetzte Trilogie mit Vorbildern wie "Herr der Ringe" hatte der Cineast Jiang das Drehbuch selbst geschrieben. Und auch sonst scheint er genaue Vorstellungen von dem Film zu haben - was zu zahlreichen Auseinandersetzungen mit den engagierten Hollywood-Profis führte. Monica Bellucci, eigentlich für die Hauptrolle in Planung, stieg schnell wieder aus, insgesamt zehn Drehbuchautoren überarbeiteten das Drehbuch, mehrere Regisseure verließen das Mammutprojekt.

Tarantino brennt: "My Best Friend's Birthday"

Ein ganz anderes Schicksal ereilte Quentin Tarantino mit einem seiner ersten Filme. "My Best Friend's Birthday" kostete nur 5000 Dollar, wurde allerdings zu großen Teilen bei einem Feuer zerstört. 36 der ursprünglich 70 Filmminuten wurden zwar auf Filmfestivals gezeigt, sind sonst aber nur in den Tiefen des Internets zu finden.

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