Oscars 2020: Der südkoreanische Film "Parasite" schreibt Geschichte

Das südkoreanische Drama "Parasite" von Regisseur Bong Joon Ho schrieb bei den Oscars 2020 gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte.

Der größte Gewinner der 92. Oscar-Verleihung hört auf den Namen "Parasite". Dank des Sozialdramas durfte Regisseur Bong Joon Ho (50) ganze vier Mal die Bühne betreten und schien dabei angesichts seiner großen Idole im Saal immer verlegender zu werden. Er wurde nicht nur sehr überraschend als "Bester Regisseur" ausgezeichnet, "Parasite" eroberte auch noch die Königsdisziplin als "Bester Film". Ein geschichtsträchtiger Moment, denn dieses Kunststück ist noch nie einem fremdsprachigen Film gelungen.

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Das gab es bei den Oscars noch nie

Doch mit "Bestes Originaldrehbuch" und "Bester internationaler Film" machte er nicht nur den Vierfach-Sieg perfekt. Es handelte sich dabei auch noch um die ersten Goldjungen überhaupt, die an einen südkoreanischen Film gingen. Und noch ein Novum: Erstmals sahnte ein Werk "Bester Film" und "Bester fremdsprachiger/internationaler Film" ab. Damit war der insgesamt wenig verblüffende Abend um eine gewaltige Überraschung reicher.

Wohl kaum einer hat vorhergesehen, dass Bong Joon Ho mit "Parasite" Größen wie Martin Scorsese (77, "The Irishman"), Todd Phillips (49, "Joker"), Sam Mendes (54, "1917") und Quentin Tarantino (56, "Once Upon a Time... in Hollywood") ausstechen würde. Als größter Anwärter auf den Titel als "Bester Film" galt bei den Buchmachern eigentlich das Kriegsdrama "1917", das zwar drei Oscars gewinnen konnte, sich in sämtlichen großen Kategorien allerdings geschlagen geben musste. Mehr als die vier Goldjungen von "Parasite" schaffte kein anderer Streifen an dem Abend.

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