Peter Maffay: Warum er keine Risiken scheut

So haben Fans Peter Maffay noch nie gesehen. Für eine Doku ließ sich der Sänger zwei Jahre lang begleiten und gewährt private Einblicke.

Einer der erfolgreichsten Rock-Musiker Deutschlands zeigt sich so offen wie nie zuvor. In der Dokumentation "Peter Maffay - Für immer jung" (14. Dezember, 20:15 Uhr, RTLzwei) gibt der 70-Jährige Einblicke in sein berufliches sowie privates Leben und in seine Arbeit als politischer Aktivist und Gründer seiner Stiftung für traumatisierte Kinder. Zwei Jahre lang hat ihn ein Kamerateam begleitet.

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"Zu viel Vernunft ist tödlich"

Benannt wurde die Dokumentation nach seinem Song "Für immer jung". Neben teilweise noch unveröffentlichtem Archivmaterial zeigt der Film auch die Hintergründe seines aktuellen Albums "Jetzt". "'Für immer jung' steht für das Bestreben sein Leben so zu leben, dass man offen ist für neue Dinge, offen ist für Risiko, Neugierde, eine gewisse Unbekümmertheit und Leichtigkeit", erklärt Maffay im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

"Natürlich werden wir erwachsen, natürlich legen wir eine Strecke zurück, aber allzu viel Vernunft ist tödlich. Das ist sonst wie eine Suppe ohne Salz oder Würze. Ein Quäntchen Unvernunft ist belebend." Er versuche stets, offen und jung zu bleiben, allerdings nicht mit Zwang. Das könne schließlich schnell peinlich werden. Stattdessen sei es wichtig, aus Überzeugung auch mal gegen den Strom zu schwimmen und ein bisschen frech zu sein. Sich aus Angst vor dem Risiko lieber nichts zu trauen, komme für ihn nicht in Frage. "Einfach mal machen", lautet seine Devise.

Seltene Einblicke in sein Privatleben

Sich selbst in einem Film zu sehen, sei für ihn heute immer noch ungewohnt. "Aber ich habe das jetzt schon oft erlebt, so dass mich das zumindest nicht mehr schockiert", sagt der gebürtige Rumäne. Auch sein spätes Vaterglück ist Thema in der Dokumentation. Ende 2018 kam seine Tochter Anouk zur Welt, die er gemeinsam mit seiner 38 Jahre jüngeren Partnerin Hendrikje Balsmeyer großzieht. Die beiden sind seit 2015 ein Paar.

Für seine späte Vaterschaft habe er viel Kritik einstecken müssen, gibt der Sänger zu. Doch trotz seines hohen Alters fühle er sich physisch und psychisch in der Lage, ein Kind großzuziehen. Dass die Kamera auch bei privaten Momenten dabei ist, sei für Maffay selbstverständlich: "Dokumentation heißt, man spricht über die Dinge, die innerhalb eines Zeitraums stattgefunden haben. Oder man sagt, 'Ich will niemanden daran teilhaben lassen' und lässt es bleiben. Wir haben uns für die erste Option entschieden." Allerdings sei dies das einzige und vorerst letzte Mal, dass er so offene Einblicke in sein Privatleben gewähre, stellt er klar.

"Ein aufregendes Jahr"

Für Maffay neigt sich ein aufregendes Jahr zu Ende. "2019 war ein sehr, sehr ereignisreiches Jahr. Wenn Sie so wollen, zeitweise auch ein Schweinsgalopp, aber spannend!", fasst er zusammen. Und 2020 dürfte ähnlich turbulent werden: Auf den Sänger wartet eine große Deutschlandtour, zwei Monate wird er unterwegs ein. Dabei muss er auf seine kleine Familie verzichten: "Wir werden natürlich so gut es geht versuchen, uns trotzdem zu sehen. Aber es wird auf jeden Fall ein Spagat. Die Zeit werden wir überstehen. Nach der Tour machen wir mit der verbleibenden Zeit das, was wir während der Tour nicht machen konnten."

SpotOnNews
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