VG-Wort Pixel

Polizeiruf 110: Totes Rennen: Lohnt sich das Einschalten beim neuen Magdeburg-Krimi?

Claudia Michelsen als Kommissarin Doreen Brasch im "Polizeiruf 110: Totes Rennen".
Claudia Michelsen als Kommissarin Doreen Brasch im "Polizeiruf 110: Totes Rennen".
© MDR/Stefan Erhard
Für Kommissarin Brasch wird ein Albtraum wahr, doch tritt auch das ein, was sie geträumt hat? Lohnt sich der "Polizeiruf 110: Totes Rennen"?

Im "Polizeiruf 110: Totes Rennen" (16.2., 20:15 Uhr, Das Erste) aus Magdeburg wird Kommissarin Brasch (Claudia Michelsen, 51) immer wieder an einen Albtraum erinnert. Doch kann der wirklich wahr werden? Ein echter Albtraum sind auch die Geschehnisse, die sie während ihrer Ermittlungen in der Sportwettenszene erlebt...

Worum geht's im Krimi?

Am Elbufer nahe der Galopprennbahn Herrenkrug wird ein junger Mann tot aufgefunden. Hauptkommissarin Doreen Brasch und Kriminalrat Uwe Lemp (Felix Vörtler, 58) erfahren am Fundort, dass der Tote, Milan Siebert (Vincent Krüger, 28), unterschiedliche Verletzungen hat. Die Todesursache ist unklar. Siebert lebte zuletzt wieder bei seinen Eltern, getrennt von seiner Frau Manu (Anke Retzlaff, 30) und seinem Sohn. Als Brasch die Todesnachricht Milans Eltern überbringt, erfährt sie, dass dieser spielsüchtig war und überall Schulden machte.

Zu Braschs Überraschung gibt es eine Verbindung des Toten zum LKA. Doch die LKA-Kollegen blocken ab: Sie wollen getrennte Ermittlungen. Vom LKA-Kollegen Hannes Kehr (Michael Maertens) erfährt Brasch trotzdem, dass Milan als Informant für die Abteilung Wettbetrug gearbeitet hat. Kehr führt Brasch in die Welt der Spielwetten ein. Die Ermittlerin vermutet, dass Milan wusste, wer das nächste große Spiel manipuliert hat. Mit diesem Wissen wollte er seine Familie aus den Schulden befreien. Brasch ahnt allerdings nicht, dass sie das nächste Opfer in einem falschen Spiel werden soll...

Lohnt sich das Einschalten?

Ja, denn der Krimi ist unterhaltsam und meistens kurzweilig erzählt. Außerdem demonstriert Schauspielerin Claudia Michelsen, dass Kommissarin Brasch nach den Abgängen der Kollegen Drexler (2013-2015, Sylvester Groth, 61) und Köhler (2016-2019, Matthias Matschke, 51) eigentlich gar keinen Partner braucht - abgesehen vielleicht von dem inzwischen sogar musizierenden ("Forever Young") Kriminalrat Lemp, der eigentlich ja auch mal gehen wollte.

Neben der verwirrenden Frage, ob man in Träumen, respektive rot unterlegten Albträumen, wirklich die Zukunft vorhersehen kann, erlebt die Kommissarin einen albtraumartigen, echten Kontrollverlust. Dass sie danach weiter ermitteln kann, ist zwar etwas überraschend, andererseits passt es zu ihrer eher cool angelegten Figur.

SpotOnNews

Mehr zum Thema