Prinz Harry: Für Aids-Kranke macht er mit Elton John gemeinsame Sache

Prinz Harry, Elton John, Charlize Theron und Conchita Wurst setzen sich bei der Welt-Aids-Konferenz für den Kampf gegen den HI-Virus ein.

Die 22. Welt-Aids-Konferenz in Amsterdam hat prominente Unterstützer angelockt. Bei der Eröffnung am Montag hielt der österreichische Travestiekünstler Tom Neuwirth, besser bekannt als Conchita Wurst (29, "Rise Like A Phoenix"), eine flammende Rede und warb dafür, dass offen über die Krankheit gesprochen werden müsse. Nur so könne die Stigmatisierung bekämpft und die Ausrottung des Virus' vorangetrieben werden. Auch Oscar-Preisträgerin Charlize Theron (42) war vor Ort und Prinz Harry (33) sowie Sir Elton John (71) sorgten für Aufsehen.

Großes Lob für Harrys Einsatz

Prinz Harry war ohne Ehefrau Meghan (36) nach Amsterdam gereist. Bereits am Montag nahm er an Diskussionsrunden teil, in denen es um die Herausforderungen und Erfahrungen von jungen Menschen ging, die mit dem HI-Virus leben. Für seinen Einsatz erhielt er Lob von Prinzessin Mabel von Oranien-Nassau (49), der Witwe von Johan Friso von Oranien-Nassau (1968-2013), dem Bruder von König Willem-Alexander der Niederlande (51). "Großartiges, handlungsorientiertes Gespräch, um sicherzustellen, dass HIV-Interventionen tatsächlich bei jungen Menschen ankommen", twitterte Mabel von Oranien-Nassau.

Am Dienstag stellten Prinz Harry und Elton John schließlich ihr gemeinsames Projekt vor: MenStar Coalition! Die Initiative soll "die Diagnose und Behandlung von HIV-Infektionen bei Männern verstärken, mit dem Ziel, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden", gab der Kensington Palast via Twitter bekannt. Vor allem junge Männer sollen damit auf innovative Weise erreicht werden, da die Anzahlt der neuen HIV-Infektionen unter jungen Frauen angestiegen sei, so Harry in seiner Rede.

Nach wie vor würden zu viele Menschen auf der ganzen Welt die Effekte ignorieren, die entstehen, wenn HIV-Prävention und -Behandlung keine Priorität eingeräumt werde. Mehr denn jemals zuvor werden "neue, energetische und innovative Lösungen" gebraucht, so der Herzog von Sussex weiter. Für MenStar stehen 1,2 Milliarden Dollar (rund eine Milliarde Euro) zur Verfügung.

Wie Prinz Harry setzte sich einst auch seine verstorbene Mutter, Prinzessin Diana (1961-1997), für Aids-Kranke ein. Sie brach zu Lebzeiten viele Tabus im Umgang mit Infizierten. Die Fotos, auf denen sie Aids-Patienten in einem Krankenhaus die Hand schüttelt - ohne Handschuhe - gingen 1987 um die Welt. Nun führt ihr jüngster Sohn ihre Mission fort.

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