Queen Elisabeth II.: Sie erinnert in der Corona-Krise an ihre erste Ansprache

Queen Elisabeth II. hat am Sonntag eine TV-Ansprache zur Corona-Krise gehalten, in der sie an ihre erste Ansprache im Jahr 1940 erinnerte.

Queen Elisabeth II. (93) hat sich am Sonntagabend, um 20:00 Uhr britischer Zeit, in Zeiten der Corona-Krise an ihr Volk gewandt. Es sei "eine Zeit des Bruches im Leben unseres Landes: ein Bruch, der manchem Trauer, vielen finanzielle Schwierigkeiten und enorme Veränderungen im Leben von uns allen mit sich gebracht hat", so die Monarchin in ihrer Ansprache, die laut dem britischen "Guardian" zuvor von einem BBC-Kameramann in Schutzkleidung auf Schloss Windsor aufgenommen wurde.

"Während wir uns zuvor schon Herausforderungen gestellt haben, ist diese anders. Dieses Mal arbeiten wir gemeinsam mit allen Nationen auf der ganzen Welt zusammen und nutzen die großen Fortschritte der Wissenschaft", erklärte die Monarchin und fügte an: "Wir werden Erfolg haben - und zu diesem Erfolg hat jeder von uns beigetragen." Sie bedankte sich bei allen Helfern und den Menschen, die zum Schutz der Schwächsten zu Hause blieben und damit ihren Beitrag leisteten. Dieser Zusammenhalt und die Entschlossenheit müsse andauern, um die Krise zu meistern.

Menschenauflauf trotz Coronavirus

Ihre erste Ansprache im Alter von 14 Jahren

Die Queen erinnerte zudem an ihre allererste Ansprache, die sie als 14-Jährige am 13. Oktober 1940 gemeinsam mit ihrer Schwester, Prinzessin Margaret (1930-2002), hielt und die während des Zweiten Weltkrieges im Radio zu hören war. "Wir haben uns hier von Windsor aus an Kinder gewandt, die aus ihren Häusern evakuiert und zu ihrer eigenen Sicherheit weggeschickt wurden", so die Queen. "Auch heute werden viele wieder ein schmerzhaftes Gefühl der Trennung von ihren Liebsten verspüren. Aber jetzt wie damals wissen wir tief im Inneren, dass es das Richtige ist. Es werden bessere Tage kommen, wir werden uns wiedersehen."

Abgesehen von den traditionellen Weihnachtsansprachen hat die Queen seit ihrer 1952 beginnenden Regentschaft nur vier solcher Reden gehalten: Zuvor hatte sie sich 2002 beim Tod ihrer Mutter, Queen Mum (1900-2002), sowie vor der Beisetzung Prinzessin Dianas (1961-1997) und während des Golfkriegs 1991 an die Briten gewandt. Die Ansprache zur Corona-Krise war eigentlich für Ostern erwartet worden. Doch angesichts der frühlingshaften Temperaturen an den Feiertagen hatte sich die Queen laut dem "Guardian" mit der Regierung darauf geeinigt, ihre Rede vorzuziehen, um an die Menschen zu appellieren, zu Hause zu bleiben.

Queen Elisabeth II. hat Mitte März dem Buckingham Palast und London den Rücken gekehrt und ist auf Schloss Windsor vor den Toren der Hauptstadt gezogen. Dort weilt sie mit ihrem Ehemann Prinz Philip (98).

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