R. Kelly: Darum hat ihn ein weiblicher Fan aus dem Knast geholt

R. Kelly ist seit Anfang der Woche wieder auf freiem Fuß. Ein weiblicher Fan hat für ihn die Kaution hinterlegt. Was steckt dahinter?

Die Anschuldigungen gegen Sänger R. Kelly (52) wiegen schwer. Die Staatsanwaltschaft von Chicago, im US-Bundesstaat Illinois, hat Anklage erhoben - wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen. Der 52-Jährige ist aber seit Anfang der Woche nicht mehr in Untersuchungshaft. Drei Nächte verbrachte er im Gefängnis, da er zunächst selbst die Kaution nicht zahlen konnte. Ein weiblicher Fan hat die geforderte Summe in Höhe von 100.000 Dollar (rund 88.000 Euro) schließlich hinterlegt - die beiden sollen sich erst seit wenigen Monaten kennen.

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Sie holte ihn aus dem Knast

Valencia Love sei seit Langem ein Fan von R. Kellys Musik gewesen, berichtet die "Chicago Sun-Times" unter Berufung auf Don Russell, einen engen Freund und Manager des R&B-Sängers. Im September 2018 hätte R. Kelly die Frau zum ersten Mal getroffen - angeblich während einer Schifffahrt über den Lake Michigan. Love wollte der "Chicago Sun-Times" allerdings keine Auskünfte darüber geben, wie sie R. Kelly, der mit bürgerlichem Namen Robert Sylvester Kelly heißt, kennengelernt habe. Sie bestätigte jedoch, die Kaution gezahlt zu haben.

"Sie wollte, dass Rob eine Chance auf Gerechtigkeit hat, und sie dachte, er hätte außerhalb des Gefängnisses bessere Chancen als drinnen", will Don Russell wissen. Wie die Zeitung weiter meldet, gehe aus den Gerichtsunterlagen zur Kaution hervor, dass sich Love als "eine Freundin" des Sängers bezeichne. Zudem will die Zeitung herausgefunden haben, dass die Dame einmal selbst Insolvenz angemeldet habe und zwar im Jahr 2015. Allerdings seien sie und ihr mittlerweile geschiedener Ehemann durch eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe im Jahr 2017 zu viel Geld gekommen.

Warum konnte R. Kelly die Kaution nicht selbst zahlen?

Love soll als leitende Angestellte einer Kindertagesstätte arbeiten, bei der sie zuvor als Betreuerin tätig war. Zudem soll sie ein Restaurant managen. Nachdem R. Kelly am Montag aus dem Gefängnis entlassen worden war, ging es für den Sänger und seine Freunde zu einer Fast-Food-Kette und dann in eine Zigarren-Lounge. Auch Love soll dabei gewesen sein. Don Russell will von R. Kelly erfahren haben, dass er "keinen Dollar auf der Bank" habe. Er habe den falschen Leuten vertraut.

Steve Greenberg, der Anwalt des Musikers, erklärte letzte Woche vor Gericht, dass die Finanzen von R. Kelly "ein völliges Durcheinander" seien. Und zwar seit er von seinem Plattenlabel fallen gelassen wurde, nachdem zuletzt seine Musik boykottiert worden war. Die Einnahmen aus seiner Musik seien begrenzt, zudem soll R. Kelly nicht einmal die Rechte an seinem Hit "I Believe I Can Fly" besitzen.

Der Musiker bestreitet die Missbrauchsvorwürfe und hat auf "nicht schuldig" plädiert. Der nächste Gerichtstermin ist für den 22. März angesetzt. Im Falle eines Schuldspruchs muss der Musiker mit drei bis sieben Jahren Strafe rechnen - pro Anklagepunkt. Damit drohen ihm bis zu 70 Jahre Haft.

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