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Reykjadalur Das hat es mit dem "rauchenden Tal" auf sich

Der Fluss liegt im Tal Reykjadalur und hat eine angenehme Badetemperatur.
Der Fluss liegt im Tal Reykjadalur und hat eine angenehme Badetemperatur.
© Peky/Shutterstock.com
Heiße Quellen gibt es auf der ganzen Welt. Doch in einem isländischen Tal ist eine ganz besondere Touristenattraktion zu finden.

Heiße Quellen gibt es überall auf dieser Welt. Meistens sind es kleinere Tümpel, die mit ihrem warmen Wasser locken. Doch Island setzt noch einen drauf: 40 Kilometer von der Hauptstadt Reykjavik entfernt, gibt es einen heißen Fluss. Dieser ist im "rauchenden Tal" Reykjadalur zu finden - und hier ist der Name Programm.

Ein Wanderweg führt ins heiße Paradies

Das Tal gehört zum Vulkangebiet Hengill, das für seine heißen Quellen bekannt ist. Aber keine Angst, der letzte Ausbruch ist über 2.000 Jahre her und es gibt momentan keine Anzeichen einer Aktivität. Besonders sind die vielen weißen Rauchsäulen, die in der grünen Hügellandschaft gen Himmel steigen - ein Hinweis auf die Quellen. Wer den warmen Fluss einmal besuchen möchte, sollte im kleinen Ort Hveragerði starten. Von dort führt ein drei Kilometer langer und etwas steiler Wanderweg zu den Badestellen - etwa 50 Minuten sollten Besucher dafür einplanen. Doch die Wanderung könnte auch etwas länger dauern. Denn auf dem Weg befinden sich viele schöne Fotomotive, zum Beispiel ein Wasserfall, und weitere dampfende Quellen.

Doch Vorsicht! Nicht alle Stellen sind zum Baden geeignet. Manche sind über 100 Grad heiß und stark schwefelhaltig, was an einem beißenden Geruch zu erkennen ist. Das Wasser ist damit nicht nur zu heiß, sondern auch gesundheitsschädlich. Wer den Weg nicht zu Fuß zurücklegen möchte, kann eine Reittour buchen. Allerdings müssen auch Reiter das letzte Stück ohne Pferd zurücklegen.

Natürliche Pools sorgen für Entspannung

Am Fluss angekommen, hat man die Qual der Wahl. Es gibt verschiedene Stellen, die sich zum Baden eigenen. Rund 20 natürliche Pools haben sich im Laufe der Jahre im Flussbett gebildet. Nur noch die Badesachen anziehen und rein ins heiße Vergnügen. Ein Handtuch und Badelatschen sollten Besucher ebenfalls mitnehmen.

Die Badestellen unterscheiden sich nach Tiefe und Temperatur - jeder findet hier sein passendes Fleckchen. Reykjadalur war schon immer ein beliebter Ort bei den Einheimischen und in den letzten Jahren kamen immer mehr Touristen hinzu. Deshalb wurden rund um die beliebtesten Badestellen Holzwege angelegt, um die Natur zu schützen.

Wer danach weiter wandern möchte, kann die Klambragil-Schlucht besuchen. Diese befindet sich nur wenige Minuten vom Fluss entfernt. Auch dort gibt es heiße Quellen und Ablagerungen in den unterschiedlichsten Farben. Danach geht es wieder zurück nach Hveragerði. Für den gesamten Trip sollten Touristen mindestens fünf Stunden einplanen.

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