Riccardo Simonetti: Darum spielt Mode eine so große Rolle in seinem Leben

"Ich benutze Mode, um mein Innerstes nach außen zu tragen", beschreibt Riccardo Simonetti selbst seinen Modestil. Das sind seine Vorbilder.

Unter dem Motto "Exklusive for Everyone" öffnete About You am Freitag im Rahmen der Berlin Fashion Week mit einem eigenen Fashion Eventkonzept erstmals die Tore für Endkonsumenten. Bei der Opening Show inszeniert von Star-Choreograph Marvin Smith wurden nicht nur aktuelle Styles von angesagten Brands präsentiert; Stars wie Bonnie Strange (32) oder Riccardo Simonetti (26) stellten für die Show exklusiv ihre Personal-Looks zusammen. "Ich benutze Mode, um mein Innerstes nach außen zu tragen", beschreibt Simonetti selbst seinen Modestil. Der Entertainer sorgt mit seinen ausgefallenen Looks immer wieder für Aufsehen. Dafür musste er in der Vergangenheit "jede Menge Hohn und Spott" in Kauf nehmen. Er bewundere Menschen, die mit ihren Outfits Risiken eingegangen seien.

Gemeinsam mit Kollegen wie Bonnie Strange haben Sie für die Eröffnung der About You Fashion Week Ihre Personal-Looks zusammengestellt. Was zeichnet Ihre Looks aus?

Riccardo Simonetti: Ich finde Mode ist eine Stimme, die für einen spricht, bevor man überhaupt den Mund aufmachen kann. Gerade in einer Zeit, in der Mode als oberflächlich wahrgenommen wird und jeder gleich aussieht, wollte ich mit meiner Auswahl ein Statement für die LGBT-Community setzen und Diversity zelebrieren.

Welche Rolle spielt Mode in Ihrem Leben?

Simonetti: Mode war mein Ventil, um meinem Kleinstadt-Leben zu entfliehen. Ein Junge, der ein Faible für Pailletten hat, stellt in der Gesellschaft - und gerade auf dem Land - immer noch so eine Provokation dar. Und da habe ich gemerkt, dass Mode nichts Oberflächliches sein kann, wenn es so etwas mit Menschen macht.

Wie würden Sie selbst Ihren Modestil beschreiben?

Simonetti: Ich benutze Mode, um mein Innerstes nach außen zu tragen - das war schon immer so. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als Teenager ausgefallene Dinge anprobiert zu haben. Das Gefühl, etwas zu tragen, das mich nicht nur anzieht, sondern auch meine Seele kleidet, war schon immer unbezahlbar. Trotzdem musste ich dafür auch jede Menge Hohn und Spott in Kauf nehmen und der Weg bis hierhin war ziemlich schwierig.

Würden Sie sich selbst als Trendsetter bezeichnen?

Simonetti: Ich weiß zwar immer, was als "Trend" gehandelt wird, interessiere mich aber nicht so sehr dafür. Die meisten Trends sind so schnelllebig, weil heute ja durch Instagram & Co. jeder gleich aussieht - das entspricht gar nicht so sehr meiner Ästhetik. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Trend und Stil - ich bevorzuge letzteres. Ich kaufe immer dieselbe Art von Kleidung und das wird wahrscheinlich auch immer so sein.

Haben Sie ein Fashion-Vorbild?

Simonetti: Ich mag Menschen, die mit ihren Outfits Risiken eingegangen sind - Lady Gaga, Michael Jackson, Elton John, Axel Rose und auch Thomas Gottschalk bewundere ich sehr.

Was ist Ihr absolutes Must-have im Sommer?

Simonetti: Wet-Look bei den Haaren - da sieht man nicht, wenn man schwitzt (lacht). Sneaker mit weißen Tennissocken und winzige Taschen als Accessoire.

Welche Trends sind in diesem Jahr angesagt?

Simonetti: Neongrüne Akzente und außergewöhnliche Silhouetten.

Welchen Trend können Sie nicht mehr sehen?

Simonetti: Diese Balenciaga- und Vetement-Ästhetik, die von allen großen Ketten kopiert wird, ist meiner Meinung nach vorbei. Auch monochrome schwarze Looks finde ich nicht mehr so spannend. Auf Nummer sicher gehen hat noch niemanden zur Modeikone gemacht.

Was sind für Sie die größten Fashion-No-Gos im Sommer?

Simonetti: Bei Männern karierte Hosen und gestreifte Oberteile. Ich bin kein Fan von No-Gos, weil ich der Meinung bin, dass man mit der richtigen Attitüde alles tragen kann, aber das finde ich persönlich nicht so schön und leider sieht man das so super oft - und ganz oft geht es schief.

Was war Ihr eigener größter Fashion-Fauxpas?

Simonetti: Ich glaube andere Menschen würden da viel bei mir kritisieren, aber ich glaube daran, dass jeder Look seinen Moment hatte und seinen Zweck erfüllt hat - was nicht heißt, dass ich es heute genauso tragen würde. Aber meinen Spaß hatte ich immer und das ist mir persönlich am Ende viel wichtiger, als immer super auszusehen und allen zu gefallen.

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