VG-Wort Pixel

Eklat um den SemperOpernball: Judith Rakers steigt aus – Mareile Höppner übernimmt

Judith Rakers an der Seite von Hans-Joachim Frey, dem Chef des SemperOpernball
Judith Rakers an der Seite von Hans-Joachim Frey, dem Chef des SemperOpernball
© imago images/Sven Ellger
Moderatorin Judith Rakers hat über Instagram betont, dass sie unbedingt aus dem "noch bindenden Vertrag" mit dem SemperOpernball herauswill.

Skandal um den SemperOpernball 2020: Erst verlor die ursprüngliche Moderatorin Sylvie Meis ihr Engagement, weil zu viel Kritik an ihren angeblich "zu freizügigen Kleidern" gab – jetzt möchte ihre Nachfolgerin Judith Rakers sich dringend von dem Event distanzieren, 

Eigentlich sollte "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers (44) an der Seite von Roland Kaiser (67) den diesjährigen SemperOpernball am 7. Februar moderieren. Doch dann ehrte Ballchef Hans-Joachim Frey (54) den höchst umstrittenen ägyptischen Machthaber Abdel Fattah al-Sisi (65) mit dem goldenen St.-Georgs-Orden. Während Rakers nach dieser Ehrung via Twitter noch offen überlegte, was das für ihre Moderation des Opernballs bedeuten könnte, hat sie nun ein Update geliefert - und tut inzwischen alles, um aus dem "noch bindenden Vertrag" zu kommen, wie sie bei Instagram schreibt.

So habe sie "den Semperopernball e.V. in den vergangenen Tagen um Auflösung des Vertrages gebeten. [...] Ich warte seitdem auf Zustimmung des Ballvereins, die bisher nicht erfolgt ist." Sie wolle folglich auf sämtliches Honorar verzichten - "auch für bereits geleistete Arbeit", heißt es weiter.

View this post on Instagram

Liebe Insta-Freunde, liebe Freunde des Semperopernballs. Viele von Euch fragen nach, wie ich mich entschieden habe in Sachen Semperopernball. Ich möchte hier weiterhin transparent vorgehen: Ich habe den Semperopernball e.V. in den vergangenen Tagen um Auflösung des Vertrages gebeten und habe angeboten, auf jegliches Honorar - auch für bereits geleistete Arbeit - zu verzichten, wenn der Ballverein mich im Gegenzug aus dem noch bindenden Vertrag entlässt. Der übertragende ARD-Sender MDR, dem ich mich in besonderer Weise verpflichtet fühle, versteht meine Position und ist mit meinem Vorgehen einverstanden. Ich warte seitdem auf Zustimmung des Ballvereins, die bisher nicht erfolgt ist.

A post shared by Judith Rakers (@judith_rakers) on

Kollegen stehen ihr bei

Rückendeckung für ihre Entscheidung bekommt sie vom Sender MDR, der die Veranstaltung übertragen wird. "Wir halten diese Ehrung für falsch und distanzieren uns ausdrücklich davon. Der MDR steht für freien und unabhängigen Journalismus, Meinungsfreiheit und Toleranz. Leider steht Herr al-Sisi genau dafür nicht", ist auf der MDR-Seite zu lesen.

Co-Moderator Kaiser hatte nach der Preisvergabe an al-Sisi ebenfalls Konsequenzen angekündigt, dem Vernehmen nach wird er aber weiterhin als Moderator fungieren.

Auf Seiten des Opernballs wurde ebenfalls ein Statement veröffentlicht, in dem es unter anderem heißt: "Wir möchten uns für diese Preisverleihung [an al-Sisi, Anm. d. Red.] entschuldigen und davon distanzieren. Die Verleihung war ein Fehler." Wer anstelle von Rakers die Moderation übernehmen könnte, ist noch nicht bekannt.

+++ UPDATE - Mareile Höppner wird den Ball moderieren +++

Inzwischen wurde bekannt, dass Brisant-Moderatorin Mareile Höppner die Moderation von Judith Rakers übernehmen wird. „Mit Mareile Höppner kehrt eine gute Bekannte und Freundin des Opernballes zurück“, sagte Ballchef Hans-Joachim Frey dazu, berichtet die "Süddeutsche". Mareile Höppner hatte den Ball bereits 2016 an der Seite von Designer Guido Maria Kretschmer moderiert. 

SpotOnNews

Mehr zum Thema