Slowenien: So gelingt ein abwechslungsreicher Trip

Mit einer Reise durch den Westen Sloweniens zeigt sich das Land von seiner facettenreichen Seite. Diese Orte sollte man nicht verpassen.

Die grüne Idylle im Nationalpark genießen, entspannt durch die Hauptstadt schlendern oder an der Küste die Seele baumeln lassen: Wer in seinem Urlaub abwechslungsreiche Tage genießen möchte, ist in Slowenien bestens aufgehoben - dafür müssen nicht einmal lange Wege in Kauf genommen werden. Bei einer Tour durch den Westen des Landes, der sich zwischen den östlichen Alpen und der nordöstlichen Adria erstreckt, zeigt sich die Vielfalt Sloweniens in besonderem Maße.

1. Bled und Triglav Nationalpark

Erster Stopp: Bled. Der malerische Luftkurort im Nordwesten des Landes liegt am Bleder See, ein Alpensee, der die einzige Insel Sloweniens beheimatet. Diese erreicht man am besten mit einer traditionellen Pletna. Die Holzboote mit bunten Leinendächern werden von Bootsführern, den sogenannten Pletnars, allein durch zwei lange Ruder betrieben. Bei gemütlichem Tempo sorgt die halbstündige Fahrt mit Sicht auf die umliegenden Berge und ihrer Spiegelung auf der Seeoberfläche für wohltuende Entspannung. Auf der kleinen Insel führt eine steile Treppe zu der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, von deren Glockenturm aus man freien Blick auf den See hat. Auch von der auf einem Felsen thronenden Bleder Burg aus dem 11. Jahrhundert, die heute ein Museum, eine Kapelle und eine Druckerpresse beherbergt, kann die Sicht von oben genossen werden.

Von Bled aus erreicht man in wenigen Minuten die Vintgar-Klamm nahe Gorje. Die Radovna hat die 1,6 km lange Felsenschlucht zwischen den senkrechten Wänden der Berge Hom und Borst eingekerbt. Der Fluss bietet mit zahlreichen Wasserfällen, Gumpen und Stromschnellen, in denen das Wasser ständig eine andere Farbe annimmt, einen abwechslungsreichen Anblick. Die Klamm kann über Holzstege entlang gewandert werden, am Ende wartet der 13 m hohe Wasserfall Sum.

Gen Westen hin erstreckt sich von Bled aus der Triglav Nationalpark. Der beste Ausgangspunkt, um das größte Schutzgebiet und den einzigen Nationalpark Sloweniens zu erkunden, ist das kleine Örtchen Ukanc nahe des Bohinj Sees. Letzterer lockt mit glasklarem Wasser, unbebauten Ufern und imposanten Felswänden. Wenn man den Bohinj schwimmend oder per Stand-up-Paddle-Brett, Kanu oder Kajak bestens erkundet hat, warten weitere Ausflugsziele wie der 78 Meter hohe Savica-Wasserfall mit seinem smaragdgrünen Wasser oder der Vogel, dessen Gipfel per Seilbahn zu erreichen ist und eine herrliche Aussicht auf die Julischen Alpen verspricht.

2. Ljubljana

Raus aus der Natur, rein in das geschäftige Stadtleben: Etwa zwei Stunden von Ukanc entfernt liegt die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Sloweniens (rund 280.000 Einwohner): Die Altstadt Ljubljanas kann gut zu Fuß erkundet werden. Orientierung bietet die Ljubljanica. Entlang des Flusses können Ljubljanas schönste Brücken (Drachenbrücke, Schusterbrücke oder die Drei Brücken) überquert und die wichtigsten Gebäude (Franziskanerkirche, Rathaus) erkundet werden. Bei einem Café-Besuch (etwa in der Konditorei Lolita) dann endlich den traditionellen Leckerbissen Sloweniens genießen: Prekmurska Gibanica. Der in vier Lagen gebackene Strudel (Mohn, Quark, Nuss, Apfel) wird warm und kalt serviert.

Shopping-Wünsche werden in der Mestni Trg erfüllt. Kleine Geschäfte und schicke Boutiquen haben den Platz und die umliegenden Gassen eingenommen. Abends werden die Restaurants und Bars direkt am Fluss mit Leben erfüllt. Oder man begibt sich am späteren Abend etwas abseits des Stadtkerns: Das alternative Kulturzentrum Metelkova ist in einem alten Kasernenkomplex entstanden, den Künstler mit Farbe, Kacheln und allerlei Utensilien in ein Kunstwerk verwandelten. Heute sind dort Musikclubs und Bars untergebracht. Wie könnte man sich besser verabschieden, als mit einem letzten Blick von oben? Von der Burg Ljubljanas aus, ein Fußweg, aber auch eine Standseilbahn führt einen zum Ziel, wird dieser Wunsch erfüllt.

3. Postojna und Piran

Der Stadt entfliehen und die Meeresbrise auf der Haut spüren: Der weitere Weg führt an die Küste Sloweniens. Auf dem Weg Richtung kühles Nass ein Zwischenstopp gefällig? Die Höhle von Postojna wurde im Jahr 1819 erstmals für Touristen geöffnet und gehört heute zu den bekanntesten weltweit. Das gesamte Tropfsteinhöhlensystem ist 24 Kilometer lang, mit dem unterirdischen Zug werden Besucher auf einer 3,5 km langen Strecke ins Innere gefahren. Ein Höhlenführer begleitet sie anschließend auf einem 1,5 km langen Weg an den spektakulären Tropfsteinformationen vorbei.

Am 48 km langen Küstenstreifen Sloweniens kann die Wahl des Ortes den Bedürfnissen entsprechend getroffen werden. Während Portoroz für alle Badeurlauber das Richtige ist, besticht das kleine Hafenstädtchen Piran auf der gleichnamigen Halbinsel mit einer pittoresken Altstadt. Einen Überblick über die Stadt verschafft man sich am besten vom Turm der Kirche St. Georg aus. Ebenfalls etwas oberhalb der Altstadt befindet sich das Minoritenkloster Pirans, in dessen Innenhof man die Ruhe genießen kann. Vom Tartini Platz aus, an dem auch ein kleiner Hafen grenzt, zweigen die engen Gassen mit ihren bunten Häusern ab. Im Norden der Halbinsel kann sich von der Erkundungstour erholt und endlich ein Sprung ins Wasser genehmigt werden.

Ein letzter Abstecher auf der Tour lohnt sich in Sloweniens Nachbarland: Im Norden grenzt die slowenische Adriaküste an Italien. Nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt liegt die Küstenstadt Triest. Das "kleine Wien am Meer" besticht durch prunkvolle Bauten gepaart mit italienischem Dolce Vita. Triest ist durch seine Funktion als Importhafen für Rohkaffee besonders für seine Kaffee-Tradition bekannt. Neben Pizza, Pasta und Wein ist also eine Tour durch die fünf historischen Kaffeehäuser wie das Café San Marco Pflicht. Ein besonders schöner letzter Blick auf das Meer wartet am Schloss Miramare. Die auf einem Felsvorsprung direkt am Meer errichtete Residenz der Habsburger, von Triest aus mit einem Linienschiff zu erreichen, fasziniert mit ihrer Architektur, ihrer Geschichte und ihren ausgedehnten Gartenanlagen - die vielen Eindrücke der Reise können dort bestens Revue passiert werden.

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