Spielberg-Streit: Das sagt Netflix zu seinem gewünschten Oscar-Verbot

Nicht jeder teilt Steven Spielbergs Meinung, dass Filme von Streaminganbietern bei den Oscars verbannt gehören - Netflix zum Beispiel.

Haben Filme, die nicht für die große Leinwand produziert werden, einen Platz bei den Oscars verdient? Nein, findet Regie-Ass Steven Spielberg (72, "Ready Player One"). Ginge es nach ihm, sollten etwa Netflix-Produktionen nicht mehr für die Academy Awards zugelassen werden. Ein Umstand, der besagtem Streaminganbieter selbstredend überhaupt nicht schmeckt. Und so konterte das Unternehmen nun Spielbergs Aussagen, jedoch ohne ihn direkt beim Namen zu nennen.

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So heißt es auf dem offiziellen Twitter-Account von Netflix: "Wir lieben Kino. Hier einige Dinge, die wir ebenfalls lieben: Zugang für Menschen, die es sich nicht immer leisten können ins Kino zu gehen. Oder in einer Stadt leben, in der es keines gibt. Jedem rund um den Globus denselben Starttermin genießen zu lassen. Den Filmemachern mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Kunst zu teilen. Diese Dinge schließen sich nicht gegenseitig aus."

Stein des neuerlichen Anstoßes war der Netflix-Film "Roma" von Alfonso Cuarón (57), der Ende Februar zehn Oscar-Nominierungen in drei Auszeichnungen ummünzen konnte. Im Interview mit der US-Seite "Indie Wire" ärgerte sich Spielberg unverhohlen über diesen Umstand: "Hat man sich einmal dem TV-Format verschrieben, ist es nun mal ein Fernsehfilm. Und für die gibt es die Emmys. Die Oscars sind für Kinofilme." Zudem monierte er, dass diese Filme "im Höchstfall eine Woche im Kino [laufen], um sich für eine Oscar-Nominierung zu qualifizieren."

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