Der neue "Star Wars" gehört den Frauen - zum Glück!

Der Hype ist nicht aufzuhalten: Der neue Star-Wars-Film hat praktisch alle Kinos der Welt übernommen und bricht Einspielrekorde. Aber muss man den wirklich gesehen haben? Unbedingt - und das selbst, wenn man kein Science-Fiction-Fan ist!

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Was ist passiert?

Star Wars, mal wieder. Überall. Nicht nur im Kino, sondern praktisch von jeder bedruckbaren Fläche lacht einen diese Tage das Star-Wars-Logo an. Jeder neue Teil wird als so gewaltiges Spektakel gestartet, dass man fast vergessen könnte, dass es eigentlich "nur" um einen Film geht.

Und? Lohnt der Kinobesuch?

Wer Kinder hat, wird diese Frage vermutlich gar nicht erst stellen, weil er den Film a) schon gesehen hat, oder b) täglich angebettelt wird, endlich mit Nachwuchs reinzugehen. Ignorieren unmöglich!

Hm. Ich habe keine Kinder im geeigneten Alter und bin erwachsen - also, vermeiden, oder?

Auf keinen Fall! Hinter der ganzen Vermarktung steckt tatsächlich ein überraschend erwachsener, politischer und fast sogar - wagen wir es zu sagen? - anspruchsvoller Film. Regisseur Rian Johnson traut sich, die große Mythologie um den Krieg der Sterne total zu demontieren und ganz neu zu erfinden. Viele eingeschworene Fans der Reihe nehmen ihm das ganz schön übel - alle anderen sind allerdings begeistert.

Mein Partner drängelt und will da unbedingt mit mir rein. Auf was muss ich mich denn so gefasst machen?

Bestenfalls auf eine angenehme Überraschung - natürlich ist auch "Die letzten Jedi" ein klassisches Weltraummärchen, und das ist nicht jedermanns Sache. Aber wer mit Laserschwertern und absurden Aliens nicht viel anfangen kann, kriegt trotzdem viel geboten: Klassisches Drama zwischen den Charakterdarstellern Laura Dern und Oscar Isaac. Eine harte Abrechnung mit romantisiertem Heldentum. Und die Erkenntnis: Selbst in der Märchen-Version von Krieg kann man nicht ganz klar zwischen "gut" und "böse" unterscheiden.

Huch? Das klingt jetzt sehr erwachsen. Kann ich da überhaupt mit meinem Kind rein?

Klar, keine Sorge, ist weiter ein Kinderfilm. Eine Google-Suche nach dem Wort "Porg" sagt jetzt mehr als tausend Worte.

Also, Klartext: Da gibt's mehr als Männer, die mit Laserpistolen aufeinander ballern?

Ha! Und wie! In diesem Teil haben endgültig die Frauen die Kontrolle über "Star Wars" übernommen. Man könnte jetzt sogar (ohne zu spoilern) sagen, dass es fast ständig um Frauen geht, die Männern zeigen, wieso "Draufballern und im Zweifel halt Heldentod sterben" einfach ein schlechter Lösungsansatz ist. Neben Daisy Ridley als Rey und Gwendoline Christie als Captain Phasma, beeindrucken vor allem Newcomerin Kelly Marie Tran als optimistische Rosie, Laura Dern als undurchsichtige Befehlshaberin Holdo - und natürlich die unvergessene Carrie Fisher in ihrem letzten Auftritt.

Das klingt ja fast ... feministisch?

Ja, das ist es auch. Zum ersten mal sind Frauen wirklich komplett gleichwertig in einem Star Wars Film, sowohl von dem, was sie tun, als auch rein zahlenmäßig. Man könnte den Film sogar fast zusammenfassen mit "Hättet ihr mal den Frauen um euch herum einfach mal zugehört, Männer ... "

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