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Alena Gerber: "Wir Mädels sind viel mehr wert als 'die Frau von...' zu sein"

Alena Gerber
© Thomas Niedermueller / Getty Images
Alena Gerber (30) spricht auf Instagram endlich Klartext und und fragt sich: In was für eine Zeit sind wir geraten? Ihre starke Message wettert damit gegen die "Laura Müller"-Generation.

"Früher haben Frauen noch gekämpft"

"In was für eine Zeit schlittern wir eigentlich?", beginnt Alena Gerber ihren Instagram-Post und nutzt ihre Plattform, um endlich mal Frust abzulassen. Der Grund ist ihre Sorge um die Generation, die gerade heranwächst. "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir derzeit die schwächste Generation seit den 50er Jahren großziehen", schimpft Alena. Damit richtet sie ihre Worte vor allem an die Mädchen, die sich gnadenlos auf Instagram präsentieren und in Szene setzen. Die, die für Likes halbnackte Bilder zeigen – wie eine Laura Müller?

Wenn sich eine Frau auf Instagram mit Doktorurkunde präsentiert, bekommt sie weniger Likes, als wenn sie ein halb nacktes Bild postet, für das man sich vor einigen Jahren noch geschämt hätte, wenn es an die Öffentlichkeit gelangt wäre. 

Das hat nicht nur gesessen, da ist auch mächtig was dran. Knappe Bikinis und kurze Röcke dominieren die Bilder vieler junger Mädchen. Die Selbstpräsentation und das Verlangen nach Anerkennung haben neue Ausmaße angenommen und sie ernähren sich von Instagram. Alena hat besonders davor Angst, dass nicht nur das Ansehen dieser Generation, sondern auch der Feminismus stark darunter leidet.

Früher haben die Frauen dafür gekämpft eigenständig wahrgenommen zu werden, die heutige Generation schreibt in ihre Instagram-Biografie "Wifey of" (...) Heutzutage wünschen sich junge Menschen, an allererster Stelle Youtuber zu werden, gefolgt von Darstellern auf anderen sozialen Medien. Berufe wie Ärztin oder Lehrer kommen in aktuellen Rankings fast nicht mal mehr vor.
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Macht die Augen auf, Mädels!

Als Beispiel nennt sie Laura Müller, die bald bei der RTL-Show "Let's Dance" mitmachen darf. Alena Gerber wisse nicht, ob wir uns alle auf eine rosige Zukunft freuen können, wenn dieser Irrsinn zum Standard werden würde – oder es schon längst ist. Am Ende ihrer starken Botschaft fordert Alena die jungen Mädchen dazu auf, den Instagram-Post zu teilen, zu kommentieren und Profile zu markieren – in der Hoffnung, dass sich die Message verbreitet und sich schnell etwas ändert. 

Instagram: Unfollow – Nena Schrink
© PR

Mehr zu dem Thema findet ihr auch in dem Buch "Unfollow : Wie Instagram unser Leben zerstört" von Nena Schink. 

Verwendete Quellen: Instagram

cr

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