Alison Brie in "Die Verlegerin" - Gewohnheitstier auf neuen Wegen

Sie war lange erfolgreich als Seriendarstellerin - bis Steven Spielberg kam. Alison Brie verließ ihre Komfortzone und landete eine große Filmrolle.

Serien drehen ist wie ins Büro gehen

Alison Brie kann Abwechslung in etwa so gut gebrauchen wie Keuchhusten. Ein Gewohnheitstier erster Güte sei sie, sagt die Schauspielerin, "das geht schon beim Frühstück los:

Ich trinke immer meinen weißen Tee aus losen Blättern und esse einen Apfel mit Mandelbutter.

Und weil sie ihre Regelmäßigkeiten braucht, fühlt sie sich beim Fernsehen auch so gut aufgehoben. Denn Serien drehen, das ist ein bisschen wie ins Büro gehen - die Tage sind einander verblüffend ähnlich.

Alison Bries Rollen als Seriendarstellerin

Dafür sind die Rollen, mit denen sich Brie, als Alison Brie Schermerhorn geboren und aufgewachsen in Los Angeles, von den Brettern eines jüdischen Gemeinschaftszentrums in die erste Reihe gespielt hat, dann wieder erstaunlich unterschiedlich.

In "Mad Men" hatte sie vor zehn Jahren ihren ersten großen Serien-Aufschlag, als 60er-Jahre-Ehefrau eines Werbefuzzis. Gefolgt von der Erwachsenenbildungs-Comedy "Community", wo sie sich in Drehpausen mit Pupswitzen einen Namen machte. Um dann schließlich in "Glow" eine Pro-Wrestlerin zu spielen und für den Golden Globe nominiert zu werden - und es durchtrainiert auf das Cover von "Women’s Health" zu schaffen.

Neue Herausforderung: Neben Meryl Streep in "Die Verlegerin" zu spielen

Aber die "verrückteste halbe Stunde meines Lebens" erlebte die 35-Jährige vor einem Jahr, als sie plötzlich Steven Spielberg am Telefon hatte. Sie hatte für eine Rolle in dem Kinofilm "Die Verlegerin" vorgesprochen, eigentlich nur, um ein paar Erfahrungen zu sammeln. Und dann rief der Regisseur an und teilte ihr mit, dass er sie haben wollte für die Rolle der Lally Weymouth, der Tochter der legendären "Washington Post"-Verlegerin Katharine Graham.

Deren Zeitung drohten Anfang der 70er rechtliche Konsequenzen, wenn sie geheime Regierungspapiere zur Berichterstattung nutzen würde. Diese Mutter wird gespielt von Meryl Streep, der vielleicht größten lebenden Schauspielerin überhaupt. Und das war, sagt Brie, "surreal. Du sitzt ihr gegenüber und denkst: Okay, was kann ich jetzt falsch machen?"

Die Furcht war unbegründet. Dieser Film wird Brie zwingen, endlich die gewohnten Serienpfade öfter zu verlassen. Beim Kino sind die Arbeitszeiten allerdings deutlich unregelmäßiger.

Brigitte 05 / 2018

Wer hier schreibt:

Stephan Bartels

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