Klemme dran, Nase frei?! Der Mini-Inhalator "Aspiraclip" aus "Die Höhle der Löwen" im Test

Wie gut ist der Mini-Inhalator "Aspiraclip" aus "Die Höhle der Löwen"? Zwei Redakteurinnen von BRIGITTE.de haben den Mini-Inhalator getestet.

Der "Aspiraclip": An die Nase klemmen und durchatmen?

Mit dem "Aspiraclip" präsentieren die Gründer Vinh-Nghi Tiet (34) und Wolfgang Kleiner (56) den "Löwen" eine Weltneuheit: den Mini-Inhalator für den Alltag.

  • Ob Zuhause, im Büro oder auf Reisen, das Produkt soll überall genutzt werden können und bei zahlreichen Beschwerden helfen: Erkältung, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit und Stress.
  • Der ergonomische Clip aus medizinischem Silikon wird in die Nase eingeführt und verströmt aus integrierten Speichern ätherische Öle wie Eukalyptus, Lavendel oder Limette, die zur Entspannung beitragen oder bei Erkältungen helfen sollen.
  • Wie lange der Nutzer den Clip tragen möchte, kann er selbst nach Wohlempfinden entscheiden - ob zehn Minuten oder zwei Stunden, alles ist möglich. Nach dem Öffnen ist der "Aspiraclip" drei Wochen haltbar und kann in der wiederverschließbaren Packung aufbewahrt werden.
  • Bisher haben die Gründer 1,3 Millionen Euro investiert. Sie haben in Brandenburg eine Produktionsstätte mit fünf Spezialmaschinen aufgebaut. Das Patent und die  medizinische Zulassung wurden erteilt.

Wittern die Löwen ein Geschäft und investieren die gewünschten 600.000 Euro? Die Berliner würde dafür zehn Prozent an ihrem Unternehmen abgeben.

Der "Aspiraclip" in der "Höhle der Löwen": ein harter Kampf 

In der "Höhle der Löwen" legen die Gründer einen selbstbewussten Auftritt hin – und können tatsächlich das Interesse der "Löwen" wecken.

Jurorin Judith Williams steigt sofort der Duft der ätherischen Öle in die Nase: "Der ist ja winzig klein und weich. Es ist natürlich etwas komisch, etwas in der Nase zu haben, aber so gehe ich ja nicht einkaufen." Allerdings vermisst sie den beim Inhalieren üblichen Dampf zum Befeuchten der Schleimhäute: "Das Inhalieren durch Dampf tötet die Keime und das ist das Wichtigste. Für jemanden mit ständig verstopfter Nase oder seltsamen Gerüchen in der Nase ist das vielleicht ein Produkt mit mehr Aha-Effekt. Ich bin da vielleicht einfach der falsche Kunde. Deswegen ist das heute leider nicht mein Business Case."

Frank Thelen findet den "Aspiraclip" zwar interessant, jedoch ist er mit der Bewertung der Gründer nicht einverstanden: "Das kann ein großartiges Produkt sein, ich kann das aber schwer einschätzen. Dafür ist mir ehrlich gesagt das Risiko zu groß, jetzt auf einer 5,4 Millionen Euro-Bewertung einzusteigen. Aus dem Grund steige ich aus."

Die "Löwen" fordern das Dreifache!

Ralf Dümmel hingegen ist begeistert von dem Produkt. "Ich finde, und da bin ich nicht allein, das Thema unglaublich. Der kleinste Inhalator für so viele Themen, für Erkältung, für das Immunsystem, gegen Kopfschmerzen, Migräne, gegen Stress, gegen Schlafstörungen, das ist wirklich so umfangreich und sehr angenehm in der Nase – da haben Sie einen erstklassigen Job gemacht! Und noch dazu haben Sie unendlich viele Möglichkeiten, das auszuweiten." Er bietet zusammen mit Carsten Maschmeyer einen Deal an. Die "Löwen" sind sich einig: "Wenn einer Ahnung hat, wie man da Geld draus macht, dann sind wir das!"

Allerdings ist auch Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer die Bewertung viel zu hoch. Sie machen den Gründern ein Gegenangebot. Carsten Maschmeyer erläutert: "Da wir sehr viel Arbeit investieren müssten und die Bewertung ohnehin viel zu hoch ist, wollen wir gar nicht lange diskutieren. Es gibt nur ein Angebot: 30 Prozent und Sie bekommen die 600.000 Euro."

Dagmar Wöhrl hätte zwar auch Interesse am "Aspiraclip". Allerdings will sie Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer an dieser Stelle nicht in die Quere kommen und steigt darum aus.

Die Gründer kommen heftig ins Grübeln und verlassen die "Höhle der Löwen" erst einmal, um sich zu beraten. Als sie zurückkehren, sagen sie "Nein". Allerdings machen sie Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer ein neues Angebot: "Wir haben uns vorher schon eine gewisse Grenze gesetzt und das war 15 Prozent für 600.000 Euro. Das ist unsere Schmerzgrenze gewesen, denn es stecken dreieinhalb Jahre richtig viel Arbeit da drin." Platzt jetzt der Deal?

Von wegen! Dümmel und Maschmeyer zeigen sich kompromissbreit, denn, so Ralf Dümmel: "Da hängt unser Herz dran." Carsten Maschmeyer verkündet das neue Angebot: "Wir wollen Ihnen die letzte Brücke bauen, weil Sie, glaube ich, den Vertrieb noch völlig unterschätzen. Deswegen wäre unser letztes Angebot 25 Prozent." Ralf Dümmel  ergänzt: "Und wir lassen keinen Auftrag scheitern, Working Capital ist kein Problem". Maschmeyer macht es konkret: "Wir könnten sagen, dass wir eine Million geben. Also 25 Prozent, 600.000 Euro cash, bis zu 400.000 Euro Working Capital – das ist das letzte Angebot." Schlagen die so heftig umworbenen Gründer jetzt zu?

Nein, noch einmal müssen Sie sich beraten. Doch als sie zurückkommen, sind Vinh-Nghi Tiet und Wolfgang Kleiner sich doch einig: Sie haben auf ihr Bauchgefühl gehört und akzeptieren den Deal!

"Das werden Sie nicht bereuen", verspricht Maschmeyer. 

Wie gut ist der Mini-Inhalator? Wir haben den „Aspiraclip“ getestet!

Redakteurin Ann-Christin meint: "Klein, aber oho! Ich bin schon von klein an ein von Kopfschmerz geplagter Mensch. Ob ein leichter Spannungsschmerz oder die richtig dicke Migräne – Kopfschmerzen gehören zu meinem Alltag dazu. Klar, dass ich die perfekte Testperson für den Mini-Inhalator war. Die Anwendung ist kinderleicht und die kleine Silikonspange liegt nahezu unsichtbar in der Nase, wodurch ich ihn immer und überall anwenden kann. Dafür gibt es schon mal ein Pluspunkt. Die ersten paar Anwendungen waren allerdings ganz schön hart. Die ätherischen Öle sind so intensiv, dass sie mir jedes Mal die Tränen in die Augen trieben. Mit der Zeit wurden sie zum Glück schwächer und die Dämpfe entfalteten ihr ganzes Können. Meine richtig starken Kopfschmerzen konnten sie zwar nicht lindern, dafür hatte ich nach einem leichten Schnupfen immer eine freie Nase. Und das ist doch auch schon einmal etwas. Ich behalte den Inhalator also in der Tasche, schließlich steht der Winter vor der Tür."

Redakteurin Saskia berichtet: "Ich habe den Mini-Inhalator meinem Freund Flo (29) zum Testen gegeben. Er leidet öfter unter Druck auf den Nebenhöhlen und klagte jetzt noch über eine akut verstopfte Nase – das perfekte Versuchs-Objekt! Grundsätzlich ist er bei Erkältungen ohnehin Inhalier-Fan, war allerdings angesichts der etwas skurrilen Optik des Mini-Inhalators zunächst skeptisch. Die Fühl-Probe fiel aber gleich positiv aus: Das weiche Material liegt gut in der Hand und das ganze Teil sitzt ebenso angenehm in der Nase. "Drückt das nicht?", fragte ich ihn. – "Nee, ist wie 'ne Brille – wenn du dich einmal dran gewöhnt hast, ist alles gut", bekundet Flo nach fünf Minuten Tragezeit. Zwei Stunden später das erste Fazit: "Ich hab' gedacht, das wäre penetranter, aber der Geruch ist total subtil. Man merkt aber relativ schnell, dass alles frei wird." Anders als etwa bei einem Nasenspray gebe es keinen Knack-und-alles-frei-Moment, sondern eher einen allmählichen Effekt. Vorteil gegenüber Erkältungsöl oder Tiger-Balsam: Tränende Augen durch unangenehme Schärfe bleiben aus. "Es ätzt nicht so", findet Flo. Punktabzüge gibt es aus seiner Sicht einzig für das Verpackungsdesign. "Spricht mich nicht an, ich hätte nicht zugegriffen." Aber nun ist das Teil ja schon mal hier – und siehe da: Auch am Folgetag (und am Tag danach) greift er wieder zum Mini-Inhalator – ganz freiwillig."

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mh
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