Knick-Knack & Ego-Sucht: Die Bachelorette ist so wuschig wie noch nie!

Da soll noch mal einer sagen, das Leben als Rosenkavalierin sei leicht: Statt sich willig mit ihr zu vergnügen, lässt nicht jeder Bubi die Bachelorette sofort ran. Da hilft es auch nichts, dass sie sich dauerspitz jedem an den Hals wirft ...

Freunde, ich muss euch ein Geständnis machen: Ich bin fremdgegangen! Während ich mir im Urlaub die Sonne auf den Bauch scheinen ließ (und die Kolumne geschwänzt habe – sorry for that!), habe ich mal geschaut, was im TV sonst noch so akute Magen-Darm-Symptome auslöst. Kurz: Ich habe Paradise Hotel geguckt und jede einzelne Minute davon in vollen Zügen genossen. Jetzt fragt ihr euch sicher: Was hat das pseudo-paradisische Hotel, was die Rosenkavalierin nicht hat? Die Antwort ist leicht: Jede Menge Flitzpiepen, die sich im Fünf-Minuten-Takt besteigen und dabei dümmer sind als alle Yannics, Johanneschs und Völzis zusammen. Klingt furchtbar, ist es auch – und genau deswegen sooo gut. 

Bevor ich aber vor lauter Begeisterung für die Volksverblödung 2.0 das Trash-Ufer wechseln konnte, hat mich Gerdi auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und im Halbfinale der Rosen-Show bewiesen, dass sie dem Bums-Hotel in Sachen Besteigen in nichts nachsteht.

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Aber – as always – von Anfang an:

Bevor Gerdi ihre letzte Rose vergeben und zumindest zwei Wochen lang total in love sein muss, werden die verbliebenen drei Bubis noch mal auf Herz und Nieren geprüft. Und wobei könnte man das besser tun als bei einem wilden Ritt auf den Seychellen? Die Bachelorette hat also vier Pferdchen organisiert (Was habt ihr bitte gerade gedacht!? Ihr Ferkel!), um ganz romantisch über den Strand zu galoppieren. Tim ist allerdings so semibegeistert von dem ultramännlichen Date. "Ich bin noch nie geritten. Ich habe keine Ahnung, wie das funktionieren soll." Keine Sorge lieber Tim, Gerda kann dir bestimmt zeigen, wie das mit dem Reiten funktioniert ...

Hoppehoppereiter: Keno, Marco und Tim müssen Gerdi mit ihren Reitkünsten überzeugen.

Nach einer kurzen Nachhilfe-Stunde hoppereitern die Schnittblumen-Wendy und ihre drei Lucky Lukes für Arme schließlich munter auf der Insel auf und ab, bis es Gerdi nicht mehr aushält. Es sind bereits fünf Minuten vergangen und noch immer kniet keine Flitzpiepe vor ihr, um ihr zu sagen, wie geil sie ist.

Bätschi-Hengst Keno macht die Gerdi glücklich

Keno und Gerda können die Finger nicht voneinander lassen.

Höchste Zeit also, dass bei den berüchtigten Dreamdates nachzuholen – und das erste Opfer für diese Mission ist Keno. Mit dem gewohnten RTL-Shuttle aka Helikopter geht es für beiden auf eine kleine Insel. Die Aussicht aus dem Hubschrauber ist natürlich phänomenal, davon bekommen die beiden allerdings nicht viel mit, denn ihre feuchte Racheninspektion ist in vollem Gange. Die beiden tauschen so viel Speichel aus, dass man damit locker den ein oder anderen Brand im Amazonas löschen könnte. 

Was den Brand, den unsere dauerspitze Gerdi jenseits der Gürtellinie zu spüren scheint, betrifft, helfen hingegen nur zwei Dinge: Keno und gaaanz viel Ego-Gepuschel. Nach einer kleinen Paar-Massage und den im RTL-Vertrag obligatorischen Abendessen will es die Schnittblumen-Barbie deswegen endlich wissen. Kurzerhand werden alle unnötigen Textilien ins Jenseits befördert und Keno im Pool zum Rapport gebeten. 

Während ihm Gerdi gierig die Zunge in den Hals steckt, darf er ihr erzählen, wie scharf sie ist. Und es ist ein bisschen so, als würde man einen zweitklassigen Amateur-Porno schauen: Jedes Adjektiv, das Keno über die Lippen kommt (Was angesichts der wilden Leckerei an ein Wunder grenzt), macht Gerdi wuschiger und wuschiger, bis ...

Dieses Grinsen sagt mehr als tausend Worte ...

... die beiden schließlich in der Kiste landen. Was in den Stunden, in denen die eifrigen Kameraleute mal ein Käffchen trinken durften, wirklich passiert ist, wird natürlich nicht en detail verraten, nur so viel: "Ein Gentleman schweigt und genießt, aber der ein oder andere kann sich sicher denken, was passiert ist!" Für den Fall, dass ihr nicht zu "den ein oder anderen" gehört, übersetze ich hier mal kurz: "Ich bin kein Gentleman, sondern will es in die ganze Welt hinaus tratschen – ich habe Gerdi weggezimmert." Herzlichen Glückwunsch dazu!

Deeptalk statt Knick-Knack: Das böse Paradies crasht das Date mit Marco

Trotz Schmalztolle: "Versicherungsfutzi" Marco kann Gerda nicht bezirzen.

Ganz so rosig läuft das zweite Dreamdate dafür leider nicht. Gerdi lädt Marco alias das ungeliebte Kind der Wollnys zu einem Trip auf dem Katamaran ein. Allerdings scheint sich der ganze indische Ozean gegen die beiden verschworen zu haben. Nicht nur, dass sich das Meer von seiner furchteinflößendsten Seite zeigt und in Gerdi die blanke Angst aufsteigen lässt, dort hineinzuspringen (Dieses türkisblaue, kristallklare Wasser ... DAS ist der Stoff, aus dem Horrorfilme gemacht werden!), die krasse Strömung führt auch noch dazu, dass die beiden ganze 1,5 Meter vom Bötchen wegtreiben.  +++SOS!+++KÜSTENWACHE, BITTE KOMMEN+++SOS!

Puh, von diesem Schock müssen sich die Rosenbarbie und die Schmalztolle erst einmal erholen. Doch auch das romantische Dinner unter dem RTl-schen Scheinwerferlicht will nicht so recht dazu beitragen, dass die Bachelorette in Fahrt kommt. Da hilft nur noch eins: Deeptalk à la Gerdi!

Gerda: "Wie oft trainierst du eigentlich in der Woche?" 

Marco: "So sechsmal."

Gerda: "Eher Kraft oder Ausdauer?"

Marco: "Früher mehr Kraft, aber dann wirst du ja so dick."

Gerda: "Ja stimmt, und das ist ja fürs Modell echt nicht so toll."

Marco: "Ich habe eher für so für Versicherung gemodelt."

Gerda: "Du siehst auch echt aus wie ein Versicherungsfutzi."

Muahaha! I feel you, Gerdi!

Während Keno und Gerdi zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon das King Size-Bett auseinandergenommen haben, zieht sich das Date mit Futzi Marco ungefähr so zäh in die Länge wie das Einwirken der Hardcore-Blondierung auf Gerdis Kopf. Vor lauter Verzweiflung bittet sie den heimlichen Wollny-Spross am Ende immerhin, die Nacht bei ihr zu verbringen. "Um herauszufinden, wie meine Gefühle für ihn sind, muss ich ihm ja näherkommen und mich mit ihm küssen." Da soll noch mal einer sagen, das Leben einer Bachelorette sei leicht. Ich hoffe, sie hat eine ordentliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, wer weiß, ob sie nach diesem Tag noch dazu in der Lage sein wird, willigen Bubis Schnittblumen in die Hand zu drücken.

An die Mama von Tim: Er möchte bitte ganz dringend aus Gerdis Pornoland abgeholt werden. JETZT!

Apropos willig: Einer, der ganz besonders willig sein Dreamdate antritt, ist Tim. NOT! Wie ein Tier, das seinem letzten Gang zur Schlachtbank entgegensieht, wartet er in einem Hotel auf Gerdi, damit sie ihm endgültig den Todesstoß verpasst. Man kann wirklich nicht anders, als Mitleid für den kleinen Timmi zu empfinden. Seine Zeit mit der Rosenkavalierin scheint er als solche Folter zu empfinden, dagegen wäre Guantanamo wohl ein Wellnesshotel für ihn. 

Die mal wieder notgeile Gerda verzweifelt jedenfalls an ihrer Flitzpiepe. Sie tatscht an ihm rum und rückt ihm wieder auf die Pelle, mehr als ein bisschen züchtiger Zungenakrobatik ist aber einfach nicht zu holen – Tim lässt sie nicht ran. Wer kann ihr also verdenken, dass ihr dabei der Geduldsfaden reißt? Schließlich hat ihr RTL versprochen, dass sie alle Kandidaten in Ruhe ausprobieren darf ... "Ich will nicht mit jemandem zusammen sein, der mich nicht anfassen will. Wir kommen gerade einfach nicht voran!" oh oh! 

Armer Tim ... Was tut ihm die Bachelorette nur immer an?

Das Date endet schließlich mit Gesprächen über Kotze und jede Menge alter Schildkröten, die Gerdi zum Glück noch die Liebe geben, die Tim ihr so stur verweigert. Immerhin: Eine Portion kitschiger Komplimente und fleißig auswendig gelernte Liebesbekenntnisse konnte die Rosen-Barbie ihrem leidenden Loverboy dann doch noch entlocken – Gerdis Ego ist also gerettet! Und auch sonst waren die drei "Dreamdates" nicht umsonst: “Man legt sich mit denen ins Bett und zeigt ihnen einen Teil von sich. Deswegen war es mir auch wichtig, jeden der Männer intensivst kennenzulernen." Eine Frau – eine Mission! So geht Feminismus im Jahr Zweitausendtrashundpeinlich!

Kleiner Nachtrag: Ihr fragt euch jetzt sicher, welche beiden Lappen den Sprung ins Rosen-Finale geschafft haben, ne? Keno hat sich bei seinem Date erfolgreich abgearbeitet und eine Schnittblume für die heimische Blumenvase ergattert. Tims Mutter hat es leider nicht rechtzeitig auf die Seychellen geschafft, um ihren Sohnemann aus den wuschigen Fängen der Bachelorette zu befreien, so dass auch er eine Rose angeboten bekommt und somit seinem bitteren Schicksal, noch eine Woche mit Gerdi verbringen zu müssen, entgegensieht. Ob er sich von der böööösen bösen Gerdi doch noch einlullen lässt oder aber spontan seine Eier wiederfindet und ihr das Röschen sonst wo hinsteckt, hat RTL aber leider noch nicht verraten – die Schweine!

In diesem Sinne: Bis nächste Woche!

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