Barbie gibt es bald mit Rollstuhl und Beinprothese

Bye-bye, perfekte Barbie! Bald gibt es die berühmte Puppe auch im Rollstuhl und mit Beinprothese – ein gutes Zeichen für Inklusion und BodyPositivity. Wenn ihr auf das Video klickt seht ihr, was der Hersteller speziell aus Kindersicht damit bezweckt.

Barbie sitzt bald im Rollstuhl
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Pünktlich zum 60. Geburtstag der berühmten Puppe wird die Welt von Barbie dieses Jahr deutlich vielfältiger. Ab Herbst 2019 gibt es Barbie auch im Rollstuhl oder mit einem Prothesenbein in Deutschland zu kaufen. Die Barbie im Rollstuhl "war eine der meist nachgefragtesten Stücke in unserer Kundenhotline", sagt Mattel-Vize-Präsidentin Kim Culmone in einem Interview mit "Teen Vogue". Die neuen Puppen sollen vor allem Kinder ansprechen, die mit einer Behinderung leben.

Außerdem ergänzt Barbie-Hersteller Mattel die berühmte Puppen-Kollektion um Barbies mit weniger großen Brüsten, nicht so schmaler Taille sowie verschiedenen Haut- und Haarfarben.

"Über die Jahre entwickelte sich die Barbie-Fashionistas-Linie immer mehr reflektierend zu der Welt, in der die Mädchen leben", heißt es im offiziellen Post auf dem Barbie-Instagram-Account. Wobei natürlich klar ist, dass es Mattel nicht allein um die Vorbildfunktion geht. Letzten Endes möchte der Spielzeughersteller mit den neuen Puppen natürlich auch seine Umsätze sichern.

Ein gutes Zeichen für Inklusion und BodyPositivity

Dennoch ist die neue Vielfalt der Barbie-Welt eine gute Botschaft, denn sie bedeutet, dass sich mittlerweile mit lebensechten, natürlichen Puppen mehr Geld verdienen lässt, als mit den alten Wespentaillen-"So sollten Frauen aussehen"-Modellen der berühmten Puppe.

All die Mühen der Frauen, die zum Beispiel mit kreativen und mutigen Fotos auf Instagram für einen positiveren Umgang mit dem eigenen Körper und mehr Akzeptanz für unterschiedliche Körperformen kämpfen – Stichwort #BodyPositivity – machen sich mehr und mehr bemerkbar.

Zur Entwicklung der neuen Barbies arbeitete Mattel mit einem Team der Universität von Kalifornien zusammen und bat auch ein Kind mit einer Prothese um Rat: den 12-jährigen Jordan Reeves, der selbst eine Armprothese trägt. So war es die Idee von Reeves, dass die Prothese von Barbie abnehmbar sein sollte.

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mh
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