Der Bachelor säuselt: "Ich liebe dich!" Und ich kämpfe ein letztes Mal gegen den Brechreiz an

Wer dem Völzi gerne beim Austausch diverser Körperflüssigkeiten zusieht, wurde im großen Bitchelor-Finale natürlich nicht enttäuscht. Und auch alle anderen kamen auf ihre Kosten. Ich sag nur: "Ich tret' dir ins Gesicht!" BÄM!

Freunde, ich trage heute schwarz. Denn ich trauere. Trauere um meine zukünftigen Mittwochabende, die ich fortan ohne den Völzi und ein Östrogen-Gefolge verbringen muss. Mein Leben hat von nun an keinen Sinn mehr. Na gut, das ist jetzt vielleicht gaaanz leicht übertrieben. Doch so sehr ich mich die vergangenen acht Wochen auch über den Bachelor ausgelassen habe, so sehr werde ich seinen verbalen Dünnschiss in Wahrheit vermissen. Genießen wir das große Finale deswegen noch einmal in vollen Zügen.

Diese Einleitung schrieb ich übrigens um 20:15 Uhr.

Und um 20:18 Uhr habe ich mich schon wieder so aufgeregt, dass ich die vorangegangenen Zeilen direkt umformuliert habe. Und zwar so:

Freunde, ich trage heute schwarz. Denn ich trauere. Trauere, um einige meiner kostbar anstudierten Hirnzellen, die sich wegen Tzwänjas Geschwafel soeben schreiend verdünnisiert haben. Auf Nimmerwiedersehen – es war schön mit euch. Oder um es mit den Worten der blonden Dumpfbacke zu sagen: Hat misch escht gefreut! (AAAAHHHH!!!!)

Doch während ich theoretisch jederzeit einfach auf den Aus-Knopf meiner Fernbedienung drücken könnte (was ich natürlich nicht tue, weil ich bekanntermaßen eine masochistische Trash-Ader habe und es in Wahrheit liebe), muss Bätschis Mama das Gesabbel tatsächlich über sich ergehen lassen. Frau Völz, die überraschenderweise recht normal wirkt, hat nämlich – so will es die Tradition und RTL – in der letzten Folge das große Vergnügen, die beiden verbliebenen "Ladys" kennenzulernen.

Hach, sie muss ja so stolz auf ihren Sohn sein! Denn wer kann schon behaupten, dass sein Spross nach nur acht Wochen im TV mehr Spitznamen hat als alle Kardashians zusammen? Bachelor, Bitchelor, Knutschelor, Bettchelor, Sexelor ... Läuft bei ihm!

Saskias Date mit Völzis Mama lief voll gut. Escht jetzt!

Schwenja versucht Völzis Mama um den knochigen Finger zu wickeln.


Aber zurück zu Mama Völzi, die tatsächlich beeindruck davon zu sein scheint, dass ihr Sohn gleich 24 Frauen (oder solche, die es mal werden wollen) daten durfte. "Das ist ja wie ein Adventskalender", stellt sie begeistert fest. Jaaa, ein Adventskalender mit 24 Flitzpiepen, deren BHs geöffnet werden wollen. Challenge accepted – würde ich stellvertretend für Dani-Boy mal sagen. Und da er bei Schwenja diesbezüglich ja das leichteste Spiel hatte, sitzt sie nun mit seiner Mutter am Kaffeetisch und palavert was davon, dass der Bitchelor ja das perfekte Gesamtpaket eines Mannes sei. Wie gut, dass ihre Ansprüche in etwa so hoch sind wie ihr IQ.

Das ganze spätpubertäre Bla Bla muss bei seiner Mutter jedenfalls so viel Eindruck gemacht haben, dass sie spontan entschieden hat, sich gar nicht erst Schwenjas Namen zu merken und sie stattdessen ganz einfach Saskia zu nennen. I feel you. Zum Glück war sie nicht schon vorher da. Bei all den Kristinas, Janine Christins, Janinas oder Linas wäre sie glatt kollabiert.

And the Oscar goes to .... Mama Völzi

Apropos Kristina. Die ist die nächste auf dem Fließband, um sich der kritischen Begutachtung des völzischen Alphaweibchens zu stellen. Mehr als ein bisschen Nonsense-Geblubber ist aber auch hier nicht drin. Immerhin verrät seine Mutter noch, dass die Mädchen früher immer sauer auf Daniel waren, weil er keine festen Bindungen wollte. Zumindest keine Bindungen, die nichts mit dem Austausch von Körperflüssigkeiten zu tun haben, schätze ich mal.

Kristina wird von Völzis Mutter in die Mangel genommen.


Wie es das Drehbuch vorgibt, kann sich Völzis Mama natüüürlich nicht entscheiden, welche "Lady" besser zu ihrem Sohn passt, denn sie sind ja beide sooo toll. Aber wie entscheidet man sich auch zwischen Pest und Cholera? (Ich bin sicher, dass sie am liebten die Yeliz machen und ihrem Sohn eine scheuern würde!) Eine wahrhaft bemerkenswerte schauspielerische Leistung von ihr.

Der Völzi hat es jetzt hingehen wirklich schwer, denn er muss sich nun entscheiden, mit welcher Frau er die nächsten paar Tage durch die Talkshows tingeln möchte. "Das ist der Moment, in dem ich ein Herz brechen muss und ein anderes schweben lassen kann. Es ist bittersüß!" (Würg!)

So, lieber Völzi, jetzt musst du dich entscheiden ...

Der Rosen-Recycler philosophiert also noch ein bisschen bedeutungsschwanger vor den Kameras rum, Svenja und Kristina quetschen sich unterdessen in ihre billigen Polyester-Fummel und schmeißen sich in die Limousinen. Und was dann kommt, kennen wir alle bereits bestens aus den vergangenen Staffeln.

Ein kitschiger Pool, ein kitschiger Roter Teppich, viele kitschige Fackeln, eine kitschige Rose und ein noch viel kitschigerer Bachelor warten auf die beiden Finalistinnen, die sich jetzt in Zeitlupe in Richtung Völzi bewegen, damit der endlich ihr TV-Schicksal besiegelt. Dieser steht – wie nicht anders zu erwarten – wie ein verlorener Streuner in der Gegend rum und wartet darauf, seine fein auswendig gelernten Texte runterzurattern. (Braaaav, Daniel, braaaav!)

Der Völzi vergibt seine letzte überzüchtete Rose.


Zu Kristina: "Unsere Geschichte könnte man als Drehbuch nicht besser schreiben." An dieser Stelle auch von mir einen großen Applaus an die Drehbuchschreiber von RTL. Ihr habt wieder einen ganz wunderbaren Job gemacht!

Zu Tzwänja: "Du hast mir direkt mit deiner Ausstrahlung imponiert." Wahrscheinlich lag es daran, dass die Gute zu diesem Zeitpunkt ihren Mund noch nicht allzu oft aufgemacht hat.

Der Rest der beiden Monologe lässt sich relativ flott zusammenfassen. Boah, siehst du toll aus. Boah, das ist was Besonderes zwischen uns. Boah, ich habe alles so genossen. Boah, ich habe dich in mein Herz geschlossen. Boah, ich bin verzaubert, entzückt, hingerissen ... (und so weiter – ihr wisst schon!)

"Ich durfte dir das Reiten beibringen und du hast dich mir geöffnet. Ich liebe dich!"

Und dann passiert es. Der Schnittblumen-Kavalier vergibt seine letzte Rose. Und das nicht etwa an die immer willige Schwenja, sondern an die offenbar genauso willige Kristina. Einer der Gründe, warum er sich für sie entschieden hat, ist nämlich dieser hier: "Ich durfte dir das Reiten beibringen und du hast dich mir geöffnet. Ich liebe dich!" Noch Fragen?

Ich bin mir danach jedenfalls sicher, dass Dani-Boy der Typ ist, der sich alle elf Minuten verliebt. Damit haben wir dann auch endlich das Mysterium 'Parship' gelöst. Da soll noch mal einer sagen, die letzten acht Wochen hätten sich nicht gelohnt.

Er hat Kristina das Reiten beigebracht - das schweißt zusammen.


Gelohnt hat sich das Finale übrigens auch deswegen, weil Schwenja nach ihrem Rauswurf zum allerersten Mal sprachlos ist. Hätte er das nicht schon viel früher machen können? Ich gebe ganz ehrlich zu, das hat jetzt sogar mich überrascht. Positiv natürlich – ist klar, oder?

Schwenja will ihm ins Gesicht treten!

So, damit wäre das Finale des Bitchelors standesgemäß abgearbeitet, kommen wir zum viel interessanten Teil der Veranstaltung. Frauke Ludowig darf ran und den Knutscheler und all seine Flitzpiepen zum großen Wiedersehen begrüßen. (Hoffentlich steckt er nicht noch Frauke seine Zunge in den Hals. Ist ja zur Gewohnheit geworden!)

Immerhin sind seit Drehschluss einige Monate vergangen, in denen sich viel getan hat. Na ja, vielleicht nicht ganz so viel. Janine Christin hat seit ihrem Rauswurf im Viertelfinale noch immer nicht aufgehört zu flennen und auch Yeliz juckt es noch immer in den Fäusten. Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich diese Frau feiere? Immerhin hat sie für den geilste Moment der ganzen Staffel gesorgt.

Zumindest bis nun Schwenja den Raum betritt und vor dem Völzi hin und her wackelt.

Schwenja: "Isch wusste nischt, ob isch ihm die Hand geben oder ihn umarmen soll ..."

Völzi: "... oder ihm eine klatschen!"

Schwenja: "Oder ins Gesischt treten!"

Hach, es gibt ja soooo viele Möglichkeiten. WARUM PROBIERST DU NICHT MAL EINE AUS??? Wer hätte gedacht, dass mir Svenja am Ende tatsächlich noch sympathisch wird?

Völzi und Kristina knutschen noch. NOCH!

Ach, und neben der Frage, warum der Bitchelor nur EINE Backpfeife einstecken musste, gibt es auch eine Antwort darauf, was aus der großen, einmaligen, bedingungslosen und für immer währenden Liebe des Völzis und Kristina geworden ist. Nach der letzten Rosenvergabe circa 60 Minuten zuvor hat es sich nämlich schon wieder augeliebt.

Das zumindest war der Satz, den ich im Vorfeld an meine Kolumne vorbereitet hatte.

In Wahrheit säuselt ein ganz offensichtlich verknallter Völzi (NICHT!): "Sind wir ein Paar? Kann man so sagen!" Na gut, dann hebe ich mir den Satz eben für nächste Woche auf. Wird ja nicht schlecht!

In diesem Sinne: Wenn der Völzi nicht gestorben ist, dann knutscht er noch heute. Zur Not sogar die Janine Christin. 


Carina Spack neben dem "Bachelor"


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