"Du f***st mein Gewissen": Feuchte Zungenspiele bei der Bachelorette – und ich so: Wuäch! 🤮

Wildes Rumgelecke mit Ekelfaktor, ein Aufstand der Suffköpfe und ein Geständnis, das selbst Dieter Bohlen bei DSDS das Pipi in die Augen getrieben hätte: Die vierte Folge von 'Die Bachelorette' ist mal wieder ein Potpourri der Geschmacklosigkeiten – und ich liiiebe es!

Ich wusste, dieser Moment würde kommen. Und ich wusste, dass mich dieser Moment – ganz egal, wie oft ich die traumatischen Bilder der vergangenen Staffeln zur Vorbereitung vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse – wieder eiskalt erwischen würde. Und was soll ich sagen, Freunde: Zwei peitschende Zungen, lautes Schmatzen und jede Menge Spuckefäden – kurz: Gerdi hat der ersten Flitzpiepe die Zunge in den Hals gesteckt und meinem Magen damit den Todesstoß verpasst. 

Aber wie immer von Anfang an:

Nach der Nacht der Rosen ist vor der Nacht der Rosen und somit auch wieder vor einem ultrapeinlichen Gruppendate. Keno, Alex, Serkan, David, Luca und Tim müssen anwatscheln, denn das RTL-sche Bäderland hat extra für das Testosteron-Gefolge seine Pforten im Mittelmeer geöffnet. Auf Wasserrutschen und Floaties dürfen sich die spätpubertierenden Bubis so richtig austoben. Immer mittendrin: Betreuerin Gerdi! Die kommt ihrer Aufsichtspflicht aber nicht wirklich nach, denn statt munter mit ihren Schutzbefohlenen im Wasser zu plantschen, pfeift sie die Bubis zum Deep Talk an den Strand. "Ihr könnt euch direkt ausziehen, nackte Haut muss her." Jaaa, und ein paar Hirnzellen wären auch nicht schlecht, aber man kann wohl nicht alles haben ...

Was die Bachelorette hingegen haben könnte, sind heiße Dreier, jede Menge Knick-Knack in der Öffentlichkeit und sonstige Laken-Akrobatik-Nummern, die ich an dieser Stelle nicht weiter ausführe, weil sie definitiv unter das Jugendschutzgesetz fallen würden.

Gerdi hat Druck – und kommt endlich zum Zug

Keno ist der erste, der Gerdi die Zunge in den Hals stecken darf.

Apropos Jugendschutzgesetz: Während Gerdi fünf der männlichen Hormon-Schleudern danach zurück in die Villa verfrachtet, darf Keno den Abend mit ihr verbringen. Viel geredet wird allerdings nicht, denn die Rosenkavalierin leidet unter akutem Entzug. "Das fühlt sich so krass vertraut an und ich finde es so toll, dass du nicht so krass rangehst", säuselt die Schnittblumen-Blondine und stopft Keno kurzerhand die Zunge in den Hals.

Wie Peitschen klatschen ihre Lappen immer wieder aneinander. Das Schmatzen ist dabei so laut, dass die Polizei wahrscheinlich gleich wegen Ruhestörung vor meiner Tür steht. Noch dazu befördern die beiden so viele Spuckefäden nach draußen, dass ich förmlich dabei zusehen kann, wie die sich durch meinen TV-Bildschirm ätzen. 

"Ich wünsche jedem Menschen, dass er einmal dieses Gefühl hat, dass ich in diesem Moment habe", schmatzt Gerdi mit geschwollenen Lippen (haha, wie doof! Und dafür hat sie vorher beim Beauty-Doc noch so viel Kohle hingeblättert!). Also Freunde, ich für meinen Teil wünsche niemandem, dass er dieses Gefühl hat, dass ich in diesem Moment habe. Anderenfalls dürften die diejenigen gerade wie Usain Bolt zur Toilette rennen, um das Abendessen postwendend in der Kloschüssel zu versenken. 

Bitchfight! Harald und Luca lassen die Fäuste sprechen

Ja, von diesen Bildern muss man sich erst mal erholen. Zum Glück bietet 'Die Bachelorette' prompt das perfekte Kontrastprogramm. Die sexuell aufgeladene Stimmung bekommt nämlich einen jähen Dämpfer, als sich Harald und Luca dazu entschließen, sich die Köppe einzuschlagen. (An dieser Stelle eine kurze Entwarnung an alle, die sich sorgen: Ein Arzt ist nicht nötig, der Schaden im Oberstübchen der Bubis ist bereits länger bekannt!) 

Sturzbesoffen stürzen sich die beiden Bubis aufeinander, ringen wie zwei Grundschüler umeinander herum, bis schließlich Haralds Beine den Suffkopf nicht mehr tragen wollen und ihn im Pool versenken. Ob ihn die Abkühlung ausgenüchtert hat, darf an dieser Stelle bezweifelt werden, denn zurück an Land gehen die Krawallnudeln erneut aufeinander los – diesmal verbal. Und was soll ich sagen: Alle Trash-TV-Fans werden mir gleich zustimmen, denn der folgende Dialog hat so viel Schönes zu bieten, dass ich ihm hier den nötigen Raum geben möchte, um seine Wirkung voll und ganz zu entfalten. Deswegen: Feuer frei!

Luca: "Deine Oberarme sind so dünn wie mein kleiner Finger."

Harald: "Luca du Fotze. Du kannst gerne mal meinen Schwanz lutschen." 

Luca: "Lieber Harald, du bist einer, der sich gerne mal bei mir als Praktikant bewirbt und dann leider abgelehnt wird."

Harald: "Luca, du bist ein kleiner Schwanz, ein ganz ganz kleiner Schwanz bist du."

Luca: "Geh mir bitte aus dem Weg"

Harald: "Grundsätzlich habe ich mit hässlichen Menschen auch nichts zu tun. Du bist ein richtig hässliches Schwein."

BÄM! Was für ein Meisterwerk der zeitgenössischen Trash-Geschichte. Es ist, als dürfte ich bei einem revolutionären Experiment zusehen, bei dem zwei neue Arten der Gattung Homo Hohlbirnus aufeinandertreffen und eine neuartige Form der Fäkal-Kommunikation entwickeln. Faszinierend!

Drei Picassos für Arme schwingen ihre Pinsel

Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Trash-Gesicht. Marco, Daniel und Oggy schwingen ihre Pinsel.

Ein Vorreiter in Sachen Fäkal-Kommunikation war bislang übrigens Oggy! Der Wutzwerg darf diesmal gemeinsam mit Marco und Daniel zum nächsten Gruppendate antreten und beim Spaziergang durch die Athener Altstadt seine Tour-Guide-Qualitäten unter Beweis stellen. "Ich mag es, im Gehen zu reden." Und weiter (Achtung, jetzt können wir was lernen!): "Hier sind mal die Olympischen Spiele gewesen. Die sind hier gerannt." KRAAAASS!!!

Oggy alias die Intelligenzbestie des modernen Hartz-IV-Fernsehen kann allerdings nicht in jeder Disziplin glänzen. Gerdi fordert eine besondere Challenge von den drei Jungs – sie sollen ein Porträt von ihr malen. Doch bis auf Punkt, Punkt, Komma, Strich ist bei den Möchtegern-Picassos nicht viel zu holen. Deswegen dürfen Oggy und Daniel auch den Heimweg antreten und in der Villa weiter versuchen, mit ihrem Pinsel irgendwas zu treffen. Marco hingegen hat am wenigsten scheiße gemalt und darf den Abend allein mit Gerdi verbringen. 

Marco macht ein trauriges Geständnis: Seine Geschwister sind die Wollnys 2.0

Eine weitere feuchte Racheninspektion à la Keno steht diesmal allerdings nicht auf dem Programm. Stattdessen nutzt Marco die Chance, der Rosenbarbie von seiner Familie zu erzählen. Da hätten wir zum Beispiel seine Geschwister – und jetzt Freunde, haltet euch fest, denn das ist KEIN WITZ! – Hailey-Fiodora, Fibiela-Seraphina, Jayden-Santiago, Luna-Kassiopeia, Emily-Chiara sowie Melissa-Loredana! Falls die Wollnys keinen Bock mehr auf Rampenlicht haben, liebes RTL II, hätten wir hier offiziell die Nachfolger. Bei diesen Namen bekommt sogar Silvia Wollny einen Knoten in der Zunge. Das ist einfach zu gut, um daraus keine Reality-Show zu machen!

Weniger witzig ist hingegen, dass Marco von seinem Vater viel Gewalt erfahren hat. Sein Geständnis treibt Gerdi die Tränen in die Augen: "Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich seine Vergangenheit hüten darf." (Jaaa, und ungefähr 2 Millionen deutsche Zuschauer auch.) Doch Gerda ist noch aus einem anderen Grund betroffen – sie fühlt sich durch ihr eigenes Schicksal mit Marco verbunden. "Ich weiß, wie du dich gefühlt haben musst. Als ich nach Deutschland gekommen bin, konnte ich kein Deutsch." Wow, Gerda! Ihr habt ja quasi die gleiche schlimme Kindheit erlebt. NOT!

Marco macht Gerda ein Geständnis: Seine Geschwister haben coolere Namen als die Wollnys!

Oggy steht die härteste Challenge seines Lebens bevor

Ein grausames Schicksal steht auch Oggy bevor. Gerdi will, dass sich der Wutzwerg von seiner Schambehaarung im Gesicht trennt. Mit Tränen in den Augen berichtet er Andreas von dem folgenschweren Versprechen. Andi ist fassungslos.

Wie kann man von einem Menschen auch so etwas verlangen? Das ist doch unmenschlich und absolut pervers. Wann ruft denn endlich einer Amnesty International und holt den armen Oggy aus der Rosenhölle? Alternativ wäre das jetzt auch der richtige Zeitpunkt für die Drehbuchautoren von 'Rote Rosen'. Denn DIESER Dialog ist nahezu perfekt für Folge 4.259.782. 

Video: Die besten Twitter-Reaktionen zur Folge

"Bachelorette": Die lustigsten Twitter-Reaktionen 😂

Und Action!

Andi schaut mitleidig zu Oggy und krächzt: "Oh, Bruder!"

Oggy richtet seinen Blick zu Boden und flüstert: "Sie hat gesagt, sie mag keinen Bart!"

Andi schlägt sich vor Schreck die Hand vor den Mund: "Bruder!!! Das geht nicht in meine Birne! Das darfst du nicht tun!!!"

Oggy steht die Verzweiflungs ins haarige Gesicht geschrieben: "Meinst du, sie sollte mich so nehmen, wie ich bin?" 

Andi kämpft mit den Tränen: "Ich kann dir nicht sagen, was du tun sollst."

Oggy schaut enttäuscht zu Andi: "Warum fickst du jetzt mein Gewissen?" 

Andi: "Ich ficke dein Gewissen nicht und ich sage dir nicht, was du tun sollst, weil du ein Mann bist!" 

Schniiiiitt!

Na, habe ich zu viel versprochen? Kleiner Spoiler übrigens vorab: Oggy tut es! Und versteckt sich danach vor Scham im Schrank. Niemand soll sehen, was Gerda ihm angetan hat (Die Bitch!). Am Ende erwischen ihn die RTL-schen Kameras natürlich trotzdem mit splitterfasernacktem Gesicht. Na ja, vielleicht nicht ganz nackt. Aber immerhin – rund zwei Zentimeter des Spitzbartes hat sich der Wutzwerg abgeschnibbelt – Respeeekt!

An dieser Stelle möchte ich um eine kurze Schweigeminute für Oggys Borsten bitten. Und lasset uns beten: "Lieber Trash-Gott, bitte mach, dass es Oggys Schamhaaren gutgeht und sie jetzt an einem besseren Ort sind. Und bitte mach, dass Oggy in diesem Leben noch seine Eier findet. Amen!"

Oggys Weisheit der Woche:

"Ich dachte, ich sei Micheloggy, aber dann habe ich reingeschissen!"

Joa, und bitte Händewaschen nicht vergessen!

Kleiner Nachtrag: Wie immer der Vollständigkeit halber: Harald The Schnapsdrossel und Luca The "KleineSchwanz" sind draußen! Tschö mit ö!

Ihr bekommt nicht genug? HIER geht es zu allen weiteren Kolumnen aus dem Rosen-Kosmos!

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