Greta Thunberg: Aufregung um ihre Konkurrentin – die "Anti-Greta"

Naomi Seibt (19) nennt sich selbst Klima-Realistin und erklärt den Klimawandel für blödsinnig. Für viele ist die deutsche Youtuberin deshalb die "Anti-Greta".

13.03.2020

Die "Anti-Greta"

"Hallo Andersdenkende", leidet Naomi Seibt ihr Youtube-Video ein – und dann redet sie über den Klimawandel. So wie Greta ist sie dabei überzeugt und entschlossen. Mit dem kleinen Unterschied: Sie erklärt den menschengemachten Klimawandel zum Humbug. Es sei alles "Klima-Hysterie". "Das Klima selbst braucht keinen Schutz", findet Naomi.

Mit ihrer unpopulären politischen Meinung ist sie zu einem internationalen Medienphänomen geworden. Man bezeichnet sie als "Anti-Greta". Doch nicht nur gegen die Klimabewegung wettert Naomi, auch an der Migrationspolitik lässt sie kein gutes Haar. Die 19-Jährige bekennt ihre Sympathie zur AfD. Doch es kommt noch heftiger. So soll Naomi, laut dem ZDF, mit dem amerikanischen "Heartland Institute" zusammenarbeiten. Dass dieses von der Tabak- und Erdölindustrie finanziert wird und Donald Trump bei seiner Klimapolitik unterstützt, sei nur am Rande erwähnt.

Unterm Strich will Naomi ihre Skepsis am Klimawandel verbreiten. Ob sie damit eine Chance gegen die Massen hat, die Greta den Rücken stärken, lässt sich bezweifeln. 

12.03.2020

"Fridays-for-Future"-Bewegungen in Zeiten des Coronas

Normalerweise finden die "Fridays-for-Future"-Bewegungen mit Tausenden von Menschen statt. Doch der Coronavirus macht den Klima-Demonstrationen nun einen Strich durch die Rechnung. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, wird von öffentlichen Versammlungen abgeraten. Das sieht auch Greta ein und schreibt auf Twitter: "Deshalb empfehle ich persönlich, dass wir das machen, was die Experten sagen. Besonders in Hochrisikogebieten."

Mission "Digital"

Den Kampf gegen den Klimawandel deshalb auf Eis zu legen? Das sieht die junge Klimaaktivistin dennoch nicht ein. Greta hat einen viel besseren Plan: Die Demonstrationen sollen weiterhin stattfinden – nur eben digital. Die 17-Jährige schlägt vor, dem Hashtag "DigitalStrike" beizutreten und dort entsprechende Streikfotos hochzuladen.

Deshalb haltet eure Zahlen niedrig, aber eure Stimmung hoch. Und lasst uns das eine Woche nach der anderen angehen.

Das schreibt die 17-Jährige auf Twitter. Statt auf den Straßen, wolle man nun online "umso lauter" demonstrieren. Ein hoch auf das digitale Zeitalter!

Autismus: So hilft ihr der Autismus im Kampf für das Klima!

Wer ist Greta Thunberg? Zahlen und Fakten 

  • Greta Thunberg wurde am 3. Januar 2003 in Stockholm geboren 

  • Die Umweltaktivistin gilt als Gründerin der Bewegung "Fridays for Future" 

  • Im Jahr 2019 wurde Greta Thunberg als "Person des Jahres" des TIME-Magazins ausgezeichnet 

verwendete Quellen: Twitter, Youtube, "Die Presse"

cr
Themen in diesem Artikel

Unsere Empfehlungen

Brigitte-Newsletter

Brigitte-Newsletter

Trends und Tipps aus den Bereichen Mode & Beauty, Reise, Liebe und Kochen - lies zum Wochenstart das Beste von Brigitte.