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Zwei Jahre nach Unfall ihres Sohnes Stephanie Gräfin von Pfuel tritt im Prozess als Nebenklägerin auf

Stephanie Gräfin von Pfuel
Stephanie Gräfin von Pfuel
© imago images
Zwei Jahre ist der Sohn von Stephanie Gräfin von Pfuel nun tot, im Sommer wird dem Fahrer, der den tödlichen Autounfall verursacht haben soll, der Prozess gemacht. Die 59-Jährige tritt dabei als Nebenklägerin auf. Für sie eine Selbstverständlichkeit.

Stephanie Gräfin von Pfuel, 59, hat noch nicht abgeschlossen mit dem Tod ihres geliebten Sohnes Karl "Charly" Begusat, †26. Wie könnte sie auch?

Am 27. März 2021 jährt sich sein Tod zum zweiten Mal. Der damals 26-Jährige wurde nachts in Berlin von einem Auto erfasst, als er eine Straße überqueren wollte. Eine Woche lang lag er im Koma, kämpfte um sein Leben. Vergebens. "Charly" starb am 27. März 2019. 

Im Sommer kommt es nun zum Prozess gegen den Mann, der den tödlichen Autounfall verursacht haben soll. Stephanie Gräfin von Pfuel erklärt im Gespräch mit "Bild", warum sie dem Prozess beiwohnen möchte.

Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Der Vorwurf gegen den Fahrer, der Karl "Charly" Begusat mit seinem Mercedes erfasst haben soll, wiegt schwer. Die Staatsanwaltschaft plädiert auf fahrlässige Tötung. Er sei mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, als es zu dem tragischen Unfall kam. Statt der erlaubten 50 km/h soll er über 80 km/h auf dem Tacho gehabt haben, so berichtet "Bild". Bei einer Verurteilung drohen dem Fahrer bis zu fünf Jahre Haft. 

Stephanie Gräfin von Pfuel tritt als Nebenklägerin auf

Dass der Fahrer für die Tat, die ihm vorgeworfen wird, bestraft wird, dafür möchte Stephanie Gräfin von Pfuel höchstpersönlich sorgen. Sie tritt im Prozess als Nebenklägerin auf. Für sie eine Selbstverständlichkeit, obwohl sie weiß, dass der Gang vor Gericht kein leichter wird. "Ich will dem Totraser meines Sohnes in die Augen sehen", sagt die 59-Jährige im Gespräch mit "Bild" provokant.

Eines ist ihr aber trotz allem klar: Selbst wenn es zu einer Verurteilung kommen sollte, wird sie ihren "Charly" niemals vergessen können.

Der Tod meines Sohnes muss Gerechtigkeit erfahren. Dann kann ich mit der Sache einigermaßen abschließen. Die Trauer bleibt aber für immer.

Verwendete Quelle: t-online.de, bild.de

Dieser Artikel ist ursprünglich auf GALA.de erschienen.

abl

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