Ilka Bessin: "Diese Federn von den 'Victoria's Secret'-Models, da hätte ich echt mal Bock drauf"

Ilka Bessin kennt sich aus mit den dunklen Seiten des Lebens. Sie war vier Jahre lang arbeitslos, bis sie als Cindy aus Marzahn berühmt wurde – und hatte privat auch in dieser Zeit sehr zu kämpfen. Ein Gespräch über Selbstzweifel, blöde Sprüche, schmerzhafte Liebe, Curvy-Mode und ihr neues Kabarett-Programm.

4 blöde Sprüche, die Ilka Bessin als Curvy-Frau immer wieder zu hören bekommt – und ihre schlagfertigen Antworten: Ilka Bessin
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Pinker Jogger, dicke Schminke, Krönchen in der Plastikperücke: Die meisten Menschen kennen Ilka Bessin (47) noch als Cindy aus Marzahn, die Hartz-IV-Comedy-Königin. Mit derben Sprüchen und klaren Ansagen zum Elend der Arbeitslosigkeit wurde Ilka Bessin als die Langzeitarbeitslose im Jogginganzug eine der erfolgreichsten Komikerinnen Deutschlands. 

Vier Jahre lang war Ilka Bessin arbeitslos, bis sie per glücklichem Zufall zu dieser Rolle kam. Sie kassierte jede Menge Absagen auf ihre Bewerbungen, quälte sich mit Frust, Scham, Verzweiflung. Als sie berühmt wurde, geriet sie an Menschen, die ihr Vertrauen missbrauchten, an Männer, die sie ausnutzten und nur ihr Geld wollten. Zeitgleich wurde ihr Vater schwer krank, er litt unter Demenz. Außerdem musste Ilka Bessin ständig heftige Kritik und verbale Attacken wegen ihres Aussehens einstecken. Mit Mobbing wegen Übergewicht kennt sie sich aus.

"Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere war die lustige Cindy aus Marzahn ein emotionales Wrack", schreibt Ilka Bessin in ihrem berührenden Buch (Bei nachfolgendem Produkt arbeiten wir mit einem Affiliate Link) "Abgeschminkt. Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede", das es jetzt ganz neu auch als Hörbuch gibt. Darin erklärt Ilka Bessin auch ihren Abschied von der Kunstfigur Cindy im Jahr 2016: "Cindys Horizont war begrenzt, ihre Themen überschaubar. Ich wollte mehr." 

Neues Leben ohne Maske

Und Ilka Bessin hat mehr bekommen, mehr aus ihrem Glück und Talent gemacht: Die ständige Figurkritik hat sie positiv umgemünzt und mit "Bessin" ein eigenes Modelabe für Curvy-Mode aufgebaut. Die stylische Kollektion für Größen jenseits der 40 gibt es in ihrem Onlineshop www.bessin.eu zu kaufen. 

Außerdem engagiert sich Ilka für sozial benachteiligte Familien, arbeitete zum Beispiel bei "Stern TV" als Reporterin für soziale Themen, und geht ab 2019 mit ihrem neuen Kabarett-Programm "Abgeschminkt und trotzdem lustig" als Ilka Bessin auf Tour. 

Im Interview mit BRIGITTE.de berichtet Ilka Bessin von ihrem Weg, das Beste aus dem zu machen, was das Leben ihr gegeben hat. Ihr Ziel: "Ich will, dass die Leute sehen, dass man, auch wenn man 'prominent' ist, vor solchen Sachen nicht gefeit ist. Es kann einfach jeden treffen, dass es einem nicht so gut geht. Aber dass es eben auch immer Wege gibt, aus dem Elend wieder rauszukommen."

BRIGITTE.de: Liebe Frau Bessin, die erzählte Variante Ihrer Autobiografie "Abgeschminkt" ist ein sehr berührender Einblick hinter die sarkastisch-pinke Fassade der ehemaligen Cindy aus Marzahn. Sie haben eine schöne Erzählstimme. Wie war es für Sie, Ihre Lebensgeschichte als Hörbuch aufzunehmen?

Ilka Bessin: Es hat Spaß gemacht und ging recht schnell, wir haben das Hörbuch in drei Tagen aufgenommen. Aber es war auch schwer. Wenn man das so erzählt, durchlebt man alles nochmal. Das ist auch traurig, wenn man sich zurückversetzt und erinnert, zum Beispiel an den Tod des Vaters und schwere Zeiten in der Kindheit. Auch wenn man über Cindy aus Marzahn nochmal nachdenkt, was man da alles gemacht hat, welche Möglichkeiten man da hatte, das fand' ich schon sehr emotional. Aber es war auch schön, weil es wieder etwas Neues ist. Ich bin selber so ein Hörbuch-Mensch. Ich höre viele Hörbücher, etwa wenn ich Auto fahre, und umso schöner finde ich es, wenn ich anderen damit eine Freude machen kann, wenn sie sich diese Geschichte jetzt auch anhören können. 

Haben Sie an einen bestimmten Menschen gedacht, als Sie das Hörbuch eingesprochen haben?

Nein, ich habe nicht an eine spezielle Person gedacht, sondern eher daran, wie vielen Leuten es auch mal so geht wie mir, denen es auch nicht so gut geht, oder die eben auch nicht so schöne Seiten an Menschen erlebt haben.

Manchmal muss eben ein Eisbecher dran glauben.

Sie haben harte Zeiten hinter sich. Schon als Kind wurden Sie in der Schule als "dicke, fette Arschbulette" beschimpft, auch später blieb Ihr Gewicht immer Thema. Sie waren jahrelang verzweifelt arbeitslos und als Sie berühmt waren, nutzten so manche Menschen Ihr Vertrauen schamlos aus, ein Mann erpresste Sie sogar. 

Ja, es gab harte Zeiten. Aber umso mehr weiß man die schönen Zeiten dann auch zu genießen. Wenn es mir schlecht geht, helfen mir auch immer Gespräche mit meinen Freunden und mit meiner Mutter, die mir auch mal über den Kopf streichelt und sagt, dass morgen alles wieder gut ist. Es gibt ja so Tage, da geht es einem nicht so gut und wenn noch einer nachbohrt, was los ist, fängt man plötzlich an zu heulen, ohne dass man so richtig sagen kann, warum. Ich weiß nicht, wie oft ich schon geflennt habe wegen irgendwas. Manchmal heule ich auch bei einem Film. Dann muss ich mich da reinsteigern und dann muss noch ein Eisbecher dran glauben und dann geht es irgendwann wieder. Am nächsten Tag hat man zwar Augen wie eine Kaulquappe, aber dann muss man eben eine große Sonnenbrille aufsetzen, sagt meine Mutter. Immer wichtig: eine große Sonnenbrille und gepflegte Hände. Ich weiß nicht warum, aber das ist so. 

Sie erzählen auch davon, dass Sie schon seit Ihrer Kindheit wegen Ihrer Figur gemobbt wurden. Auch später war Ihr Gewicht immer Thema. Wie stehen Sie selbst dazu?

Man wird so oft auf seine Figur reduziert. Was ich im Laufe der Jahre oft gemerkt habe: andere Leute beschäftigen sich immer viel mehr mit meiner Figur als ich mich selber. Ich kriege auch Diät-Tipps von Leuten, ohne dass ich danach gefragt habe. Da komme ich zum Beispiel in eine Fernsehrunde und irgendjemand erzählt mir: 'Übrigens, ich hab' total viel abgenommen und ich hab' das und das gemacht" und ich denk' mir 'Ja, toll, aber ich hab' gar nicht darüber geredet.' Natürlich habe auch ich Phasen, in denen ich sage: 'Ich kann mich gerade nicht ertragen'. Aber ich hab' immer gesagt: Natürlich ist es schön, wenn man abnimmt, aber noch schöner ist es, wenn man gesund ist. Du kannst ja auch als dicker Mensch gesund sein. Aber natürlich kannst du das nicht, wenn du so viel Gewicht hast, dass du nicht mehr laufen kannst. Darum gehe ich drei Mal die Woche zur Aqua Gymnastik, das macht mir sehr viel Spaß, weil es sehr lustig ist. Und bei gutem Wetter gehe ich mit dem Personal Trainer raus, der scheucht mich dann die Treppen und den Berg rauf und runter. 

Ich finde, wir sollten uns in unserer Gesellschaft weniger damit beschäftigen, wie viel irgendjemand gerade ab- oder zugenommen hat.  

Das ist ja manches Mal so im Leben, dass man selbst seine Figur gar nicht als Problem auf dem Schirm hat – obwohl andere das vielleicht denken. 

Ja, als Cindy aus Marzahn fand ich es auch immer anstrengend, wenn in einer Zeitschrift jemand sowas geschrieben hat, wie 'Der Obelix der deutschen Comedylandschaft' oder 'Die übergewichtige Komikerin'. Bei anderen schreibt man doch auch nicht 'die platinblondierte Sängerin, oder 'die unternährte oder 'der homosexuelle'. Man muss da immer so ein Wort davor setzen und das finde ich schwierig. Gerade in einem Zeitalter, in dem wir unseren Kindern immer erklären, dass Mobbing kacke ist, ist das auch keine schöne Art, respektvoll miteinander umzugehen. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne für das, was ich mache, kritisiert werden kann. Es ist für mich zum Beispiel vollkommen in Ordnung, wenn jemand sagt: 'Deine Arbeit gefällt mir nicht' oder 'Ich finde dich überhaupt nicht lustig'. Aber ich finde, wir sollten uns in unserer Gesellschaft weniger damit beschäftigen, wie viel irgendjemand gerade ab- oder zugenommen hat.   

Als Cindy aus Marzahn haben Sie Witze über das Dicksein gemacht – privat ärgern Sie sich sehr über Dickenwitze. Wie passt das zusammen?

Ich habe mich über mich selber lustig gemacht, denn ich mache es lieber selber, bevor es jemand anders macht. Das ist auch eine Art Schutzmechanismus. Aber natürlich habe ich auch einfach eine breite Angriffsfläche geboten, was das anbetrifft. Und natürlich habe ich selbst auch das Recht, mich über mich selbst lustig zu machen. Aber das gibt niemand anderem das Recht dazu. Gleiches Beispiel etwa bei einem Rollstuhlfahrer. Wenn der Witze über sich macht, dann hab' ich aber noch lange nicht das Recht, über den Witze zu machen.  

Wie oft haben Sie sich denn im Laufe Ihres Lebens schon mit Diäten beschäftigt?

Hach ja ... na klar, sehr oft. Ich glaube, so wie Männer sich mit Autos beschäftigen, beschäftigen wir Frauen uns mit Diäten. Hier Ayurveda-Kur, da Saftkur, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon Weißkohl gekocht habe und den am nächsten Tag nicht mehr sehen konnte, weil die ganze Bude so nach Weißkohl roch. Ich kann nur eines sagen, aus Erfahrung, was mir wirklich geholfen hat! Passen Sie auf, jetzt kommt der ultimative Tipp: Einfach normal vernünftig essen! Man kann auch mal einen Tag über die Stränge schlagen und durchdrehen, aber am nächsten Tag muss man dann mit Sport kompensieren. Wir kommen nicht drumherum. Man muss sich einfach bewegen. Ich bin auch nicht dick, weil ich den ganzen Tag um mich herum fresse, sondern ich bewege mich einfach zu wenig. Man muss zusehen, dass man sich gut ernährt und Sport macht und sich um sich kümmert, damit man gesund bleibt.   

Haben Sie mit sich selbst Frieden geschlossen?

Ich habe lange dafür gebraucht, weil ich immer starke Selbstzweifel hatte, nicht wegen der Figur, sondern insgesamt. Ich habe mich lange gefragt: 'Bin ich eigentlich gut, so wie ich bin'? Aber ich hab' eine Handvoll an wirklich guten Freunden, auch meinen Manager und meinen Personal Trainer, die haben mir da sehr geholfen. Der Personal Trainer scheuchte mich irgendwann mal wieder den Berg hoch, ich habe geheult und den angeschrien, da sagte er: 'Weißt du was? Es lohnt sich echt, mit dir diesen Weg zu gehen, weil du so ein wertvoller Mensch bist.' Ich stand in Tränen aufgelöst vor ihm, kurz vorm Nervenzusammenbruch, und fragte mich, 'Wie kann der mir jetzt sowas sagen?'. Aber das muss man echt lernen, vor dem Spiegel zu stehen und sich zu sagen, dass man ein wertvoller Mensch ist. Das hat mir, glaub ich, auch oft gefehlt, dass mir das jemand gesagt hat. Ich kann zwar nicht für den Weltfrieden sorgen, aber ich kann immer nach den Leuten um mich herum gucken und schauen, dass es denen gut geht. Dann geht es mir auch gut und dann merke ich auch, dass man sich im Reinen ist. Hört sich blöd an, aber genau so ist es. 

Sie helfen ja auch viel anderen sozial benachteiligten Menschen.

Ja, ich engagiere mich schon lange bei der Tafel in Luckenwalde, da organisieren meine Mama und ich und mein Papa früher auch ein Weihnachtsessen ohne großes Medien-Tamtam. Und jetzt kam noch 'Straßenkinder e.V.' dazu. Dieser Verein betreut Jugendliche bis 25 Jahre, die auf der Straße leben/müssen. Das liegt mir sehr am Herzen, weil ich finde, dass man ein Stück weit auch etwas zurückgeben muss. Das mache ich auch immer schon so, auch in Zeiten, in denen das Geld knapp war. Zum Beispiel, wenn da jemand an der U-Bahn saß, hat man dem mal eine Currywurst mitgebracht oder so. Es müssen nicht immer Millionenbeträge sein. Manchmal sind es diese Kleinigkeiten, wenn man links und rechts guckt, ob man da was machen kann, die vielleicht auch etwas Großes ins Rollen bringen können.   

Liebe darf nicht wehtun. Wenn es wehtut, ist es nicht gut. Dann sollte man aufstehen und gehen.

Sie sind im Leben schon oft an Menschen geraten, die Ihnen nicht gut wollten. Wie haben Sie es geschafft, nach all den Enttäuschungen wieder Vertrauen zu fassen?

Ich glaube immer an das Gute im Menschen, darum bin ich wahrscheinlich auch so oft auf die Schnauze gefallen. Man muss wirklich aufpassen, gerade bei den Männern. Ich war zum Beispiel mal unsterblich verliebt in einen, der mich immer warmgehalten hat, so nach dem Motto 'Vielleicht kann ich mich ja doch in dich verlieben'. Da musste ich erst auf den Boden fliegen und es musste nochmal einer so richtig drauftreten, bis ich es verstanden habe. Wir Frauen verlieben uns oft mit Haut und Haaren und vergessen dabei, vorsichtig zu sein. Wir denken dann, das ist er, der Prinz mit dem Pferd, aber dann ist manchmal leider nur das Pferd oder auch nur der Sattel (oder eben auch der Misthaufen?). Wenn wir lieben, sind wir ganz groß im Lieben, aber auch ganz groß im Leiden. Das gehört dazu, da muss man durch. Was ich für mich herausgefunden habe, ist auf jeden Fall: Liebe darf nicht wehtun. Wenn es wehtut ist es nicht gut. Dann sollte man aufstehen und gehen. So schwer es fällt und so sehr man verliebt ist. Wenn das, was man da gerade erlebt, nicht gut ist, dann sollte man die Finger davon lassen.

Es heißt oft, dass man nur dann die echte, verlässliche Liebe finden kann, wenn man sich selbst im Reinen ist und sich selbst lieben kann. Würden Sie dem zustimmen?

Wenn man sich selbst nicht liebt, hat man jedenfalls nicht genug Rückgrat. Ich hatte ja über Jahre im privaten Bereich mein Rückgrat verloren, weil ich selbst nicht klarkam, weil ich nicht wusste: Wer bin ich eigentlich, was bin ich wert? Wenn man sich selbst nicht liebt und nicht wertschätzt, ist es eben schwer. Klar, vor dem Tod meines Vaters hatte ich 25 Kilo weniger, weil ich mich da gekümmert habe und jeden Tag trainieren war, dann bin ich in so ein Loch geknallt, als der Papa gestorben ist und habe wieder zugenommen. Aber ich lieb' mich trotzdem, bin trotzdem zufrieden und sage mir: Du bist toll, so wie du bist. Klar muss die Hose jetzt wieder ein bisschen weiter gemacht werden, aber das gehört eben auch zu mir dazu. 

Diese Federn von den "Victoria's Secret"-Models, da hätte ich echt mal Bock drauf.

2016 haben Sie sich von Ihrer Kunstfigur Cindy verabschiedet und ganz viele neue Projekte gestartet, zum Beispiel Ihr eigenes Modelabel "Bessin" für Curvy-Mode. Wie entwickelt sich Ihre Kollektion?

Ich werde bald die nächste Plus-Size Kollektion rausbringen, wir sind gerade dabei, neue Sachen zu entwerfen. Das sind einfach Sachen, die ich gerne anziehe, zum Beispiel Blumenkleider mit großen Knöpfen vorne und Taschen, sowas kriegst du ja in großen Größen nicht zu kaufen – es sei denn, es ist ein Stoff, den deine Haut nicht erträgt.  

Was ist Ihnen wichtig, bei den Kleidern, die sie entwerfen?

Mir ist wichtig, dass das Teile sind, die man 18 Stunden anhaben kann, ohne sich unwohl zu fühlen. Es darf nicht drücken, quetschen oder sonstwas. Es muss cool sein und es muss eine tolle Passform haben. Mit einer Jeans möchte ich sechs, sieben Stunden im Auto sitzen können, ohne dass sich danach der Knopf in meinen Bauchnabel eingebrannt hat, weil die zu eng ist oder sich nicht dehnt. Das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei natürlich auch eine große Rolle. 

Mit Ihrem neuen Bühnenprogramm "Abgeschminkt und trotzdem lustig" gehen Sie ab Dezember 2019 wieder auf Tour. In der Programmbeschreibung werden sie bezeichnet als das "Victoria's Secret-Model der Herzen" – wie ist das entstanden?

Ich weiß gar nicht mehr, irgendwie mit Unterwäsche, aber diese Federn von den "Victoria's Secret"-Models, da hätte ich echt mal Bock drauf. Das wäre doch auch ein tolles Statement, wenn man bei "Victoria's Secret" sagen würde: 'Komm, wir machen jetzt mal eine Show mit allen Konfektionsgrößen'. Die würden so viel mehr Umsatz machen.

Würden Sie da vorneweg gehen?

Das Problem ist, dass ich nicht so gut in Absatzschuhen gehen kann. Und ich bin eh schon so groß, dann überrage ich alle. Aber wenn ich da barfuß gehen kann, würde ich das machen, da hätte ich überhaupt kein Problem mit. Und Rihanna müsste coole Musik dazu liefern, oder Lady Gaga, die fand ich auch richtig gut in ihrem Film. 

Was erwartet die Besucher Ihrer Kabarett-Show, jetzt, wo es Cindy aus Marzahn nicht mehr gibt?

Nicht dass jemand denkt, jetzt spricht sie Hochdeutsch und es wird alles so glatt. Es wird trotzdem lustig, es wird auf die Zwölf gehen. Es werden auch politisch kritische Themen angesprochen, die vielleicht auch ein bisschen weh tun. Das war als Cindy aus Marzahn schwierig, denn ich wollte nicht, dass die Leute denken, dass ich mich über etwas lustig mache. Außerdem wird es auch etwas Gesang geben, von mir ganz großartig interpretiert, da freue ich mich schon sehr drauf. Es wird einfach ein rundum lustiges Programm einer Frau, die kurz vor der 50 steht. Was ich übrigens krass finde, weil ich mich überhaupt nicht so fühle. 

Liebe Frau Bessin, vielen Dank für dieses offene Interview und viel Spaß auf Ihrer Tour!

Weitere spannende Themen findet ihr auf unserem Special zur Curvy-Week

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