"Skin" mit Jamie Bell: Der wahrscheinlich gruseligste Film des Jahres

Jamie Bell hat als "Billy Elliot" bezaubert. Jetzt verbreitet er als Neonazi vor allem Angst.

Der wahrscheinlich gruseligste und schockierendste Film des Jahres kommt ohne Aliens, Zombies oder Kettensägen aus. Er braucht keine Spezialeffekte, nichts, was am Computer entstanden ist. Der gruseligste Film des Jahres heißt "Skin" (Start: 3. Oktober) und erzählt eine wahre Geschichte. Es ist die von Bryon Widner, einem Mann aus einem kaputten Elternhaus, der in der "White Power"-Szene der USA eine Ersatzfamilie findet. Der mit Lust Menschen quält und seinen Hass sichtbar mit sich herumträgt – lauter Nazisymbole hat er sich ins Gesicht tätowieren lassen. Der sich aber irgendwann verliebt und darüber seinen brüchigen rechten Glauben verliert.

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Billy Elliot - Bells erste große Rolle 

Der Engländer Jamie Bell spielt diesen Neonazi auf seinem Weg in ein anderes Leben, und er tut es so, dass man beklommen ist beim Zuschauen und verstört und verängstigt und zugleich fasziniert. Und wenn du gerade grübelst, wo du diesen Namen schon mal gehört und diese Gesichtszüge schon mal gesehen hast – ja, stimmt, du kennst diesen Mann. Allerdings hatte er da noch ein Kindergesicht. Vor beinahe zwei Jahrzehnten hat Jamie Bell in seiner ersten großen Rolle Billy Elliot gespielt, 13 war er damals. Auch diese Figur: ein Außenseiter, voller Zorn und unverstanden. Aber dessen Auflehnung gegen seine Umgebung war das Ballett, und deshalb hat Jamie Bell damals die Welt im Handstreich verzaubert. "Wenn Sie Jamie Bell als Billy Elliot gesehen haben und als Bernie Taupin in 'Rocketman'", schrieb die "New York Post", "werden Sie den Schock Ihres Lebens bekommen, wenn Sie ihn in 'Skin' erleben."

Bell macht es sich nie leicht, seine Rollen sind immer gebrochen und anspruchsvoll. Aber vor dieser hat er selbst ganz schön Angst gehabt, sagt er: "Es geht schließlich um eine Gruppe von Leuten, mit der man sich besser nicht anlegt." Zumal dieser Jamie Bell, ein humorvoller, freundlicher und zurückhaltender Mann von 33 Jahren, durchaus etwas zu verlieren hat: Mit seiner ersten Frau Evan Rachel Wood hat er einen sechsjährigen Sohn, mit seiner zweiten Kate Mara eine Tochter, die noch kein halbes Jahr alt ist. In Los Angeles lebt die kleine Familie. Ist ja ganz schön, sagt der Brite, "aber ich vermisse den Regen." 

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BRIGITTE 21/2019

Wer hier schreibt:

Stephan Bartels
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