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Jasmin Wagner Sie ist wieder auf der Suche nach einer neuen Liebe

Jasmin Wagner: Sie ist wieder auf der Suche nach einer neuen Liebe: Jasmin Wagner
© Future Image / imago images
Ihr neuestes Projekt kommt definitiv "Von Herzen": Jasmin Wagner veröffentlicht ihr erstes Album nach mehr als 15 Jahren und erzählt im Interview mit GALA, wie viel von ihrer Trennung im vergangenen Jahr in den Songs steckt und wie gerade ihr Dating-Leben aussieht.

Das Herz spielt bei Jasmin Wagner (41) schon immer eine entscheidende Rolle. 1995 machte ihr erster Hit "Herz an Herz" sie als "Blümchen" schlagartig bekannt, im Juni 2021 veröffentlichte sie zusammen mit Rapper Finch "Herzalarm", ihren ersten Top-Ten-Hit seit über 20 Jahren, parallel singt sie in ihrer aktuellen Single die vielsagende Zeile "Ein Herz aus Gold hab' ich immer schon gewollt" und jetzt kommt "Von Herzen" – ihr erstes Album als Jasmin Wagner nach dem großen "Blümchen"-Comeback vor zwei Jahren.

Klar, dass in diesem Werk, das am 23. Juli 2021 erscheint, ganz viel Herz von Jasmin steckt – auch deswegen, weil die 41-Jährige ein turbulentes Jahr inklusive Trennung von ihrem Mann Frank Sippel und einem Neuanfang in ihrer Heimat Hamburg hinter sich hat.

Jasmin Wagners Album kommt von Herzen

GALA: Ihr Album trägt den Titel "Von Herzen". Wie kam es dazu?

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Jasmin Wagner: Ich habe mich bei dem Titel an das Zitat von Johann Wolfgang von Goethe erinnert: "Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll." Für mich ist es mehr als ein Album. Ich habe es in einer Zeit geschrieben, in der sich mein ganzes Leben komplett verändert hat. Meine Ehe ging zu Ende und die Arbeit als Sängerin war wegen Corona für unbestimmte Zeit auf Pause. Dadurch ist es sehr persönlich geworden.

In dem Song "Lass los" geht es zum Beispiel um die Trennung von Ihrem Mann.
Wenn ich mir heute "Lass los" anhöre, kommt es mir vor, als hätte ich damals beim Schreiben schon unterbewusst meine eigene Situation beschrieben: Dass man es noch nicht ausspricht, aber sich schon auf den Moment zubewegt, loslassen zu müssen. Das ist das Schwerste im Leben. Man muss erst lernen, dass es nicht das Ende der Welt ist, wenn Dinge sich verändern.

Neues Leben als Single in Hamburg

Sie sind nach der Trennung wieder nach Hamburg gezogen. Was bedeutet es Ihnen, wieder in Ihrer Heimat zu sein?
Hamburg ist ein wichtiger Teil meiner Identität. Auch in der Zeit, als ich in anderen Städten gewohnt habe oder viel gereist bin, habe ich gemerkt: Nach Hamburg zu kommen, bedeutet, mich aufzuräumen. Ich laufe um die Alster oder gehe einfach durch Hamburg und bekomme das Gefühl, ganz ruhig zu sein und wieder bei mir anzukommen. Deshalb hatte ich auch das Bedürfnis, einen Hamburg-Song für mein Album zu schreiben. "Hamburg im Sinn" ist ein Song über Hamburg, aber auch über die Heimat. Für einige Menschen ist Heimat ein Ort, für andere eine Person. Idealerweise findet man sie in sich selbst.

Haben Sie sich inzwischen daran gewöhnt, wieder Single zu sein?
Sicherlich vermisse ich einiges von dem Leben mit meinem Mann und seiner Familie, die auch zu meiner Familie geworden ist. Aber Leben bedeutet nun mal Veränderung. Eine Partnerschaft ist immer Teamsport. Nun kann ich als Single wieder ganz alleine entscheiden und das ist ein großes Plus. Kurz nach der Trennung wollte ich immer noch ständig meinen Mann anrufen, um ihm zu sagen, was ich vorhabe und zu fragen, ob das in Ordnung ist. Ich musste komplett umdenken.

Wunschzettel für eine neue Liebe

Ein weiterer sehr persönlicher Song ist "Mehr brauch ich nicht", wo es um eine zukünftige Liebe geht, oder?

Jasmin Wagner: Sie ist wieder auf der Suche nach einer neuen Liebe: Jasmin Wagner mit ihrem Mann Frank Sippel
© Eventpress / imago images


Ja. Ich habe mir vorgestellt, was ich mir von einem neuen Partner wünsche. Mit 20 oder 30 war meine Liste mit lauter aufregenden Wünschen an eine Partnerschaft sehr lang. Mittlerweile ist diese sehr klein geworden. Meine Glücksformel, die gleichzeitig auch der Songtext ist, lautet: "Eine Couch, einen Fernseher und dich, mehr brauch ich nicht."

Heute bin ich der Überzeugung: Die beste Form von Liebe ist die, wenn nichts los ist. Man sitzt einfach zusammen auf einer grauen Couch und es passiert nichts Aufregendes. Dann fühlt sich die Liebe wie Gold an. Natürlich können trotzdem tolle Dinge passieren, aber diese Basis muss stimmen.

Das heißt, Sie sind wieder auf der Suche nach einer neuen Liebe?
Ja, ich bin auf der Suche. Ich bin aktuell, wie man ganz modern sagt, am Daten. Ich finde es spannend, zu sehen, was passt zu mir, was nicht. Wenn man wie ich lange Zeit raus war, muss man das erstmal herausfinden. Außerdem haben sich die Dating-Regeln in zehn Jahren komplett geändert. Als ich das letzte Mal Single war, gab es keine Apps und kein Online-Dating. Da muss man sich erstmal wieder zurechtfinden.

Viele Personen aus dem öffentlichen Leben haben das Problem, dass ihr Profil gesperrt wird, weil die App-Betreiber nicht glauben, dass es sich wirklich um die Person handelt ...
Das wäre mir bestimmt auch passiert ... Aber noch ist es so, dass Freunde zu mir kommen und sagen: "Moment, bevor du eine App installierst, möchte ich dir noch mal jemanden vorstellen." Also Dates auf Empfehlungen. Jetzt bin ich dank der Musik auch wieder mehr unterwegs und kann Menschen direkt kennenlernen. Das ist mir, weil ich es natürlich so gewohnt bin, noch die liebste Form.

Es wird Ihnen sicherlich nie passieren, dass ein Dating-Partner Sie nicht schon vorher aus den Medien kennt. Stört Sie das?
Ich habe schon öfter von anderen prominenten Frauen gehört, dass sie es als Problem empfinden, wenn der Dating-Partner sie aus den Medien kennt. Aber ich denke darüber gar nicht nach. Das ist mein Beruf wie jeder andere und über den kann man sich unterhalten oder auch nicht. Aber ich trage meinen Beruf nicht vor mir her. Wenn man sich ein paarmal trifft, ist das auch kein Thema mehr.

Den zweiten Teil des Interviews mit Jasmin Wagner über möglichen Erfolgsdruck, die traurigen Schicksale ihrer 90er-Jahre-Kollegen und warum sie dieses Schicksal dank ihrer Mutter nicht ereilt hat, lesen Sie am Freitag, den 23. Juli 2021, auf Gala.de.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf GALA.de erschienen. 

Verwendete Quelle: eigenes Interview


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