Königin Rania: Facebook-Statement an Kritiker

Königin Rania von Jordanien hat sich auf Facebook mit emotionalen Worten an ihre Kritiker gewandt.

Sie wählt einen ungewöhnlichen Schritt: Königin Rania von Jordanien, 49, hat die Plattform Facebook dafür genutzt, um sich mit emotionalen Worten an ihre Kritiker zu wenden.

Vorwurf: Keine Unterstützung für Lehrer

Die Frau von König Abdullah II., 57, teilte auf ihrem offiziellen Facebook-Account ein langes Statement, das sie sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch verfasst hatte, und bezeichnete diesen Schritt selbst als unerwartet. In dem Brief bezog sie Stellung zu Kritik an ihrer Arbeit im Bildungswesen. Laut "Dana Press" sei die Monarchin vor allem in den sozialen Medien für ihre "Queen Rania Teacher Training Academy" angegriffen worden. Die Akademie arbeitet mit dem jordanischen Bildungsministerium zusammen und befindet sich seit Anfang 2019 auf dem Gelände der Universität von Jordanien. Viele würden sich fragen, warum das Institut öffentliche Mittel empfange, während die Rufe nach Lohnerhöhungen für Lehrer an öffentlichen Schulen unerhört blieben. Zuletzt habe es diverse Streiks im Land gegeben, die die Spannungen zwischen der herrschenden Elite und dem Volk verschärft hätten.

Königin Rania zeigt sich ahnungslos

"Ich dachte, ich hätte mich daran gewöhnt, absichtlich aus dem Nichts in öffentliche Debatten hineingestoßen zu werden - bis zum jüngsten Lehrerstreik, der dankenswerterweise mit der Rückkehr unserer Schüler an ihre Schulen geendet hat", schrieb Königin Rania nun auf Facebook. "Dieses Mal befand ich mich im Auge des Sturms und mitten in einer unverhältnismäßigen Kampagne, ohne eine Ahnung zu haben, warum ich hineingezogen worden war."

Sie klagt "Verleumdungen" an

Die vierfache Mutter beschwerte sich über die "Verleumdungen", die ihr in den sozialen Medien entgegengeschlagen seien: "Ohne einen einzigen Beweis haben mich einige als eine mächtige Geschäftsfrau dargestellt, die im Besitz von Hunderten Millionen ist, oder als eine Person mit beträchtlicher politischer Einflussnahme auf die Angelegenheiten des Staates (...) Und wenn die Verleumdung eskaliert, lebe ich in einer doppelten Realität: in der virtuellen Welt, in der ich Zynismus und Härte lese, und in der realen Welt, in der ich in jeder Stadt, jedem Dorf und jedem Haus, das ich besuche, nur Zuneigung und Aufrichtigkeit finde."

Sie macht ihrer Enttäuschung Luft

Weiter zeigte sich Königin Rania enttäuscht über die jüngste Kritik. "Ich hatte gehofft, dass 26 Jahre öffentlicher Dienst in den Bereichen Familien- und Kinderschutz, Stärkung der lokalen Gemeinschaften und Frauen sowie Initiativen wie zur Erziehung von Waisenkindern ausreichen würden, um meine Absichten zu beweisen", so die 49-Jährige. "Ich habe mich bemüht, unserem Jordanien das Beste zu geben, und habe nie gezögert, das zu tun, was ich für richtig hielt."

Zum GALA-Artikel hier entlang.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Gala.de erschienen. 


mzi

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