"Hatte Riesenangst": Manuela Schwesig spricht über ihren Kampf gegen Brustkrebs

Manuela Schwesig kämpft gegen den Brustkrebs. Im Gespräch mit "Bild" berichtet sie jetzt, was ihr in dieser schwierigen Zeit am meisten hilft.

Im September 2019 offenbarte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (45) die schockierende Diagnose: Sie ist an Brustkrebs erkrankt. Aus der Führung der Bundes-SPD zog Manuela Schwesig sich damals zurück. Jetzt erzählt die zweifache Mutter, was ihr im Kampf gegen die Krankheit am meisten hilft.

"Die beste Medizin"

Der Beistand ihrer Familie sei für sie das beste Mittel gegen die Erkrankung, berichtet Manuela Schwesig, die den Jahreswechsel mit ihrem Ehemann Stefan und den Kindern (3 und 12 Jahre) auf Ostsee-Insel Hiddensee erlebt hat, im Gespräch mit der "Bild". Sie verbringe "so viel Zeit wie möglich mit der Familie". Dies sei für sie "die beste Medizin". 

Manuela Schwesig: Brustkrebs-Diagnose

"Was wird aus meinen Kindern?"

Nach der Diagnose habe sie "eine Riesenangst" gehabt. Auf einen solchen Moment sei niemand gefasst. Sie habe sich gefragt: "Was wird aus meiner Familie, meinen Kindern? Das waren furchtbare Wochen, in denen mein Mann Stefan mir sehr zur Seite stand". Dann sei endlich klar geworden, dass ihr Brustkrebs heilbar sei und sie konnte sich konkret mit Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen. Das habe ihr sehr geholfen: "Da konnte ich aktiv werden. Die Diagnose Brustkrebs ist nicht das Ende. Es gibt Hoffnung, und es lohnt sich zu kämpfen".

Manuela Schwesig gilt als Hoffnungsträgerin der SPD. 1974 kam die Diplom-Finanzwirtin in Frankfurt an der Oder zur Welt. Bundesweit wurde sie ab 2013 als Familienministerin im Kabinett von Angela Merkel bekannt. Im Sommer 2017 wurde sie Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, nachdem ihr Vorgänger, Erwin Sellering, an Krebs erkrankt war.

Erwin Sellering verabschiedete sich im Oktober 2019 endgültig aus der Politik. Wie der NDR berichtet, erklärte er bei seinem Abschied, dass er seine Krebserkrankung inzwischen überwunden habe. Er fühle sich fit und  - wenn man das bei dieser Krankheit sagen könne -  "vollständig gesund".

mh
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