Die 5 beknacktesten TV-Momente 2017, die sich in mein Hirn gebrannt haben!

Man kann nicht sagen, dass das Jahr 2017 langweilig gewesen wäre. Zumindest in Sachen TV ist unser Fremdschäm-Potential ordentlich auf die Probe gestellt wurden. Ein kleiner - und wirklich nicht sehr feiner - Rückblick.

Die Bachelorette und ihr Testosteron-Gefolge sorgten für eine mentale Kernschmelze

Ich gebe zu, die Bachelorette war mein persönlicher Favorit 2017 (und das meine ich tatsächlich mal komplett unironisch!). Denn ich habe mich schockverliebt. In ein TV-Format, das von (nicht mal „prominenten“) Flitzpiepen nur so wimmelt.

Möglich gemacht haben das eine Bachelorette, die sich unter dem Deckmantel, die groooße Liebe (Höhö!) finden zu wollen, erst einmal generalüberholen ließ, und 20 Sprücheklopfer, die offenbar nicht nur alle geklont wurden (als Möchtegern-Womanizer trägt man heute Dreitagebart, Gel-Tolle und XXL-Bizeps), sondern besagter Bachelorette auch noch sabbernd hinterherdackelten.

Mein Lieblings-Spruch fiel übrigens bereits in Folge eins. Als Kandidat Marko erklärte, dass er auf Frauen steht, die optisch wie ein Model aussehen, den Charakter aber "von 'ner Dicken" haben, war es direkt um mich geschehen. Also dieser Typ weiß in Sachen Traumfrauen echt Bescheid.

Doch damit war Markos Glanzstunde auch schon wieder vorbei (Der war so langweilig, dass selbst Jessica Paszka irgendwann intellektuell unterfordert war!). Dafür haben seine Kollegen die mentale Kernschmelze am Laufen gehalten. Da waren zum Beispiel Vollzeit-Hesse und Hobby-Philosoph Domenico („Du zählscht hier. Zieh es dursch. Du bischt stark. Isch bin wirklisch glücklisch, disch kennengelernt zu haben."), der psychopathische Meister Propper alias Niklas („Ich f**k hier jeden Tag meinen Kopf für die Frau, ey! Jeder muss mit seinem Kopfgef***e klarkommen! Was in meinem Kopf abgeht, ey!“) und Johannes, der offenbar zu lange an seiner Blondierung geschnüffelt hat (Die Bilder von seinen feuchten Zungenspielen verfolgen mich bis heute. KEIN WITZ!).

Ach ja, und David, der Eskimo Cowboy. Er hat die Staffel gewonnen, ist die Jessi dann aber schnell wieder losgeworden und sitzt ab dem 19. Januar im Dschungelcamp 2018. Alles richtig gemacht, Kumpel!

Naked Attraction ging unter die Gürtellinie (im wahrsten Sinne ...)

Naaa, hattet ihr diese Perle der TV-Unterhaltung auch schon aus dem Gedächtnis verdrängt? Ätsch, dann kommt jetzt hier die Erinnerung. Aber zugegeben, ‚Naked Atrraction’ war nichts für schwache Nerven. Oder anders formuliert: 'Adam sucht Eva' war ein Scheiß dagegen.

Aber von Anfang an: In der Show ging es natürlich wieder nur um das eine: die Liebe! (Was dachtet ihr denn, ihr Ferkel!?) Und was kann der Charakter eines Menschen schon darüber aussagen, wie die Person tickt? Pff! Die FKK-Dating-Show auf RTL 2 konzentriert sich deswegen auf die wirklich wichtigen Attibute – das Äußere. Und das am besten direkt splitterfasernackig.

Und so sah das Ganze aus: In bunten Boxen standen fein säuberlich aufgereiht sechs Singles und wurden Stück für Stück – von unten nach oben - enthüllt. Ganz genüsslich durfte nun wiederum ein weiterer Single auschecken, welches Boxen-Luder ihn besonders spitz machte. Dabei lernten wir, dass Single-Mann Rob auf teilrasierte Vaginas und große Schamlippen steht (die steigern nämlich das Lustempfinden der Frau – alles klar!) und Jenny am liebsten mit symmetrischen Penissen, die zittern, spielt (ich schwöre bei allem, was ein Geschlechtsteil hat, dass ich mir das NICHT ausgedacht habe!!!).

Tja, im Leben wie in der Liebe - man muss manchmal Prioritäten setzen. Und was dem einen der Charakter ist, ist dem nächsten eben der Penis-Durchmesser! Ich jedenfalls plane für die nächsten 24 Stunden einen Disney-Marathon, in der Hoffnung diese Bilder ganz schnell wieder in den Tiefen meines Hirnes zu versenken.

Nathalie Volk & Frank Otto stehen auf geile Schildkröten

Ich liebe sie. Ganz im Ernst! Nathalie Volk und Frank Otto haben mein Jahr 2017 ein bisschen besser gemacht. Warum? Dafür muss ich etwas ausholen.

Das Model und der Millionär waren die neuen "Stars" der Auswanderer-Doku 'Goodbye Deutschland' und der neue Maßstab in Sachen Fremdschämen – herzlichen Glückwunsch dazu!

Angefangen hat alles mit einer Reise auf die Seychellen. Um die Welt zu retten, versteht sich. "Das ist kein Luxusurlaub." (natüüüürlich nicht ...). Aber deswegen auf besagten Luxus verzichten? Wir wollen es ja nicht übertreiben! Das könnte man der guten Nathalie Volk nicht auch noch zumuten. Reicht doch schon, dass Frank Otto ein alter Knacker ist. "Ich sag's mal knallhart: Ich habe mein Leben noch vor mir. Frank hat seines schon hinter sich."

Was für ein Glück für den Versandhaus-Erben, dass das Alter nur eine Zahl ist und sich Nathalie nur für die inneren Werte eines Menschen interessiert. Das bewies sie dann auch direkt mit folgendem (und von mir später viel zitiertem) Beispiel: "Er hat mir an einem Tag mal Ohrringe geschenkt für 85.000 Euro, einfach so. Mein Traummann." Hach, das muss Liebe sein!

Ach, und für alle, die es vielleicht vergessen haben: Bei Frank Otto und Nathalie Volk geht es nicht nur beim Thema Ohrringe zur Sache. Laut dem 60-Jährigen haben die beiden auch viel Spaß zwischen den Laken. Oder im Sexshop. Jedenfalls lassen sie – wo auch immer sie sich dann befinden – das Licht an und arbeiten gerne daran, die Dezibel-Zahl in die Höhe zu treiben. Dabei hört sich das Model übrigens an wie eine geile Schildkröte. (Seine Worte, nicht meine!) Na, wie gut, dass wir darüber noch mal gesprochen haben, oder?

Adam suchte Eva - und ich die Nummer meines Therapeuten

Wer nach der Bachelorette schon Angst hatte, RTL könnte für den Rest des Jahres auf ein seriöses Programm setzten (als ob – hahaha!), der wurde dank ‚Adam sucht Eva’ schnell eines besseren belehrt.

Ich fand’s auf jeden Fall gut: Jede Menge ausrangierte und splitterfasernackte Z-Promis, deren IQ sich weit unter dem einer Dose Champignons befindet, wurden auf eine einsame Insel geschickt (Obwohl ... jetzt tu ich den Champignons aber wirklich unrecht!). Ja, auch wieder nur, weil sie die große Liebe finden wollten – bla bla bla!

(Wer das Format nicht kennt, dem sei schon mal verraten: Nein, die komischen Menschen sind mittlerweile wieder in unsere Zivilisation zurückgekehrt. Nicht mal die einsame Insel wollte sie behalten.)

Mit von der Peinlickeits-Partie waren Patricia Blanco, die vor allem das Werk ihres Schönheits-Docs präsentieren wollte. Dabei hat sie gar nicht so viel machen lassen (Nein, natüüüürlich nicht.) Nur den Bauch, die Oberschenkel, die Nase, etwas Botox ... Also quasi alles noch echt.

Dann wäre da noch Martin Kesici (Dazu kein weiterer Kommentar! Der nackte ‚Angel of Berlin’-Trällerer fällt für mich in die gleiche Kategorie wie ‚Naked Attraction’), Melody Haase, die wandelnde Designer-Vagina, und Bastian Yotta, der vor lauter "ihr wisst schon" sein "ihr wisst schon" nicht sieht.

Damit ist die ‚Adam sucht Eva’-Geschichte auch schon zu Ende erzählt. Lustig war's trotzdem. Und das nicht zuletzt wegen des Pu-Muschel-Manns. Immer wenn es etwas „Wichtiges“ auf der Insel zu verkünden gab, kam der Typ in Dschungel-Badehose und Blätterkranz auf einem Floß angegurkt und blies in eine Muschel, um ihr irgendwelche traurigen Trötlaute zu entlocken.

Germany’s Next Topmodel: Die "Meeedchen" waren diesmal nicht das Peinlichste

Rund 2,5 Millionen Menschen haben das 'Germany’s Next Topmodel'-Finale 2017 gesehen – und vermutlich genauso viele sind vor Scham im Erdboden versunken, als Heidi Klum plötzlich im Glitzerbody die Bühne betrat und so etwas wie ein Tänzchen aufführte. Flankiert von ihren beiden Schoßhündchen, alias Thomas und Michael, trippelte das Model fast fünf Minuten lang zu 'There’s No Business Like Show Business' und 'Vogue' über die Tanzfläche. Ich sage euch: Noch nie habe ich so verzweifelt mit mir gehadert, ob ich nun den Ausschaltknopf drücken soll oder nicht.

Nicht nur, dass Heidi in diesem wirklich – WIRKLICH! – nicht sitzenden Glitzerbody, den Netzstrümpfen und High Heels aussah wie eine Parodie von sich selbst. Dazu kam noch ihre piepsige Stimme, die mir bis heute in den Ohren klingt und dabei ist, zu einem ausgewachsenen Tinnitus zu werden.

Zu Thomas Hayo und Michael Michalsky kann ich nicht viel sagen. Sie sind die wahren Gewinner dieses nicht wirklich erinnerungswürdigen Abends. Denn nur Dank Heidi Klum, die wieder mal mit allen Mitteln versucht hat, ihre Midlife Crisis zu übertanzen, hat keiner auf die beiden Clowns geachtet. Man muss auch mal Glück haben im Leben.

Es kann nächstes Jahr nur besser werden. Oder auch nicht!

Hach, dieses Schwelgen in Erinnerungen hat wieder Spaß gemacht, oder? Also von mir aus, kann es losgehen mit dem Jahr 2018. Schließlich warten wieder Bachelors und Bacheloretten, Adams und Evas und Dschungelcamps und Liebesinseln auf uns.

Und wenn es hart auf hart kommt, packt Heidi wieder ihren Glitzerbody aus und Nathalie Volk quäkt mit den Schildkröten um die Wette.

Damit könnte ich ganz gut leben. Immerhin hat meine Schmerz- und Fremdschäm-Grenze im vergangenen Jahr eine deutliche Talfahrt hingelegt.

Und wofür soll das schon gut gewesen sein, wenn ich nicht drüber herziehen kann? Ich will schließlich nicht dran schuld sein, wenn RTL plötzlich die Trash-Nasen ausgehen. (Jaaa, auch mir sind meine leicht masochistischen Anwandlungen aufgefallen. Aber was soll ich machen? Es ist einfach zu gut ...) 

ag

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