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Prinzessin Victoria: Nach der Entscheidung ihres Vaters steigt der Druck

Prinzessin Viktoria
Prinzessin Viktoria
© Getty Images
König Carl Gustaf hat entschieden, die Anzahl der Mitglieder des schwedischen Königshauses zu verringern. Was das für Prinzessin Victoria und ihre Tochter Prinzessin Estelle bedeutet.

Es war eine überraschende Nachricht, die König Carl Gustaf, 73, am 7. Oktober zu verkünden hatte: Die Kinder von Prinzessin Madeleine, 37, und Prinz Carl Philip, 40, gehören nicht länger zum Königshaus. Damit schrumpfen die offiziellen Repräsentanten des schwedischen Königshauses von elf auf sechs. Aktuell müssen demnach Königin Silvia, 75, Prinzessin Victoria, 42, Prinz Daniel, 46, Prinzessin Madeleine, 37, Prinz Carl Philip, 40, und Prinzessin Sofia, 34, "offizielle Aufträge erfüllen, die dem Staatsoberhaupt auferlegt sind oder die dem Staatschefsamt zuzuordnen sind." Auch Prinzessin Estelle, 7, und Prinz Oscar, 3, gehören zum Königshaus, werden aber erst mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit Aufgaben übernehmen.

Prinzessin Victoria rückt in den Fokus

Medien, Hofberichterstattern und Bürgern begrüßen den Schritt Carl Gustafs als "modern", "weise" und "vernünftig". Royal-Beobachterin Karin Lenmor merkte in einem Beitrag für "Afton Bladet" allerdings an: "Der einzige Nachteil dieser neuen Entscheidung ist die Auswirkung auf Prinzessin Victoria. Ob sie die Entscheidung begrüßt hat? Die Anforderungen an die Kronprinzessinnen-Familie und für Prinzessin Estelle und Prinz Oscar werden noch höher sein."

Das ist auch etwas, dass Reichsmarschall Fredrik Wersäll in einer Pressekonferenz im Stockholmer Schloss zur Entscheidung des Königs betonte. "Wir haben lange gesehen, dass das Kronprinzessinnen-Paar eine größere Verantwortung übernimmt. Dies bedeutet, dass die Verantwortung für den Prinzen [Carl Philip] und die Prinzessin [Madeleine] gelockert werden kann." Er ergänzte: "Die Kronprinzessin ist Thronfolgerin und zukünftige Staatschefin. Der Druck und die Herausforderung, die das beinhalte, sind offensichtlich und werden sie begleiten."

Victoria und Estelle sind die Zukunft des schwedischen Königshauses

Zwar werden Victoria Prinzessin Madeleine, Prinz Carl Philip und Prinzessin Sofia weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Doch Beobachter gehen davon aus, dass sie in Zukunft eine geringere Rolle für die Monarchie spielen werden. Und: Wenn Estelle und Oscar erwachsen sind, werden sie in punkto Repräsentation nicht auf ihre zwei Cousinen und drei Cousins zählen können.

Wer nun für die Zukunft des schwedischen Königshauses verantwortlich ist, betont ein Foto, das am Tag der Verkündung auf dem offiziellen Account der Royals veröffentlicht wurde: Staatsmännisch stehen König Carl Gustaf, Prinzessin Victoria und Prinzessin Estelle nebeneinander und blicken in die Kamera.

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Tidigare i dag fattade H.M. Konungen beslut om att begränsa den krets av personer som ska ingå i Det Kungl. Huset. Syftet med Kungens beslut är att tydliggöra vilka personer som kan förväntas ha offentliga åtaganden på Kungens uppdrag. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Dagens beslut innebär i korthet att Prins Alexander, Prins Gabriel, Prinsessan Leonore, Prins Nicolas och Prinsessan Adrienne inte längre ska tillhöra Det Kungl. Huset och inte längre ha ställning som Kungliga Högheter. De tillhör dock fortsatt Den Kungl. Familjen och behåller sina titlar som prins/prinsessa respektive hertig/hertiginna. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Besök kungahuset.se för ytterligare information. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 📷: Sandra Birgersdotter Ek/Kungl. Hovstaterna (bild 1)

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Während Prinzessin Madeleine und Prinz Carl Philip die neue Freiheit für ihre Kinder in Wortmeldungen auf Instagram begrüßen, hat sich Prinzessin Victoria noch nicht zu der Neuordnung des schwedischen Königshauses geäußert. Wie Reichsmarschall Wersäll jedoch klarstellte, sei das Thema einer Verkleinerung des Königshauses seit Jahren in der Familie Bernadotte diskutiert worden und alle Mitglieder in die schlussendliche Entscheidung involviert gewesen.

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Gala.de erschienen. 

jre

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