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Rashida Jones Sie spielt die Hauptrolle in "On The Rocks"

Rashida Jones: Rashida Jones
© VALERIE MACON/AFP / Getty Images
Rashida Jones spielt im neuen Film von Sofia Coppola eine Rolle, die beide Frauen gut kennen.

Sofia Coppola hat einen wunderbaren neuen Film gedreht. "On The Rocks" erzählt von einer Frau in ihren Vierzigern mit einem Vater, dessen Selbstsicherheit und Charisma alles überstrahlt, und von dem sie sich letztendlich, bei aller Liebe und aller Bewunderung, befreien muss.

Jones will auf eigenen Beinen stehen

Die mittlerweile 49-jährige Filmemacherin weiß natürlich, wovon sie da spricht. Sofias Vater ist bekanntlich der Starregisseur Francis Ford Coppola, der Klassiker wie den "Paten" gedreht hat und dem die Tochter bestimmt viel verdankt, aus dessen mächtigem Schatten sie aber auch hat hinaustreten müssen, um ihre eigenen Visionen auf Film zu bannen.

Man bemüht also sicher nicht allzu viel Küchenpsychologie, wenn man behauptet, dass Laura, die Hauptfigur in "On The Rocks", zumindest ein bisschen das Alter Ego ihrer Schöpferin ist. Besetzt hat sie diese Laura mit der Schauspielerin Rashida Jones, 44. Und wenn eine außer Sofia Coppola weiß, wie es ist, mit einer starken Vaterfigur zu leben, dann sie: Rashida ist die Tochter des berühmten Musikproduzenten Quincy Jones, der unter anderem der Produzent von Michael Jackson war.

Ihr ganzes Leben lang hat Rashida Jones ihren Platz zwischen verschiedenen Stühlen finden müssen. Ihre Eltern ließen sich scheiden, als sie elf war. Rashida wuchs bei ihrer Mutter, Model und Schauspielerin Peggy Lipton, auf, hatte aber immer eine enge Beziehung zu ihrem Vater. Als Tochter einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters war sie nicht immer sicher, wo sie sich verorten sollte, sagt heute aber: "Ich identifiziere mich damit, schwarz zu sein, und wenn die Leute mich nicht so sehen, ist das ihr Problem. Es gefällt mir, die Wahrnehmung dessen infrage zu stellen, was multiethnisch bedeutet."

Über ihren Vater hat Rashida 2018 eine Netflix-Doku gedreht, "Quincy" – was für sie Hommage und Befreiung zugleich war. Die Arbeit an "On The Rocks" sei für sie sehr "persönlich" gewesen, hat sie in einem Interview gesagt: "Als Kind wollte ich mich nur in der Liebe und im Charme meines Vaters sonnen. Jetzt will ich versuchen, mein eigener Mensch zu sein, der nicht von seinem Erfolg und seiner Liebe abhängig ist." Nichts anderes macht sie als Laura in "On The Rocks" – und wir dürfen ihr, beglückt, dabei zusehen.

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Stefanie Hentschel, BRIGITTE 23/2020

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