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Royals Kritik an Prinz Harry: "Er schämt sich nicht einmal"

Royals: Kritik an Prinz Harry: "Er schämt sich nicht einmal"
© WPA Pool / Getty Images
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben sich in Los Angeles für den guten Zweck engagiert – und wie immer gibt es Kritik. GALA sagt, was davon zu halten ist.

Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 39, haben am Mittwoch (19. August) in Los Angeles die Wohltätigkeitsorganisation "Baby2Baby" unterstützt. Dabei standen die Royals in einem Art "Drive in" der Knox Elementary School und reichten bedürftigen Eltern Gegenstände durch die Fenster ihrer Autos. "Vielen Dank an den Herzog und die Herzogin von Sussex, die sich unserem Team angeschlossen haben, um uns bei der Verteilung von Schulmaterial, Kleidung, Hygieneartikeln, Lebensmitteln und vielem mehr an Kinder zu helfen, die diese grundlegenden Dinge während dieser beispiellosen Schulanfangszeit mehr denn je benötigen“, schreibt die Charity-Organisation auf ihrem Twitter-Account.

Kritik an Prinz Harry und Herzogin Meghan

Dem Dank kann sich ein Insider, der sich auf der Website der Zeitung "Daily Mail" in einer Kommentarspalte zu Wort meldet, nicht anschließen. Er behauptet, dass das PR-Team von Harry und Meghan die Verantwortlichen bei "Baby2Baby" angerufen und gefragt hätten, ob man helfen könne. Der Insider über Harry und Meghan: "Sie kamen mit einer Gruppe Fotografen, haben ein paar Aufnahmen gemacht, wie Harry und Meghan Sachen durch Autofenster reichen, und gingen. Sie waren etwa zehn Minuten da."

Vielen Usern stößt das bitter auf. Einer schreibt in die Kommentare: "Und natürlich haben Meghan und Harry die Paparazzi dazu eingeladen. Sie würden niemals privat etwas Gutes tun oder ihr eigenes Geld verwenden, um zu spenden usw.." Ein anderer meint: "Wenn Harry und Meghan den Armen wirklich helfen wollte, hätte jeder von ihnen ein Foto machen und es an die Medien verkaufen können. Dieses Geld hätte eine Menge Windeln (...) und Schulmaterial gebracht, sowohl für jede Familie als auch für die Wohltätigkeitsorganisation.“

Ein dritter spottet: "Das Bild aus dem Auto mit Harry, der einen Daumen hoch gibt, ekelt mich an. Ein Multimillionär, der aus einer der reichsten Familien der Welt stammt und noch nie in seinem Leben einen Tag gearbeitet hat, der jetzt in einer Multi-Millionen-Dollar Villa lebt und immer noch arbeitslos ist, fördert diejenigen, denen es schlechter geht. Ekelhaft - und er schämt sich nicht einmal."

Das meint GALA zur Kritik an Harry und Meghan

Es ist weder verwerflich, seine Dienste für den guten Zweck eigeninitiativ anzubieten, noch eigene Fotografen mitzubringen und damit sicherzustellen, dass der Charity-Einsatz dokumentiert wird. Harry und Meghan haben immer betont, sich auch nach dem Megxit für das Allgemeinwohl zu engagieren und ihre Stimme zu nutzen. Daran muss sich das Paar jetzt messen lassen. Um den Fokus der Öffentlichkeit auf die entsprechenden Organisationen, Projekte, Gruppen, Programme et cetera zu lenken, müssen Harry und Meghan ihre Besuche nach außen sichtbar machen. So, wie es auch die Royal Family tut. Zum anderen dient es auch der Legitimation. Würden die Sussexes ihre Charity-Arbeit im Stillen tun, wie es viele Kritiker verlangen, würde niemand mitbekommen, womit sie in den USA "beruflich" ihre Zeit verbringen – der Nährboden für neue Kritik.

Ob Harry und Meghan wirklich nur zehn Minuten bei "Baby2Baby" vor Ort waren, ob dies so vereinbart worden ist und/oder womöglich im Hintergrund andere Hilfstätigkeiten verrichtet wurden, kann GALA nicht beurteilen.

Der Vorwurf, Harry habe noch nie einen Tag in seinem Leben gearbeitet, ist nicht richtig. Er hat zehn Jahre lang in der britischen Armee gedient und in seiner Laufbahn als Senior Royal mehr als 1.000 öffentliche Auftritte absolviert. Abgesehen davon ist es für britische Senior Royals wie Harry nicht vorgesehen, einen "zivilen Job" auszuführen. Von ihnen wird erwartet, das Königshaus zu repräsentieren.

Harry und Meghan hatten bereits eine Verbindung zu "Baby2Baby"

Übrigens: Es ist nicht das erste Mal, dass Harry und Meghan "Baby2Baby" unterstützen. Anstelle von Geschenken für ihr noch ungeborenes Baby baten die beiden im April 2019 die Öffentlichkeit, an vier Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Eine davon war "Baby2Baby". Damals sagte ein Sprecher des Paares, man habe sich für US-Charity entschieden, weil "die Herzogin von Sussex in Los Angeles geboren wurde und eine lokale Wohltätigkeitsorganisation aus ihrer Heimatstadt einbeziehen wollte, die bedürftigen Kindern und Eltern hilft". 

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Gala.de erschienen.

jre

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