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Royals Prinz Harry wehrt sich: Vorwürfe "diffamierend und kränkend"

Prinz Harry wehrt sich: Vorwürfe "diffamierend und kränkend"
© PETER NICHOLLS / Getty Images
Prinz Harry und Herzogin Meghan sind 2019 aus einer mit Prinz William und Herzogin Catherine betriebenen Wohltätigkeitsorganisation ausgestiegen. Das sorgt jetzt, über ein Jahr später, für Ärger.

Im Sommer letzten Jahres haben Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, ihre karitative Arbeit für die Royal Foundation beendet. Diese war im Jahr 2009 von Harry und Prinz William 38, gegründet und später mit ihren Ehefrauen zu viert geführt worden. Im Zuge des Weggangs der Sussexes flossen etwa 300.000 britische Pfund (etwa 331.000 Euro) von der Royal Foundation an zwei neue Projekte Harrys. 

Einfach Geld von einer Stiftung an die andere überweisen - das geht nicht für Graham Smith, CEO der anti-monarchistischen Kampagnengruppe "Republic". Er wirft den royalen Brüdern die unangemessene Verwendung von Spendengeldern vor und legte Beschwerde bei der Charity Commission ein. Die Kommission überwacht und reguliert Wohltätigkeitsorganisationen in England und Wales. Prinz Harry will sich die Unterstellung einer Veruntreuung nicht gefallen lassen und meldet sich über seine Anwälte zu Wort.

Das sagt Prinz Harry zu den Vorwürfen

In seiner Antwort an Smith sagte das Rechtsteam des Herzogs laut "The Telegraph", dass der Antrag auf Untersuchung des Geldtransfers "zutiefst beleidigende" und "falsche" Behauptungen enthalte, die "diffamierend und kränkend" seien. Der Herzog von Sussex sei "zutiefst engagiert" für das Wohl der Gemeinschaft, mahnt ein Sprecher. "Seine Hingabe für Wohltätigkeit ist der Kern der Prinzipien, nach denen er lebt."

Der 35-Jährige bestehe darauf, dass alle Geschäfte seiner Wohltätigkeitsorganisationen "transparent und legal“ seien, heißt es weiter. Der Herzog habe von den Wohltätigkeitsorganisationen "keinen kommerziellen oder finanziellen Gewinn" erhalten. Die Finanzen entsprächen vollumfänglich den gegebenen Richtlinien und darüber hinaus Harrys "eigenem, moralischem Kompass". Auf die Vorwürfe von "Republic" wolle man mit der Kraft des Gesetzes reagieren.

Das sagt Prinz William

Ein Sprecher der Royal Foundation von William und Herzogin Catherine, 38, reagierte ebenfalls auf die Vorwürfe von "Republic". Er stellt laut "Mail Online" klar: "Die an Sussex Royal gewährten Zuschüsse sollten die gemeinnützige Arbeit des Herzogs und der Herzogin von Sussex unterstützen. Sie entsprachen voll und ganz den Regierungs-Anforderungen und wurden transparent gemeldet."

Das sagt die Charity Commision

Die Charity Commission bestätigte, dass "Republic" gegen William und Harry tätig geworden ist. "Wir haben eine Beschwerde zu diesem Thema erhalten", sagte ein Sprecher. "Wie bei allen uns gegenüber geäußerten Bedenken werden wir die bereitgestellten Informationen bewerten, um festzustellen, ob die Kommission eine Rolle spielt oder nicht. Wir haben [bisher] kein Fehlverhalten festgestellt."

Warum wurden Harrys und Williams Charities gemeldet?

Aus dem Jahresbericht von Williams Royal Foundation geht hervor, dass sie Harrys Sussex Royal Foundation 145.000 britische Pfund gezahlt hat. Damit sollte die Gründung und die Startphase der neuen Stiftung finanziert werden. Weitere 144.901 Pfund gingen an Harrys Tourismusprojekt Travalyst, das damals unter dem Dach der Sussex-Stiftung stand. Die Sussex Royal Foundation wurde inzwischen aufgelöst, das investierte Geld ist dahin. Travalyst - von Harrys und Meghans Team als "gemeinnützige Organisation" bezeichnet - ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Laut "The Sun" hält Harry 75 Prozent.

In einem Brief an die Charity Commission schrieb "Republic"-CEO Graham Smith: "Diese beiden Wohltätigkeitsorganisationen [von Harry und William] scheinen gegen die Richtlinien zur ordnungsgemäßen Verwendung von Wohltätigkeitsmitteln zu verstoßen und verletzten möglicherweise ihre Pflicht, unabhängig und ausschließlich im Interesse ihrer Ziele zu handeln." Sein Vorwurf: Das Geld sei nur von A nach B geflossen, weil William seinen Bruder habe unterstützen wollen.

Verwendete Quellen: thetelegraph.co.uk, mailonline.com, thesun.co.uk

Dieser Artikel ist ursprünglich auf Gala.de erschienen.


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