Selma Blair: So bewegend berichtet sie von ihrer Erkrankung an Multipler Sklerose

Selma Blair machte im vergangenen Jahr ihre Erkrankung an Multipler Sklerose öffentlich. Über ihr Instagram-Profil dokumentiert sie regelmäßig, wie es ihr damit geht. Ihr aktueller Post geht mitten ins Herz. 

Mit gerade einmal 46 Jahren bekam Selma Blair im vergangenen Jahr die schreckliche Diagnose: Multiple Sklerose, auch MS genannt. Da man bei dieser chronischen Erkrankung sein restliches Leben auf Medikamente und ärztliche Betreuung angewiesen ist, fiel ihr Kommentar dazu auf Instagram ähnlich ernüchternd aus: "Ich bin behindert", gab sie damals über ihr Profil bekannt. Seitdem geht sie besonders offen mit ihrer Krankheit um und dokumentiert sie regelmäßig öffentlich über das soziale Netzwerk. 

Die ungeschönte Wahrheit 

So postet sie auch Anfang Mai 2019 ein Bild von sich, das Fans und Follower gleichermaßen erschüttert. Nach einem Blutplasma-Austausch liegt sie erschöpft im Bett. Ihr Gesicht ist kreidebleich. Gesund sieht die Schauspielerin definitiv nicht aus. 

Dazu schreibt Selma Blair: "Hier ist die Wahrheit. Ich fühle mich höllisch krank. Ich muss brechen und all diese Sachen, über die man höflicherweise nicht spricht. Mein Sohn ist weggerannt. Vor mir. Ich muss ihn in die Schule bringen. Die Behandlung fordert ihren Tribut. Ich werde da durchkommen. Wir werden. Es wird vorübergehen." Sie könne sich nicht vorstellen, dass sie sich jemals wieder gut fühle, aber sie sei froh, dass es nicht ihren Sohn getroffen habe. 

Der Körper bekämpft sich selbst

Multiple Sklerose gehört wie Rheuma oder Morbus Crohn zu den sogenannten Autoimmunerkrankungen. Das bedeutet, dass das eigene Immunsystem Teile des Körpers angreift, anstatt sich gegen Erreger von außen zu wehren. Im Falle von MS ist das zentrale Nervensystem betroffen, dort wird eine chronische Entzündung hervorgerufen. Die Ursache ist der Medizin bis heute ein Rätsel, weshalb Multiple Sklerose nicht geheilt werden kann. 

Die Medikamentenvergabe zielt vor allem darauf ab, den Krankheitsverlauf aufzuhalten und die Zeit zwischen den Schüben zu verlängern. Bei diesen treten Schmerzen, Lähmungen und mitunter auch depressive Verstimmungen auf.

Auf und Ab der Krankheit

Das Auf und Ab dokumentiert auch Selma Blairauf ihrem Profil. Sie meldet sich zwei Tage später mit einem fröhlicheren Bild zu Wort und bedankt sich bei ihren Followern für die Liebe, die sie ihr gesendet haben.

"Seht ihr? Die Dinge gehen vorüber. Oder man ist eben krank, hat aber dafür hübschere Klamotten an. [...] Ich fühle mich zumindest heute wesentlich lebendiger", schreibt sie unter das Bild. 

Rund 2,5 Millionen Betroffene 

Nach Angaben der "Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft" leben weltweit etwa 2,5 Millionen Menschen mit MS, davon knapp ein Zehntel in Deutschland. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer.

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