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Stefanie Hertel "Ich bin in der DDR aufgewachsen, dort waren FFK-Strände völlig normal"

Stefanie Hertel bei "Showtime of my Life" (alle Folgen bei TVNOW).
Stefanie Hertel bei "Showtime of my Life" (alle Folgen bei TVNOW).
© TVNOW
Zusammen mit sieben weiteren Promi-Frauen zieht Stefanie Hertel in "Showtime of my Life" blank. Für einen guten Zweck.
"Wer sich von "Showtime of my Life" eine Stripshow verspricht, sollte lieber gar nicht erst einschalten", sagt Stefanie Hertel, 41, im Interview. Das ist ihr wichtig, es geht schließlich um viel mehr als nackte Haut. "Ich nehme an diesem Show-Format teil, um auf das Thema Vorsorge und Brustkrebs aufmerksam zu machen", erklärt die Sängerin. 

Stefanie Hertel: "Ich habe mir schon mal eine Burlesque-Show angesehen"

BRIGITTE: Wie viel Mut hat es Sie gekostet, bei der Show mitzumachen?
Stefanie Hertel: Im ersten Moment habe ich tatsächlich gezögert, aber als ich mir die Videos von "Showtime" aus anderen Ländern angesehen und mich intensiver mit der Thematik Brustkrebsvorsorge beschäftigt habe, war ich schnell überzeugt. Auch das Gespräch mit Nicole Staudinger hat mich tief beeindruckt.
Tausende Menschen schauen Ihnen vor dem Fernseher zu, wie Sie sich langsam ausziehen. Ein komisches Gefühl?
Wer sich von "Showtime of my Life" eine Stripshow verspricht, sollte lieber gar nicht erst einschalten. Die Choreografien, die von den Mitwirkenden einstudiert und umgesetzt werden, sollen neben informativen Beiträgen und Erfahrungsberichten Betroffener mit ästhetischen Darbietungen die Aufmerksamkeit des Publikums auf das Anliegen der Show lenken und sind auf keinen Fall anrüchig! Ich nehme an diesem Show-Format teil, um auf das Thema Vorsorge und Brustkrebs aufmerksam zu machen.
Sie haben 2012 an "Let’s Dance" teilgenommen. Zehren Sie aktuell von dieser Erfahrung?
Auf jeden Fall. Ich tanze seitdem auch bei meinen Konzerten und TV-Shows gerne, deswegen kann ich mir Choreos sehr gut merken.
Was ist die größte Herausforderung für Sie?
Die Choreo nicht zu vergessen. (lacht)

"Ich bin schon als Teenager zur Krebsvorsorge gegangen"

Haben Sie sich denn schon mal eine Strip-Show angesehen?
Ja, ich habe mir tatsächlich schon mal eine Burlesque-Show angesehen. Das kann erotischsein und muss nicht unter die Gürtellinie gehen. Die Künstlerinnen entkleiden sich dabei nicht vollständig, sondern entledigen sich nur gewisser Kleidungsstücke. Schon das Ausziehen von Handschuhen kann bei gekonnter Darbietung ausgesprochen anziehend wirken. Außerdem bin ich in der DDR aufgewachsen, dort waren FFK-Strände völlig normal. In der Öffentlichkeit und noch dazu vor der Kamera Hüllen fallen zu lassen, ist damit natürlich nicht zu vergleichen. Aber indem wir bei unseren Tanzbeiträgen auch Hemmungen überwinden, möchten wir ja Mut machen, den Schritt zu Vorsorge zu wagen und ohne falsche Scham die angebotenen Chancen für Untersuchungen wahrzunehmen.
Wann haben Sie angefangen, zur Krebsvorsorge zu gehen?
Ich bin schon als Teenager zur Krebsvorsorge gegangen, bei meinen ersten Frauenarztbesuchen habe ich mich untersuchen lassen. Damals wusste ich noch nicht, wie entscheidend diese paar Minuten sein können. Denn vor allem junge Frauen und Männer erkranken an Krebs, das darf man nicht unterschätzen. Das ist zum Beispiel eine Erkenntnis, die ich bereits aus der Vorbereitung auf die Show gewonnen habe.

Am 1. und 2. Februar jeweils um 20:15 Uhr läuft "Showtime of my Life" auf VOX. Insgesamt 16 prominente Frauen und Männer strippen, um die Botschaft zu vermitteln: "Wenn wir uns vor einem Millionenpublikum ausziehen können, dann könnt ihr das bei der Krebsvorsorge vor eurem Arzt erst recht!"

Verwendete Quellen:eigenes Interview

Brigitte

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