Stefanie Tücking: Freundin postet herzzerreißenden Abschiedsbrief

Am 1. Dezember verstarb die beliebte Radiomoderatorin Stefanie Tücking völlig überraschend infolge einer Lungenembolie. Wie sehr sie fehlt, offenbart dieser herzzerreißende Abschiedsbrief einer Freundin auf Instagram.

Es sind Worte, die zu Tränen rühren, die deutlich machen, wie sehr Stefanie Tücking fehlt. Eine Freundin von Stefanie Tücking hat auf Instagram und auf ihrem Blog einen langen Abschiedsbrief für ihre verstorbene Freundin veröffentlicht. Jessica Doenges kannte die SWR-Moderatorin seit mehr als zwanzig Jahren, durfte sie beruflich und privat kennenlernen. 

Du kannst jetzt nicht schon fort sein! Ich kenne Dich doch schon länger als mein halbes Leben.

Auf der Collage zu den Abschiedsworten sind sie und Stefanie Tücking in glücklichen Momenten zu sehen. Ihren Abschiedsbrief nennt Jessica Doenges ein Nachwort, nicht Nachruf, weil "wir Bücher liebten und immer nur den Hunden nachgerufen haben".

Jessica Doenges schreibt unter anderem: 

"Liebe Stef, zwischen diesen beiden Fotos hier liegen zwanzig Jahre. Dazwischen: noch mehr Fotos und die Geschichten, die unser Leben schrieb. Ich erinnere mich, wie unsere Freundschaft als eine Art Roadtrip begann, wie Du mir die Welt zeigtest und wir laut Musik im Auto hörten – mit Radio oder CD-Wechsler im Kofferraum und Lieder raten. Manchmal war ich schneller als Du, die ersten zwei Sekunden eines Songs und ich hatte den Titel! Du sagtest auf meine Frage, Nein, Du lässt mich nicht gewinnen, warst so stolz auf mich und ich war darauf stolz, dass jemand stolz auf mich war. Wir sangen mit, ich schief, Du toll – auch abends am Lagerfeuer und noch viel später Du in der Band.

Zum Coming-out kaufte Stefanie Tücking rosa Windbeutel

Jessica Doenges und Stefanie Tücking verband eine tiefe Freundschaft. Ihren kurzen Spitznamen "Jess" bekam Jessica Doenges von Stefanie Tücking verpasst, und ihr Coming-out feierten die beiden mit rosa Erdbeerwindbeuteln.

"Meinen Namen habe ich von Dir. Ich stellte mich Dir als „Jessy“ vor. Und wie kann man die Abkürzung eines Namens noch abkürzen? „Hey Jess, altes Haus!“ Irgendwann wurde ich dann für alle „die Jess“. Als ich mega aufgeregt mit Dir reden wollte, um mein Coming-out zu haben, hast Du erstmal riesige Erdbeerwindbeutel gekauft. Die vom Bäcker hier, die man wie einen Döner nicht unfallfrei essen kann. Wir saßen bei euch zuhause auf dem Sofa, hatten Sahne im Gesicht und ich stotterte rum, ich hätte gemerkt ich sei lesbisch. Und Du: „Und? Ist´s schön?“ 

Der Abschiedsbrief endet mit unendlich traurigen Worten, mit denen Jessica Doenges bestimmt vielen Menschen aus der Seele spricht:

"Es gibt da einen ganz großen beschissenen Haken in unserer Geschichte: Du kannst jetzt nicht schon fort sein! Ich kenne Dich doch schon länger als mein halbes Leben. Ich kann es nicht glauben, ich will es nicht glauben und doch bleiben mir jetzt neben selbstgebrannten CDs, Büchern, einem Kochtopf, Tellern, Fotos und anderen Dingen nur die Erinnerungen in meinem Herz an Dein großes Herz - Danke für alles, Deine Jess."

Der ganze Abschiedsbrief von Jessica Doenges ist auf ihrem Blog zu lesen.

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mh
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