"Lindenberg! Mach dein Ding!" Neuer Film zu Udo Lindenberg jetzt im Kino

Udo Lindenberg ist ein nationales Heiligtum. Wie alles anfing, kann man jetzt im Kino sehen.

Es gibt im westlichen Allgäu einen Ort, der zu Hüten eine besondere Beziehung hat. Dort steht eines von zwei Hutmuseen in Bayern, es gibt einen jährlichen Huttag und alle zwei Jahre eine Hutkönigin. Und es gibt die alteingesessene Firma Mayser, die seit langen Jahren schon das Stetson-Modell "Open Road" aus 100 Prozent Kaninchenhaarfilz nachbaut, dessen prominentester Träger ein bundesweit bekannter Rockstar ist. Der Ort im Allgäu heißt Lindenberg. Der Musiker, von dem hier die Rede ist, übrigens auch.

Er ist eine deutsche Ikone ...

Eigentlich ist das nichts weiter als eine von vielen netten Anekdoten, die von Udo Lindenberg handeln. Wie die Hamburger WG in den 1970ern mit Otto Waalkes und Marius Müller-Westernhagen. Wie er mal was mit Nena hatte. Wie er mit dem "Sonderzug nach Pankow" Anfang der 1980er die ganze DDR-Führung brüskierte, wo sie ihn doch eigentlich gut fanden wegen seiner Anti-Haltung zum Nato-Doppelbeschluss. Aber die Anekdote erzählt auch davon, dass der Mann in seinem 74. Lebensjahr eine deutsche Ikone ist, unantastbar, über allem schwebend, und die eigene Kopfbedeckung aus einem Ort, der zufällig so heißt wie er, ist ein hübsches Symbol dafür.

Wie das alles losging, davon handelt ein ausgesprochen gelungenes Biopic der Regisseurin Hermine Huntgeburth, das seit dem 16. Januar den den Kinos läuft. "Lindenberg! Mach dein Ding!" heißt der Film, in dem der Berliner Jan Bülow den sehr jungen Udo Gerhard Lindenberg spielt, der in Düsseldorf kellnert, in Nordafrika für US-Soldaten trommelt, eine Karriere als Jazz-Schlagzeuger anstrebt und Sex, Drugs and Rock’n’Roll im Übermaß bekommt.

Roomie

Und ein wahres Talent

Das mit den Drogen hat er lange hinter sich gelassen, Sex wissen wir jetzt nicht, aber Rock’n’Roll ist da immer noch, der echte Udo tourt jährlich und rastlos, "das ist ein Lifestyle geworden und hält mich fit", sagte er in einem Interview. Er ist für seine Panikfamilie der Übervater; wer in seinem Umfeld in Not gerät, dem hilft er ohne Aufhebens. Er ist ein Gesamtkunstwerk, er malt, es gibt Filme und Bücher von ihm, und seine Songs sind zitierfähige Klassiker, auch die neuen. "Ich sage mir manchmal: Du bist noch ein junges Talent, Udo", so Lindenberg, "du kannst noch viel schaffen."

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BRIGITTE 03/2020

Wer hier schreibt:

Stephan Bartels
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