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Ulla Kock am Brink "Ich habe viele Herzensmenschen durch Krebs verloren"

Ulla Kock am Brink
Ulla Kock am Brink
© Gisela Schober / Getty Images
Obwohl Ulla Kock am Brink schon in vielen TV-Shows zu Gast war, ist "Showtime of my Life" ein Highlight ihrer Karriere: "Es geht darum, eine Botschaft zu vermitteln."
"Krebs spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle", sagt Ulla Kock am Brink, 59, im Interview. Aus einem traurigen Grund: Die Moderatorin hat viele ihrer Liebsten an die tückische Krankheit verloren. "Wenn ich überlege, welche Lücken diese Menschen in meinem Leben hinterlassen haben, macht es doch Sinn, zur Vorsorge zu gehen." Deswegen zieht sie jetzt blank – vor laufenden Kameras.

Ulla Kock am Brink: "Als ich übers blank ziehen nachgedacht habe, bekam ich richtig Panik"

BRIGITTE: Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie die Anfrage für die Show bekommen haben?
Ulla Kock am Brink: Als ich die Anfrage für die Show gesehen habe, dachte ich nur: "Nein, nein, nein!!!"
Warum?
Das Format der Show ist sehr ungewöhnlich und auch unterhaltsam, um so eine ernste und wichtige Botschaft zu transportieren. Und genau damit hatte ich ein Problem, ich wusste nicht, ob dieses Thema unterhaltsam und trotzdem informativ dargestellt werden kann. Aber es geht, wie ich jetzt sehe. Dann hatte ich Angst vor der Choreo, ich bin keine Tänzerin und war noch nie in der Tanzschule. Und als ich dann noch übers blank ziehen nachgedacht habe, bekam ich richtig Panik.
Wieso haben Sie trotzdem zugesagt?
Ich habe intensiv mit meinem Mann über die Show gesprochen und mir einige Folgen aus den anderen Ländern angeschaut. Dabei ist mir klargeworden, dass meine Sorgen, ob ich noch hübsch, knackig und jung genug für die Show bin, total überflüssig waren. Es geht darum, eine Botschaft zu vermitteln. Und ich habe es bis heute nicht bereut.
Ulla Kock am Brink bei "Showtime of my Life" (alle Folgen bei TVNOW).
Ulla Kock am Brink bei "Showtime of my Life" (alle Folgen bei TVNOW).
© TVNOW
Ist diese Show ein Highlight Ihrer Karriere?
"Showtime of my Life" ist definitiv ein Highlight meiner Karriere, vor allem ist es etwas, was ich vorher noch nie gemacht habe. In meinen früheren Entertainment-Formaten ist die Fallhöhe sehr gering, bei "Showtime of my Life" ist es anders.

"Ich habe noch nie in meinem Leben gestrippt"

Welche Rolle spielt Krebs in Ihrem Leben?
Krebs spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle, weil ich viele Menschen durch Krebs verloren habe. Und wenn ich viele sage, dann meine ich auch viele. Vor allem Herzensmenschen: Mein Vater ist mit 63 gestorben, mein Schwager mit 58, ein sehr enger Freund von mir musste schon mit 54 Jahren gehen, eine Freundin von mir hat Brustkrebs überlebt, aber musste sich durch verdammt harte Zeiten kämpfen, eine Chemo ist ja kein Spaziergang. Und es gibt noch mehr.
Das tut mir sehr leid.
Wenn ich überlege, welche Lücken diese Menschen in meinem Leben hinterlassen haben, macht es doch Sinn, zur Vorsorge zu gehen. Das ist für mich ein Akt der Befreiung, obwohl ich auch gerne Dinge aufschiebe und als Arzt-Tochter kleine Wehwehchen oft nicht richtig ernst nehme. Mittlerweile schäme ich mich dafür, manchmal so leichtfertig mit mir selbst umzugehen. Aber damit ist jetzt Schluss!
Haben Sie Erfahrungen mit Tabledance?
Nein, ich habe noch nie in meinem Leben gestrippt.
Waren Sie denn schon mal in einem Strip-Club?
Ja, mit meinen schwulen Freunden in Köln habe ich mir mal die "Chippendales" angeschaut. (lacht) Aber das war nichts für mich. Zum Glück habe ich auch noch nie einen Stripper zum Geburtstag bekommen – das soll auch bitte so bleiben!

Am 1. und 2. Februar jeweils um 20:15 Uhr läuft "Showtime of my Life" auf VOX. Insgesamt 16 prominente Frauen und Männer strippen, um die Botschaft zu vermitteln: "Wenn wir uns vor einem Millionenpublikum ausziehen können, dann könnt ihr das bei der Krebsvorsorge vor eurem Arzt erst recht!"

Verwendete Quellen:eigenes Interview

Brigitte

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