Von einer Tierflüsterin erfuhr ich, was meine Katze wirklich bewegt ...

BRIGITTE.de-Leserin Marie Postera nahm die Dienste einer Tierflüsterin in Anspruch – und konnte ihren Ohren kaum trauen. 

Was mir meine Katze noch sagen wollte …

Aufgewachsen mit Hunden, Katzen und Pferden, fühle ich mich schon mein ganzes Leben lang Tieren sehr verbunden. Auch heute ist meine Katze Nikita ein wichtiger Teil meines Lebens.

Eine besonders spirituelle Person war ich nie, und ich glaube prinzipiell nur an etwas, wenn ich es sehen oder verstehen kann. Doch ich war mir immer sicher, dass Tiere in der Lage sind, mehr zu spüren als Menschen – etwa einen bevorstehenden Tod, Krankheiten oder Naturkatastrophen.

Wie bitte? Maria behauptete, sie könne telepathisch mit Tieren Kontakt aufnehmen

Vor etwa einem Jahr kontaktierte meine Schwester, deren Pferd ein ziemlich schwieriges Verhalten zeigte, eine Frau namens Maria, die von sich selbst Unglaubliches behauptet. Angeblich könne sie mit Tieren auf telepathische Art Kontakt aufnehmen, ihre Wünsche und Bedürfnisse übersetzen und ihnen Botschaften mitteilen. Und das alles nur, indem sie sich auf ein Foto des Tieres konzentriert.

Als meine Schwester mir das erzählte, musste ich erstmal laut lachen. Das klang nach einem dieser suspekten Angebote, die man ungefragt im Briefkasten findet, und die anschließend direkt im Papierkorb landen.

Meine Schwester nahm jedenfalls ihre nicht ganz günstigen Dienste in Anspruch. Doch als ich im Nachhinein eine Zusammenfassung ihrer Sitzung bekam, war ich ehrlich erstaunt. Auch mit noch so intensivem Stalking wäre niemand in der Lage gewesen, so viele private Informationen über meine Schwester und ihr Pferd zusammenzutragen, wie die Frau ihr bei der Sitzung übers Telefon mitteilte. Außerdem änderte sich das Verhalten des Pferdes schlagartig ins Positive.

Ich nahm mit der ominösen Tierflüsterin Kontakt auf

Schließlich rang ich mich dazu durch, auch mit der ominösen Tierflüsterin Kontakt aufzunehmen. Als erstes erfuhr ich, dass ich zehn Monate auf einen Termin warten müsse.

Das Foto von meiner Katze Nikita schickte ich ihr dann ein paar Stunden vor ihrem Anruf. Als mein Handy zum verabredeten Zeitpunkt klingelte, wusste ich nicht, was ich erwarten oder sagen sollte, doch schnell übernahm meine Gesprächspartnerin die Führung und „verband“ sich mit meiner Katze.

Plötzlich fragte sie mich, ob Nikita ein rosafarbenes Handtuch habe, mit dem sie immer spielen würde. Ich war völlig baff, denn dieses Handtuch gibt es tatsächlich. Maria erklärte mir, dass es besser im Badezimmer liegen sollte, da dies der Lieblingsraum von Nikita sei. Ich kann nicht erklären, woher sie das wissen konnte, aber meine Katze hält sich tatsächlich am liebsten im Badezimmer auf.

Ich erfuhr, dass meine Katze sich auf unseren Umzug freute

Dann fragte mich Maria, ob ich einen Umzug plane, denn scheinbar spüre Nikita einen bevorstehenden Wohnungswechsel. In der Tat überlegen mein Freund und ich, zusammenzuziehen. Laut Maria hielt Nikita das nicht nur für eine gute Idee, sie lege auch Wert darauf, dass wir in unserer neuen Wohnung einen Büroraum haben.

Doch die verstörendste Information sollte noch kommen: Wie Maria mir mitteilte, will Nikita auf keinen Fall, dass mein Freund seine Frisur ändert. Das war das Lustigste, was ich seit Langem gehört habe!

Eigentlich wollte ich dieses Gespräch führen, um im besten Fall mehr über das Leben meiner Katze zu erfahren und ihr zu helfen, falls sie Probleme hat. Doch scheinbar hat Nikita einfach eine Meinung zu allem und muss sie mir unbedingt mitteilen, egal wie nebensächlich sie sein mag. Ich kann nicht bestreiten, dass ich das ziemlich süß von ihr finde.

Von einer Tierflüsterin erfuhr ich, was meine Katze wirklich bewegt ...

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Meine Katze scheint eine ziemlich fürsorgliche Katze zu sein

Die nächste Frage von Nikita drehte sich um meinen bevorstehenden Urlaub: Ob das Mädchen, das sie beim letzten Mal aufgenommen hatte, sich wieder um sie kümmern würde. Sie beschrieb das Mädchen zu meinem Erstaunen sehr genau und freute sich, als ich es ihr bestätigte.

Ich erfuhr von Maria auch, dass Nikita von mir wissen wollte, ob mit meinem rechten Bein alles in Ordnung ist, da ich beim Sport immer einen Knieschutz trage. Außerdem sorgt sie sich um meinen Freund, weil er oft Schmerzen in der rechten Schulter hat. Niemand könnte diese Informationen über uns haben, ohne uns wirklich persönlich zu kennen.

Laut Maria wollte meine Katze mich auch unbedingt wissen lassen, dass in Zukunft in meinem Berufs- und Privatleben alles gut wird, dass ich einen tollen Menschen an meiner Seite habe und ich mir insgesamt keine Sorgen machen muss.

Katze, krank

Die ganzen überaus privaten Informationen, die Maria scheinbar durch Nikita bekommen hatte, lassen mich nun glauben, dass es sich hier nicht um Betrug handeln kann, und es wirklich möglich ist, sich telepathisch mit Tieren in Verbindung zu setzen.

Das alles lässt mich meine Katze nun mit ganz anderen Augen betrachten.

Ich bin sicher, dass Tiere in der Lage sind, viel mehr von dem, was um sie herum passiert, zu sehen und zu verstehen, als wir glauben. Vielleicht sollten wir öfter versuchen, ihnen zuzuhören.

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