Tatort: Borowski und das Glück der Anderen: Lohnt sich das Einschalten bei diesem Krimi?

Die Messlatte bei den Axel-Milberg-Krimis liegt erfahrungsgemäß sehr hoch. Kann der "Tatort: Borowski und das Glück der Anderen" mithalten?

Axel Milberg (62) ist am kommenden Sonntag ab 20:15 Uhr im Ersten mal wieder in seiner Paraderolle als Kieler Kommissar Borowski im Einsatz. Im "Tatort: Borowski und das Glück der Anderen" versucht er den Mord an einem offenbar unbescholtenen Bürger aufklären. Doch zunächst tappt er im Dunkeln: Keine Zeugen, kein erkennbares Motiv, kein wirklicher Tatverdächtiger. Nur eine traumatisierte Witwe und seltsame Nachbarn...

Darum geht's

Neugierig schaut Supermarkt-Kassiererin Peggy Stresemann (Katrin Wichmann, 40) ins Fenster des Nachbarhauses - das Ehepaar Victoria (Sarah Hostettler, 36) und Thomas Dell (Volkram Zschiesche, 40) führt gerade einen Freudentanz auf. Offenbar sind sie Lotto-Millionäre geworden. Für Peggy bricht eine Welt zusammen: Warum haben sie und ihr Mann Micha (Aljoscha Stadelmann, 45) niemals so ein Glück?!

Als sich die Nachbarn mit der Einlösung ihres Gewinns offensichtlich Zeit lassen, verschafft sich Peggy heimlich Zugang zu deren Haus und sucht den Lottoschein. Dabei wird sie vom Hausbesitzer überrascht. Als Kommissar Borowski (Milberg) und seine Kollegin Mila Sahin (Almila Bagriacik, 28) wenig später den Tatort betreten, bietet sich ihnen ein Bild wie in einem Gangsterfilm: Thomas Dell liegt blutüberströmt auf dem Ehebett...

Lohnt sich das Einschalten?

Na ja, es hat schon deutlich bessere Borowski-Filme gegeben. Dennoch ist der Film kurzlebig, wird aber am Montagmorgen schon wieder vergessen sein. Auch Bagriacik - Nachfolgerin von Sarah Brandt alias Sibel Kekilli (38) - überzeugt in ihrem zweiten Fall noch nicht auf ganzer Linie. Ob das an der bisher kaum tiefsinnigen Figur oder den zu großen Fußstapfen liegt, wird sich noch zeigen. Bisher wirkt sie jedoch eher wie ein Fremdkörper und nicht wie eine Ergänzung zum kauzigen Klaus Borowski.

Doch auch darstellerische Mängel sind in diesem Film offenkundig. Besonders die stereotype Darstellung der einfältigen Verkäuferinnen führt zu Kopfschütteln: Schlecht geschminkt und in peinlichen Teenie-Klamotten tanzen sie in ihrer Raucherpause zu Helene Fischer. Jedes Klischee, das man nur finden kann, wird dabei bedient. Sei's drum: Den wie immer starken Axel Milberg bei der Arbeit zuzusehen, tröstet am Ende dann doch über so manchen Fehler hinweg - trotz manch pseudo-komödienhafter Elemente, die so gar nicht nach Kiel passen.

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