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The Crown Trotz Forderung plant Netflix keine Warnung

In der vierten Staffel von "The Crown" verkörpert Schauspielerin Emma Corrin Lady Diana.
In der vierten Staffel von "The Crown" verkörpert Schauspielerin Emma Corrin Lady Diana.
© Ollie Upton/Netflix
Seit einigen Wochen wird eine Warnung vor Folgen der Netflix-Serie "The Crown" gefordert. Der Streamingdienst lehnt dies nun allerdings ab.

Die Netflix-Serie "The Crown" sorgt auch Wochen nach der Veröffentlichung der vierten Staffel weiterhin für Aufruhr in Großbritannien. Forderungen, den Folgen der Serie eine Warnung hinzuzufügen, dass Teile des Dargestellten Fiktion seien, lehnt der Streamingdienst nun allerdings ab. Das berichtet das Branchen-Portal "Deadline".

Netflix erklärt diesem in einem Statement: "Wir haben 'The Crown' schon immer als Drama präsentiert - und wir haben größtes Vertrauen darin, dass die Zuschauer verstehen, dass es sich um ein fiktionales Werk handelt", das nur auf historischen Ereignissen basiere. Deshalb gebe es keine Pläne, einen entsprechenden Warnhinweis vorzuschalten. Man halte es nicht für notwendig.

Britische Persönlichkeiten forderten Warnung von Netflix

Forderungen nach einem solchen Hinweis wurden bereits vor einigen Wochen laut. So sprachen sich britische Politiker und Freunde des Königshauses laut "Mail on Sunday" dafür aus, vor Folgen der Serie eine Erklärung einzublenden - darunter Julian Fellowes (71), der Schöpfer der erfolgreichen britischen Adels-Serie "Downton Abbey". Viele sorgten sich, dass Zuschauer glauben könnten, bei dem Gezeigten handle es sich um historisch akkurate Fakten. Auch Prinzessin Dianas (1961-1997) Bruder Earl Spencer (56) erklärte, dass er immer wieder auf Menschen treffe, die glaubten, dass die Serie einer "Geschichtsstunde" gleiche, was nicht der Fall sei.

Später meldete sich unter anderem auch die "The Crown"-Schauspielerin Helena Bonham Carter (54) zu Wort und machte sich für eine Einordnung stark. Laut Carter habe Netflix die "moralische Verantwortung", Zuschauer darauf hinzuweisen, dass es sich um ein Drama handle - und nicht um eine reine Darstellung tatsächlicher Gegebenheiten. Die Schauspielerin, die Prinzessin Margaret in den Staffeln drei und vier der Serie spielt, sagte im offiziellen Podcast der Show, dass es einen wichtigen Unterschied zwischen "unserer Version" und der "echten Version" gebe.

SpotOnNews

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