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Upright: Warum dieser Serien-Geheimtipp weltweit begeistert

Lachlan "Lucky" Flynn (Tim Minchin) bildet mit der jungen Meg (Milly Alcock) eine Fahrgemeinschaft wider Willen.
Lachlan "Lucky" Flynn (Tim Minchin) bildet mit der jungen Meg (Milly Alcock) eine Fahrgemeinschaft wider Willen.
© (c) 2019 Lingo Pictures Pty Ltd/Foxtel Management Pty Ltd
Ein Roadtrip mitten ins Herz: Mit "Upright" gibt es die Reise quer durchs Land und zu sich selbst nun auch in Serienform.

Zwei schräge wie liebenswerte Charaktere auf einem Roadtrip durchs Outback, abgeschmeckt mit schwarzem Humor, rührenden Momenten und einer hoffnungsvollen Botschaft. Mit "Upright" kommt ab dem 11. August raffinierte Dramedy von Down Under nach Deutschland. Universal TV zeigt "Upright" immer dienstags ab 21:00 Uhr in Doppelfolgen und als deutsche TV-Premiere. Warum sich der Serien-Import aus Australien lohnt? Die Antwort gibt es hier.

Gemeinsam einsam - darum geht es

Sein Spitzname mag zwar Lucky lauten, mit viel Glück ist Lachlan Flynn (Tim Minchin) jedoch nicht gesegnet. Der Alltag des Außenseiters wird von Panikattacken heimgesucht, die seinen schier unmöglichen Roadtrip quer durch das malerische wie ungnädige Outback Australiens nicht gerade einfacher machen. Als ihm das Schicksal dann auch noch die vorlaute Teenagerin Meg (Milly Alcock) aufs Auge drückt, sieht er die Chancen, sein Ziel am anderen Ende des Landes noch rechtzeitig zu erreichen als endgültig gescheitert an.

Zumal sich dem ungleichen Duo immer neue Hindernisse in den Weg stellen - von wilden Kamelen über argwöhnische Polizisten hin zu musikalischen Rockergangs. Luckys Zetern, womit er all das verdient habe, wird nur noch von der Frage seiner Gefährtin wider Willen überboten: Warum zum Teufel kutschiert er ein Piano quer durchs staubige Nirgendwo?

Moderne Screwball-Comedy mit Herz

In acht Folgen à 30 Minuten wird das Geheimnis um das Piano gelüftet und die Freundschaft der beiden Outback-Outsider aufgebaut. Das Letzteres so glaubhaft gelingt, ist den beiden Hauptdarstellern Tim Minchin (44) und Milly Alcock (19) zu verdanken. In bester Manier früherer Screwball-Komödien gehen sie sich verbal an die Gurgel, nur um nach und nach die Beweggründe, Ängste und Wünsche des jeweils anderen zu erfahren.

Der australisch-britische Komiker Tim Minchin gilt als wahres Multitalent, hat neben diversen Stand-up-Programmen auch mehrere Alben aufgenommen. Auf der großen Leinwand war Minchin zuletzt 2018 zu sehen, als er in der Neuauflage von "Robin Hood" Bruder Tuck verkörperte. Seine Liebe für Musik und bittersüßen Humor ließ er als einer der Drehbuchautoren und Serienschöpfer nun in "Upright" mit einfließen.

Als kongeniale Partnerin wurde ihm hierbei die Newcomerin Milly Alcock zur Seite gestellt, die als zierliche Meg durchgehend wie ein Rohrspatz schimpft. Ihr aufbrausendes Teenager-Gehabe kann (sehr zu ihrem Unmut) aber dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie selbst vor ihren Dämonen auf der Flucht ist - und eigentlich ein Herz aus Gold hat.

Hauptdarsteller Nummer drei ist Australien selbst. Wie kein anderer Flecken dieser Erde taugt der Ort der Handlung für das Gefühl zwischen Freiheitsdrang und Eskapismus-Gedanke, das Roadmovies allgemeinhin eint - von "Easy Rider" und "Thelma & Louise" bis hin zu "Into the Wild". "Upright" fängt in seinen insgesamt rund vier Stunden Laufzeit die faszinierende Schönheit des Kontinents Down Under gelungen ein und weckt auch hierzulande den Drang, den Autoschlüssel zu schnappen und auf eine Reise ins Unbekannte zu gehen. Auch wenn einem hier wohl eher keine Kängurus über den Weg hoppeln.

Der neue Kritiker-Liebling?

Außerhalb Deutschlands erfreut sich "Upright" bereits großer Beliebtheit und wird nicht zuletzt für seine tiefgründigen Charaktere und dem Mix aus Drama und Comedy gelobt. Parallelen zu "After Life" mit Ricky Gervais oder der mehrfach ausgezeichneten Serie "Fleabag" von und mit Phoebe Waller-Bridge liegen auf der Hand. Letzteres attestierte unlängst auch "Avengers"-Regisseur Joss Whedon via Twitter, wo er "Upright" als seine neueste Lieblingsserie seit "Fleabag" betitelte.

Wie "After Life" und "Fleabag" schafft es auch "Upright", den Zuschauern abwechselnd Tränen der Freude und der Trauer in die Augen zu treiben. Jedoch ohne diese emotionale Achterbahnfahrt auf einem Tiefpunkt für die Figuren oder die Zuschauer enden zu lassen. Ein Kunststück, das es zu würdigen gilt.

Universal TV zeigt "Upright" immer dienstags ab 21:00 Uhr in Doppelfolgen und als deutsche TV-Premiere.

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