Verfallsdatum: Ab wann sind Beauty-Produkte nicht mehr verwendbar?

Wimperntusche, Lippenstift, Gesichtscreme: Auch Beauty-Produkte haben ein Verfallsdatum.

Der Badschrank quillt über, auf dem Schminktisch herrscht Chaos: höchste Zeit, einmal genauer hinzuschauen. Denn viele der Kosmetikprodukte, die sich über die Jahre hinweg angesammelt haben, sind vermutlich gar nicht mehr gut und sollten entsorgt werden.

Seit 2005 ist es in Deutschland für Hersteller von Beauty-Produkten Pflicht, die Haltbarkeit ihrer Erzeugnisse auf der Verpackung zu vermerken. Dies kann auf zwei Arten geschehen: Entweder zeigt das Symbol des geöffneten Cremetiegels eine Zahl an, die für die Anzahl der Monate steht, über die das Produkt nach dem Öffnen verwendet werden kann. Oder der Hersteller nennt ein konkretes Mindesthaltbarkeitsdatum. Dies ist vorgeschrieben, sollte das Produkt nicht länger als 30 Monate haltbar sein.

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Die richtige Lagerung macht viel aus

Warum es so wichtig ist, die Haltbarkeit von Kosmetikprodukten zu beachten? Mit der Zeit können sich durch Luft- und Hautkontakt Bakterien auf Pinseln, Cremes und Co. ansammeln, die nach der Anwendung womöglich Rötungen und Unreinheiten zur Folge haben. Manche Erzeugnisse beinhalten zudem Inhaltsstoffe, die auch ohne Einfluss von außen verderben können. Auf die richtige Aufbewahrung kommt es an. Bedeutet: Beauty-Produkte sollten generell trocken gelagert sowie vor direkter Sonneneinstrahlung und starken Temperaturschwankungen geschützt werden.

Klumpen in der Wimperntusche sind ein Zeichen

In die Tage gekommener Mascara ist nicht zu übersehen. Man sagt, ein halbes Jahr nach dem Öffnen ist dieser bedenkenlos verwendbar. Anschließend sollte er entsorgt werden. Allerspätestens dann, wenn er beginnt, Klümpchen zu bilden. Diese sind eine Folge von zu häufigem Sauerstoffkontakt und können auf Keime und Bakterien in dem Produkt hinweisen.

Lidschatten hingegen ist langlebiger. In Puderform kann das Beauty-Produkt bei richtiger Lagerung bis zu zwei Jahre verwendet werden. Gleiches gilt für Bronzer- und Kompaktpuder. Noch länger halten sich Kajalstifte. Achtung aber bei flüssigen Produkten. Cremelidschatten sollte innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden, flüssiger Eyeliner orientiert sich an der halbjährigen Haltbarkeit von Wimperntusche.

Ändern sich Konsistenz und Geruch: Weg damit!

Apropos flüssig: Auch Foundation und Concealer sind nicht ewig haltbar. Beide haben in der Regel ein Mindesthaltbarkeitsdatum von einem Jahr. Diesem Datum sollte jedoch nicht blind vertraut werden. Sobald sich die Konsistenz des Beauty-Produkts ändert, sich also etwa zwei deutlich erkennbare Schichten bilden, sollte es nicht länger verwendet werden.

Auch eine Farb- oder Geruchsänderung deutet in den meisten Fällen auf einen vorangeschrittenen Verderblichkeitsprozess hin. Bei Lippenstift, der problemlos ein ganzes Jahr verwendet werden kann, lässt sich dieser Umschlag besonders gut erkennen. Riecht er anders oder nimmt eine bröselige Konsistenz an, gehört er entsorgt.

Pumpspender bieten Schutz

Besondere Vorsicht ist bei Gesichts- und Augencremes geboten. Da in vielen der Produkte leicht verderbliche Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen, sind diese in der Regel kaum länger als ein Jahr nach dem Öffnen haltbar. Die Faustregel besagt: Je weniger Konservierungsstoffe in einem Erzeugnis enthalten sind, desto schneller sollte es aufgebraucht werden. Pumpspender können hier von Vorteil sein. Da diese weniger Luft und somit auch weniger Bakterien in die Verpackung hineinlassen, bleibt das Produkt länger rein.

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