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Barbaras Visagist über elektrische Haare und Mützenfriesen!

Barbaras Visagist über elektrische Haare und Mützenfriesen!
© Getty Images
Warum Barbara immer so gut aussieht? Weil sie Matthias Klemenz hat - ihren Visagisten. Und weil der ein echt netter Typ ist, verrät er uns, wie wir durch den Herbst kommen, ohne dass uns die Haare zu Berge stehen
von Nele Justus

BARBARA.de: Matthias, im Herbst stehen einem immer die Haare zu Berge und man sieht aus, als hätte man gerade in die Steckdose gefasst. Wie kann ich das vermeiden?

Matthias Klemenz: Regel Nummer eins: immer eine Mütze und einen Schal aus Baumwolle nehmen. Je mehr Polyester oder Plastik in den Dingern ist, desto schlimmer laden sich die Haare auf. Das kennt man auch von Schuhen: Bei einer Ledersohle passiert nichts. Habe ich Treter mit Plastiksohle an, knistern die Klamotten und die Haare stehen ab.

Heizungsluft macht die Haare trocken. Wie kann ich meinem Schopf eine extra Portion Liebe schenken?

Viele greifen als erstes zur Spülung, aber die könnt ihr schon mal vergessen. Die machen das Haar nur unnötig weich und dann kann man rein gar nichts mehr damit anfangen. Es ist immer besser, ein gutes Shampoo zu nehmen – und eine Kur. Wenn man keine Zeit hat, kann man die auch wie eine Spülung benutzen: einkämmen, eine Minute warten, ausspülen, fertig. Das pflegt die Haare deutlich besser und die Matte fliegt nicht so durch die Luft.

Was kann ich denn machen, damit das Haar nach dem Mützeabnehmen noch tipptopp aussieht? Mit Haarspray fixieren?

Oh nein! Das ist die ungünstigste Variante. Das Haarspray wird unter der Mütze nur warm und die darin enthaltenen Harze werden flüssig und verkleben das Haar. Nimmt man die Mütze ab, sieht es schlimmer aus als vorher.

Was ist die Alternative?

Locker stylen. Bei langen Haaren kommt alles super, was leger zusammengesteckt ist. Einzelne Strähnen kann man rauslösen, das sieht cool und ganz natürlich aus. Kurze Haare am besten mit etwas Wachs durchwuscheln. Nimmst du die Mütze ab, nochmal schnell mit den Fingern durchgehen, dann sitzt alles wieder.

Verglichen zum Sommer sieht man im Herbst immer bleich, blass und trist aus. Wie kann ich das ändern?

Am besten mit leuchtenden, warmen Haarfarben um die Ecke kommen. Kupfer und Goldbraun zum Beispiel. Damit kann man Highlights in die Längen machen oder über den Kopf verteilen. Das sieht aus wie von der Sonne geküsst.

Und wie hole ich mit Make-up den Sommer zurück?

Mit einem leichten Roséton als Rouge kann man ein bisschen Zack reinkriegen. Schlimm ist, wenn die Leute im Herbst die gleiche Base wie im Sommer benutzen. Dann ist das Gesicht viel dunkler als der Hals, das geht gar nicht. Wir wollen gerade im Herbst eine Frische erzeugen. Die bekommt man nur, wenn man wenig aufträgt und sich nicht zukleistert. Neben Rouge bringt ein Glanzfluid den gewünschten Effekt. Davon gibt man ein paar Tropfen in die Base und verteilt das im Gesicht. Aber auch hier: NIE zu viel nehmen. Sonst sieht die Haut schwitzig oder fettig aus. Dann ist die ganze Mühe für die Katz.


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