Beauty-Dschungel: Das können Hyaluron, Kollagen und Retinol wirklich

Da draußen liegt ein undurchdringliches Tuben- und Tiegeldickicht. Aber wer weiß, was die Pflege-Klassiker Hyaluron, Kollagen, Vitamin C und Retinol heute draufhaben, befindet sich schon auf dem Pfad zu toller Haut


Was Retinol draufhat: Der Wirkstoff gilt als Superstar im glättenden Universum. In der Haut wird Retinol in Vitamin-A-Säure umgewandelt, die Fibroblasten und Kollagen zur Produktion anregt – und damit die Federung der Zellen deutlich strammer macht. Hilft, sobald aus Fältchen amtliche Falten werden.


Worauf muss ich achten? Hier gilt: Weniger ist mehr. 0,03 Prozent Retinol genügen bereits, um die Zelle aufzuschließen. Höhere Dosierungen machen die Haut eher lichtempfindlich. Daher diese Produkte am besten abends anwenden und am nächsten Tag UV-Schutz auftragen.


Was Hyaluron draufhat: Nur ein Gramm des Prallmachers bindet bis zu sechs Liter Wasser. Der Wirkstoff ist sehr hautverträglich, steckt daher in den meisten Feuchtigkeitscremes und gilt als Fältchenglätter für Einsteiger in Sachen Anti-Aging.


Worauf muss ich achten? Je älter man wird, desto mehr Hyaluronsäure sollte der Haut zugefügt werden. Es können bis zu zwei Prozent in Kosmetik verwendet werden, höhere Dosierungen sind meist zu klebrig. Sinnvoll: konzentrierte Ampullen als Kur bei sehr trockener Haut.


Was Vitamin C darufhat:  Das wohl berühmteste Vitamin ist das stärkste Antioxidant für den Zellenschutz. Es ist beteiligt an der Kollagensynthese, am Proteinstoffwechsel und stabilisiert damit das Bindegewebe. Der glänzende Effekt: Nach regelmäßiger Anwendung strahlt der Teint wie neu.


Worauf muss ich achten? Das sensible Power-C verflüchtigt sich schnell und ist wasserlöslich – muss also regelmäßig angewendet werden. Effektiv ist eine Konzentration von rund zehn Prozent. Ausgeklügelt: Booster, denen das Vitamin C jeweils frisch zugefügt wird.


Was Kollagen draufhat: Alte Freunde sind verlässlicher als dahergelaufene Hipster. Das gilt besonders für unseren bekannten Wirkstoff-Freund Kollagen. Er ist die Schlüsselsubstanz, die unsere Haut von unten polstert. Funktioniert wie ein Futterstoff, je mehr die Haut bekommt, desto mehr Federung in der Matratze. Guter Mitstreiter, um später Hyaluron zu unterstützen.


Worauf muss ich achten? Tiefenwirkung erzielt das Kollagen als Maske, vorher die Hornschicht wegpeelen – dann ist der Polstereffekt extra doiiing, doiing!


Und noch ein paar Extra-Tipps: 


Nachts, wenn alles schläft

... darf spezielle Pflege ran: Weil sich die Poren während des Schlafs weiten, nimmt die Haut reichhaltige Cremes – etwa mit Retinol bzw. Vitamin A – gut auf. Diese sind, klar, ohne UV-Schutz, deshalb nicht einfach tagsüber anwenden. Lieber: schön schlafen.

Tête-à-Tête am Wasserfall

Die schlechte Nachricht in Bezug auf Feuchtigkeit gibt es vorab: Der hauteigene Prallmacher Hyaluron nimmt bereits in den 20ern ab. Doch wir können ihn hinzu fügen. Denn nur zehn Prozent eines Hautzustandes sind genbedingt, der Rest ist Lifestyle. Da sieht man wieder mal: Cremen lohnt sich!

Mindestens so fit wie Tarzan

Ein tägliches Obst-Buffet ist nicht die schlechteste Strategie für ein ebenmäßiges Hautbild. Wer noch einen drauflegen will, fügt Vitamin C zudem von außen zu. Das Antioxidant wirkt nämlich auch dort – und schafft straffes Bindegewebe und einen Strahleteint!

Lass uns das doch gern vertiefen

Manchmal muss man den Dingen auf den Grund gehen. Besonders gut kann das Kollagen, zuständig für die Spannkraft der Haut. Seine Peptide (kleinere Bausteine) dringen in tiefere Hautschichten vor, pushen dort die Kollagenproduktion. Das polstert.


Expertenberatung: Dr. Sabine Gütt, Kosmetologin für Reviderm; Dr. Katrin Kipper, wissenschaftliche Leitung Vichy; Dr. Christian Kors, dermatologische Beratung für Clinique


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Tiegel, Tuben, Töpfe - was ist drin?
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