Gesichtsyoga: Glatte Haut durch Grimassen schneiden

Älter werden und vor allem aussehen findet unsere Autorin doof. Wenn Cremes, Seren und Gesichtsmasken nicht mehr helfen, muss was Neues her: Gesichtsyoga. Doch wie funktioniert das eigentlich? Ein Erfahrungsbericht.

Mit ein paar einfachen Übungen soll mein Gesicht schon bald straffer, entspannter und geglättet aussehen. Nicht, dass mir das die etlichen Cremes auch versprechen, die ich mir seit Jahren morgens und abends ins Gesicht schmiere – aber Gesichtsyoga ist anders: Keine Chemie, keine falschen Versprechungen, kein ewiges Rumschleppen von Kosmetika auf Reisen, kein Botox, kein unangenehmes Hautgefühl. Meine neue natürliche Anti-Aging-Pflege hab ich ab jetzt immer am Start und das Beste: Sie besitzt keinerlei Nebenwirkungen. 

Gesichtsyoga: Meine Erfahrung mit dem natürlichen Lifting 

Okay, ich hab mir nun ein paar Videos angesehen – in diesem Internet. Das wichtigste dabei sei die Entspannung. Ein bisschen Grimassen schneiden in der vollen U-Bahn oder im hektischen Alltag soll es wohl nicht bringen. Abends im Bett, in der Mittagspause entspannt an der frischen Luft oder vor dem Fernseher geht. Hauptsache ein paar Minuten Ruhe und Zeit für mich und mein Gesichtstraining. Die ersten Male habe ich die Übungen aber doch vor dem Spiegel ausprobiert – und mich totgelacht. Zu ulkig, wenn man sonst darum bemüht ist, einen freundlichen Gesichtsausdruck an den Tag zu legen. Erst recht, wenn man selbst vor dem Spiegel steht. Das Ergebnis nach ein paar Wochen: Geglättete Haut und sanfte Gesichtszüge. Die Gesichtsmuskeln sollen gestärkt und die Durchblutung gefördert werden. Dadurch werden Mimikfältchen gestrafft und Tränensäcke verhindert. Ich bin gespannt!

Wie macht man denn jetzt Gesichtsyoga? 

Gesichtsyoga sieht genauso aus, wie es klingt: Man macht komische Verrenkungen mit seinem Gesicht. Unterschiedliche Übungen stärken verschiedene Muskelstränge und straffen so effektiv einzelne Gesichtspartien. Die Übungen werden drei- bis fünfmal wiederholt. Ob man sich dafür fünf oder dreißig Minuten Zeit nimmt ist jedem selbst überlassen- die Regelmäßigkeit machts. Ich habe es erst einmal mit einer knappen Viertelstunde versucht, für zwei Wochen zog ich das täglich durch.


Das sind meine Top-4-Übungen für eine schnelle Gesichtsyoga-Session: 

Der Löwe:

Mund weit öffnen, Zunge raus und sie weit nach unten Richtung strecken – durch den Mund atmen und das Brüllen eines Löwen imitieren. Ganz genau, wie im richtigen Yoga gibt man auch beim Gesichtsyoga merkwürdige Laute von sich. Bei dieser Übung wird das gesamte Gesicht beansprucht. 

Die Giraffe:

Kopf nach hinten drehen, Unterlippe weit rausstrecken und die Fingerspitzen langsam vom Nacken Richtung Rücken gleiten lassen – das Stretching soll das Dekolleté glätten. 

Der Face-Lift:

Handflächen auf die Schläfen und die Haut sanft nach hinten und oben ziehen. Der Mund formt ein „O“, das Kinn tief fallen lassen. Ein Alleskönner: Lachfalten werden geglättet und Augen sowie Wangen geliftet.


 

Was bringt Gesichtsyoga? 

Zugegeben: Keine Magie, dennoch erstaunlich viel. Schon allein sich ein paar Minuten hinzusetzen und sich mal auf sich und sein Gesicht zu kontrieren, das sonst ja nur andere sehen, bringt sehr viel fürs Gemüt. Man fühlt sich hinterher tatsächlich entspannter. Nach nur wenigen Einheiten nehme ich meine Gesichtszüge viel mehr wahr als vorher. Wenn ich lache, merke ich das, was dabei in meinem Gesicht passiert. Ich registriere plötzlich auch, wenn sich aufgrund angestrengten Guckens eine Zornesfalte auf meiner Stirn bildet – und mache sofort ein weniger angestrengtes Gesicht. Ich glaube schon, dass Yoga-Übungen die Gesichtszüge entspannen und man dadurch sichtbar seine Ausstrahlung verändern kann. Ob es jetzt tatsächlich Fältchen mildert, bezweifle ich. Aber es geht beim Yoga auch viel ums Gefühl – und das ist tatsächlich besser. Meine Pflegeroutine hat das Gesichtsyoga übrigens nicht ersetzt, aber es ist eine effektive Ergänzung geworden. Nur wie das mit „Sport“ so ist: Man muss dranbleiben.