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Lippen aufspritzen: Wenn schon, dann so!

Lippen aufspritzen: Wenn schon, dann so!
© Getty Images
Wir sind zwar Selbstliebe-Fans – aber wer sich die Lippen aufspritzen lassen will, soll das natürlich (!) tun. Wir haben deswegen mal einen Profi gefragt.
von Tina Epking

Supervolle Lippen sind gerade total im Trend. Übel wird es nur, wenn das Ganze leider mehr nach Chiara Ohovens Schlauchbootlippen-Desaster als an Angelina Jolie erinnert. Wir sind hier zwar total für Selbstliebe und Body Positivity, aber wir wollen hier nichts verteufeln: Wer sich unbedingt einen neuen Mund leisten möchte, der soll das tun. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die dafür sorgen, dass das Ganze natürlich aussieht und nicht wie ein Unfall. Wir haben mal deswegen lieber mal bei einem Profi nachgefragt:

1. Jede Lippe ist anders. "Wichtig ist, dass man auf die Proportionen achtet. Der Charakter des Gesichts darf sich durch den Eingriff nicht verändern. Bei hellhäutigen Europäern sollte die Unterlippe ein Drittel größer sein als die Oberlippe. Sonst entsteht schnell eine Schnabeloptik", erklärt Dr. Hans-Peter Schoppelrey vom Haut-und Laserzentrum an der Oper in München. Schlauchboot hat übrigens auch nicht nur etwas mit der Dosis zu tun. "Es kommt auch darauf an, wo man die Hyaluronsäure platziert. Eine Lippe darf leicht aufgeworfen sein, aber zu viel wird  immer unnatürlich aussehen. Deswegen muss man beim Spritzen in die Lippenkontur zurückhaltend sein."

2. Lieber klein anfangen. Das Ganze am langsam angehen lassen schadet in keinem Fall. "Man kann schließlich immer nachspritzen! Außerdem sind in vielen Fällen die Lippen nach dem Aufspritzen noch etwa zwei Tage geschwollen. Deswegen rate ich immer mindestens so lange abzuwarten. Man kann dann immer noch Filler nachgeben bei Bedarf", sagt der Experte.

3. Wie viel ist Typfrage. Nicht jeder taugt zur Lara-Croft-Kopie, deswegen ist auch hier Vorsicht geboten, damit das Ganze nicht absurd oder puppenhaft aussieht. "Eine Brünette verträgt in der Regel mehr als eine blonde Frau. Das liegt daran, dass bei der Blondine schneller ein etwas unnatürlicher Barbie-Look entstehen würde, der bei der Dunkelhaarigen mehr wie eine Angelina-Jolie-Optik aussieht", erläutert Dr. Schoppelrey.

4. Die Praxis sorgfältig wählen. Der Arzt entscheidet natürlich maßgeblich über das Ergebnis. Alleine auf Internetbewertungen kann man sich aber  leider nicht verlassen, die können schließlich gefakt sein. "Es hilft sich im Bekanntenkreis umzuhören, vielleicht hat schon jemand Erfahrungen gemacht. Und darauf zu achten, dass die ausgesuchte Praxis den Eingriff oft vornimmt. Größere Praxen haben oft auch ein besseres Angebot an hochwertigen Fillern für die unterschiedlichsten Bedürfnisse. Das Material ist für das Ergebnis nämlich auch entscheidend", rät der Dermatologe aus München.


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