VG-Wort Pixel

Notox Faltenfrei ohne Spritze?

Frau treibt in Wasser
© Paper Boat Creative / Getty Images
Botox – Die einen lieben es, für die anderen ist es absolutes No-Go und wieder andere würden es gern probieren, finden die Vorstellung von einer Spritze im Gesicht aber zu gruselig. Für letztere, aber auch alle anderen gibt es jetzt eine spritzenfreie Alternative: Notox ist angesagt, Baby. 
von Linda Berger

Spannkraft, Elastizität und jugendliche Haut – wer will sie nicht? Sich dafür aber unter die Spritze zu legen, ist es vielen Frauen dann doch nicht wert. Glücklicherweise schläft die Beauty-Industrie nie. Neue Wirkstoffe werden getestet und erobern den Markt, neue, sanftere Technologien lösen alte ab. 

Die Notox-Invasion statt Botox-Injektion

Jede weiß, was beim Botoxen passiert: Der Wirkstoff Botulinumtoxin wird mittels einer kleinen Kanüle direkt in den Muskel gespritzt und der damit lahm gelegt. Da es sich hierbei um einen Giftstoff handelt, können Nebenwirkungen wie Schluckstörungen, Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit oder auch einer starken Einschränkung der Mimik auftreten. Verständlich also, dass viele Frauen vor der Beautybehandlung zurückschrecken. Jetzt soll aber ein neuartiger Wirkstoff dem guten alten Botox mächtig Konkurrenz machen. Und das ganz ohne Spritze.

Einmal Notox bitte

Hinter dem Begriff Notox verbirgt sich der Wirkstoff namens Argireline, ein Peptid, das ein wichtiger Baustein unserer Hautpflege ist, der sie kräftigt und widerstandsfähiger macht. Notox soll einen ähnlichen Effekt wie Botox haben, dabei allerdings ohne Gift, Nebenwirkungen und Spritze auskommen. 

So wirkt Argireline  

Der Wirkstoff hemmt die Ausschüttung von Neurotransmittern, die für die Kontraktion der Gesichtsmuskulatur verantwortlich sind – und blockiert so die Verbindung zwischen Muskel und Nerv. Die Muskulatur kann dann nicht mehr so stark arbeiten wie zuvor und die Haut entspannt sich. Also ähnlich wie bei Botox: Bereits vorhandene Bewegungsfalten gehen zurück, weniger neue kommen hinzu. 

Und wie kommt Notox jetzt an meine Muskeln?

Mit einer kleinen Walze, die mit feinen Nadeln bestückt ist, wird mehrfach über die Haut gerollt. Dadurch soll die Zellteilung der Haut und so die Regeneration angeregt werden. Gleichzeitig wird die Produktion von Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure stimuliert und der Wirkstoff kann in die tieferen Hautschichten eindringen. Es soll übrigens nur leicht prickeln und nicht weh tun. 

Faltenfrei: Botox oder Notox?

Die positiven Effekte von Notox sind durchaus sichtbar, denn oberflächliche Fältchen werden sichtlich geglättet und die Peptide polstern die Haut präventiv auf. Allerdings dringt der Wirkstoff nicht so tief ein, wie es beim Botox der Fall ist und wirkt deshalb nicht so intensiv wie die Unterspritzung. Mit einer Notox-Behandlung ist es daher leider nicht getan. Experten empfehlen eine regelmäßige Wiederholung alle vier bis sechs Wochen, damit sich die Haut auch langfristig erholt. Das wiederum kann ganz schön teuer werden, denn jede Behandlung kostet zwischen 100 und 150€. Wer das nötige Kleingeld hat, für die ist Notox aber sicher eine Alternative zu Botox.


Mehr zum Thema