Streichelzarte Bikinizone? Das erste Mal im Waxingstudio war krass

Weg mit dem Busch! Die Sonne scheint, die Strandzeit beginnt und wir wollen sie loswerden: Die Haare im Schritt. Und probieren zum ersten Mal Waxing aus...

Nachdem ich jahrelang meinen Einwegrasierern aus der Drogerie treu geblieben bin, möchte ich nun die Ratschläge meiner Freundinnen befolgen und mich waxen lassen. Kurzer Prozess also. Soll zwar schmerzhaft sein, sich aber lohnen: Babyzarter Intimbereich und das angeblich wochenlang – überzeugend genug, das neue Waxing-Studio um die Ecke einmal auszuprobieren. Diese Enthaarungstempel sprießen ja ungefähr so aus dem Boden wie meine dunklen Stoppeln in der Bikinizone. Es wird also Zeit.


Völlig neue Erfahrung: Waxing ist nichts für Prüde

Auf dem Weg dorthin werde ich tatsächlich etwas nervös. Wann macht man sich untenrum schon mal frei und lässt sich dort „behandeln“? Abgesehen vom Besuch beim Gynäkologen ja irgendwie eher selten. Oder nie. Aber ich bin ja nun auch schon über 30 Jahre und sollte so langsam das Selbstbewusstsein haben, zu einem schnellen Waxing zu gehen. Das macht doch mittlerweile jeder Teenager, oder nicht? Oder bin ich doch prüde? Naja, prüde vielleicht nicht, aber meine Nervosität war tatsächlich nicht so unberechtigt. Es ist schon wirklich eine komische Situation. Da saß ich in meiner Kabine und wartete nun auf die Enthaarungs-Dame. Sollte ich mich schon nackt machen? Im Slip warten? Ich wurde noch nervöser. In der Kabine nebenan hörte ich schmerzhaftes Wimmern. Oh je, ob ich doch noch schnell flüchten sollte?

Normal im Waxing Studio: Beine breit und bloß nicht reden

Ich blieb. Und habe mich tatsächlich für die komplett glatte Variante entschieden – wohlwissend, dass sie da an Körperregionen ran muss, die ich bei mir selbst noch nicht gesehen habe. Aber wenn schon denn schon. Die anderen machen es doch auch. Ich bin also unten rum nackt und fühle mich mit meinen gespreizten Beinen wie ein Frosch auf dem Seziertisch. „Bitte noch weiter auseinander“. Oh ok. Es ist peinlich still, während sie das Wachs aufträgt und ich versuche es mit Wetter-Smalltalk. Erfolglos – die Epiladora ist hochkonzentriert und will es wohl hinter sich bringen. Nachdem der Warmwachs fest geworden ist, geht’s los. Autsch. Und nochmal autsch. Schmerzfrei ist die Behandlung keinesfalls.

Nach dem Waxing: Baumwolle und bitte kein Sport

Ja, es brennt wie Feuer. Daher sollte man die ersten 24 Stunden keinen Sport treiben – der Schweiß in der Region würde mehr brennen als jeder Muskelkater. Mir ein schönes Spitzenhöschen anzuziehen, war auch echt eine bekloppte Idee. Beim nächsten Mal achte ich auf bequeme Unterwäsche, die definitiv nicht scheuert. Beim nächsten Mal? Ja, hat man es einmal überstanden, fühlt mich sich nicht nur gewaxt, sondern auch gewachsen für mehr. Glücklicherweise braucht man das Prozedere aber ja wirklich nur alle 5-6 Wochen.

Wer hier schreibt:

Franziska Steinberg